“They think the Jews are pigs, but even worse are you and your kind: you are the dogs of the pigs.”

Da bleibt einem die Spucke weg. Haneen Zoabi, arabische Knesset-Abgeordnete ist in München krass beschimpft worden:

Kurz darauf erhitzte sich die Atmosphäre enorm. In den hinteren Reihen stand ein junger Student auf – Typus redneck, mit viel Adrenalin im Blut – und griff Frau Zoabi sehr persönlich an. Ohne sich zu Wort gemeldet zu haben und ohne dass ihm das Wort erteilt wurde rief er auf Englisch und dem Brüllen nahe, ob Frau Zoabi, die so oft Bezug genommen habe auf die arabischen Nachbarn Israels, überhaupt wisse, was die Araber über sie denken würden? [...]

Er habe drei arabische Freunde, und die würden Folgendes über Frau Zoabi und ihresgleichen denken: Die Araber, die nach dem Krieg von 1948 im Land geblieben seien und sich den Israelis zum Beispiel als Abgeordnete andienen würden, seien die Schlimmsten: They think the Jews are pigs, but even worse are you and your kind: you are the dogs of the pigs.

4 Gedanken zu ““They think the Jews are pigs, but even worse are you and your kind: you are the dogs of the pigs.”

  1. Die “Studenten” haben sich de facto benommen wie man es aus alten Aufnahmen von SA-Pöbel kennt, der andere (missliebige) politische Veranstaltungen stürmte und mit brachialen Methoden zu stören versuchte. Darüber habe ich nichts geschrieben: Was bedeutet es wenn junge Leute mit “akademischer Ausbildung” sich auf so ganz unkritische Art solidarisieren mit einem Besatzerregime? Man darf nicht vergessen, dass Studenten wie Hans und Sophie Scholl eine kleine Minderhgeit waren. Ein großer Rest hat sich opportunistisch und / oder mit der Lust an der “großen Sache” teilzuhaben, am Unrecht beteiligt. Und sei es nur mit der eigenen rhetorischen Befähigung, die im Lauf des Studiums erlangt wird…

  2. “Ohne sich zu Wort gemeldet zu haben” – ja, das ist das eigentlich Schlimme an der Sache. Wer sich ordentlich zu Wort meldet, darf solche Sachen natürlich sagen (wenn ihm selbiges erteilt wurde). Dass er es auf Englisch sagte, ist grenzwertig. Schlimmer wäre auf Türkisch gewesen. Alles bitte mit Maß und Ziel und in der rechten Ordnung!

    • Habe unterschlagen, dass es sich bei den nicht-zu-Wort-Meldern nach Schlesingers Informationen um jüdische Israelis gehandelt haben muss. Was nach meiner Ansicht egal ist, bei einigen aber zu Reaktionen geführt haben könnte wie: “Gerade Juden müssten sich doch benehmen können. Gerade in München!”

  3. “die arabischen freunde”…auch broder erwähnt immer wieder gerne seine “palästinensischen freunde” die er bei seinen israel-reisen treffe und was die ihm so sagen würden. er hat ja überhaupt keine vorurteile gegen palästinenser, das geht ja wohl klar aus diesen kontakten hervor. und praktischerweise “sagen” diese palästinenser immer das, was ein broder eben gerne von palästinensern hören will (bzw., seinem deutschen publikum präsentieren möchte). ZB dass nicht die besatzung der eigentliche kern des konfliktes sei sondern die “freie israelische lebensart” mit der die verklemmten araber nicht zurechtkämen. israel wird in wirklichkeit gehasst weil es so gut ist, von den bösen

    bei frauen wie haneen zoabi zeigt sich immer wieder wie schnell die wohltäter gegenüber frauen aus dem moslemischen kulturkreis nervös werden. white men saving brown women. aber nur wenn die das richtige sagen.

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