“Eine schmerzende Leere”: Linda Benedikt über sich und Israel

Und wieder mache ich ein bißchen Reklame für den mir sehr am Herzen liegenden AphorismA-Verlag zu Berlin. Linda Benedikt hat ein Buch veröffentlicht, von dem ich glaube, ohne dass ich es schon gelesen hätte, es dennoch ohne Einschränkung empfehlen zu können. In Israel, a love that was erzählt die Journalistin und Kabarettistin ihre ganz eigene “Geschichte einer Entzauberung”. Es geht um Benedikts Verhältnis zu Israel, um die jähe Diskrepanz zwischen dem Wunschtraum von Altneuland als Geographie gewordenen Trost für alle Opfer der Shoa und dem erlebten Alltag eines Staates, der sich selber immer mehr prägt durch Besatzung, Demütigung und Unterdrückung der Palästinenser.

Im Münchener Club Voltaire gab Benedikt jüngst eine Kostprobe ihres Könnens.

Ab ca. 5:23 beschreibt Benedikt in unheimlich eindrucksvollen und schönen Worten die Haltung, mit der sie sich im Alter von 19 Jahren aufmachte, zum ersten Mal Israel zu besuchen. Und etwas ist von dieser Haltung bis heute – aller Ernüchterung und Desillusionierung zum Trotze – noch geblieben. Worte der trotzigen Hoffnung und der unendlichen Trauer. Und des Heimwehs. “Eine schmerzende Leere”.
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2 Kommentare

23. Juli 2012 · 21:15

2 Antworten zu ““Eine schmerzende Leere”: Linda Benedikt über sich und Israel

  1. Dr. Thomas von Lutterotti

    gerade hab ich das buch ausgelesen: beeindruckend diese sehr persönliche schilderung eines globalen konfliktherdes, berührend auch die unvereinbarkeit der standpunkte und kulturen, die beschreibung der täglichen kleinen geschehnisse als teil eines abscheulichen strategischen plans, desillusionierend aber die -vorläufige ?- konsequenz der autorin, die schmerzhaft nach resignation schmeckt

  2. Pingback: Lese-/ Video-Empfehlung: Linda Benedikt über ihr gedachtes Israel « Transatlantikblog

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