„Solidarität“ oder: „Wer ist der Böse?“

Sich auf US-Medienberichte stützend, berichtet die taz soeben mit einem fetten Fragezeichen im Titel, Israel habe anscheinend den Sudan angegriffen. Jedenfalls hätte es von israelischer Seite kein Dementi dafür gegeben, dass israelische Kampfjets „im Sudan einen Konvoi angegriffen haben, der Waffen für militante Palästinenser im Gazastreifen transportierte. Bei dem Angriff sollen 39 Menschen aus Sudan, Eritrea und Äthiopien ums Leben gekommen sein, berichtete CBS am Donnerstag unter Berufung auf US-Regierungskreise. Die 17 Lastwagen seien dabei zerstört worden.“
Abgesehen von der eigentlichen besorgniserregenden Nachricht habe ich auf die bis dato gegebenen Kommentare geachtet. Da dies kein Nachrichten-, sondern ein Befindlichkeitsblog ist, hat es mir folgende Aussage eines Holger Hübner besonders angetan:

Und dann setzt die friedliebende Hamas oder einer ihrer ebenso friedliebenden Verbündeten armen palästinensischen „Flüchtlingsorganisationen“ die Waffen gegen das agressive Israel ein. Da sind nämlich die Bösen! [Hervorhebung durch Printe] Oder wie?“

Wohl ungewollt – bringt der kommentierende taz-Leser eindrucksvoll auf den Punkt, worum es bei der Nahost-Solidarität mit wem auch immer nicht gehen kann: Solidarität als Beantwortung der Frage, wer der Böse ist? Solidarität als Dezisionismus? I don’t think so…

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