„Calvinismus“ im Deutschen Historischen Museum – ein Genuss, der sich zweimal lohnt.

Am Wochenende haben wir uns in Berlin eine weitere Ausstellung angesehen. Im Deutschen Historischen Museum (Unter den Linden) dürfen sich Besucher durch die Geschichte des Calvinismus führen lassen und sie anhand von Gemälden, liturgischen Gegenständen, Musik- und Filmeinspielungen und Originaltexten nachvollziehen. Meine Frau, meine Eltern und ich hängten uns – clever wie wir Katholiken nun einmal sind – an eine sich bereits im Zustand des Im-Gange-Seins befindlichen Führung mit einer etwas unsicheren, wenn auch sehr bemühten Mueumsmitarbeiterin. Deren ohnehin schon mit Händen zu fassende Unsicherheit vergrößerte sich noch, als ein älterer Herr begann, ihren Ausführungen weitere, wie er wohl fand, essentielle Anmerkungen hinzuzufügen. Dabei bediente er sich einer Sprech- und Verhaltensweise, die jedem Klischee vom pensionierten Religionslehrer oder Pfarrer nur allzu gerecht wurde. Irgendwann platzte mir der Kragen und ich „hatte mal eine Frage“. An besagten Greis gewandt, fragte ich: „Was ist eigentlich Ihre Funktion? Ich meine, sind Sie der Ausbilder der Dame, oder was?“ Meine Eltern waren amüsiert, meine liebe Frau kurzzeitig beschämt, und mir war die Laune auf noch mehr Calvinismus einstweilen vergangen. Gut, dass die Ausstellung noch eine Weile zu sehen ist. Anfang Juli wollen meine Frau und ich wieder nach Berlin, um einen zweiten Versuch zu wagen. Hoffentlich diesmal ohne Zwischenfälle…

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