Gedanken an Gründonnerstag zu Pesach: Auf der Suche nach einem palästinensischen Mose

Komme gerade von einer Probe meines Kirchenchores. An Gründonnerstag wird gesungen: Ein christliches, neu-geistliches, Lied namens „Zu Pesach, da lad‘ ich mir Freunde ein“. In diesem Lied wird u.a. erinnert an die Befreiung der Kinder Israels aus dem Sklavenhaus Ägypten, so wie ihrer an Pesach gedacht wird. Es finden sich auch einige Hinweise auf Jesus. Leider konnte ich den Text des Liedes, das mir vorher nicht bekannt war, im Netz nicht auftreiben. Der Text des Liedes kombiniert nach dem ersten Eindruck Elemente eines christlichen Philosemitismus‘ mit entsprechend christlichen Vereinnahmungs- und Überbietungsphantasien. Oder irre ich mich da bzw. bin ich zu unfair? Bin nicht sicher!
Phil Weiss erinnert – offenbar stark von Marc H. Ellis‚ Ideen beeinflusst – daran, dass nicht erst in diesem Jahr nicht so sehr Kinder Israels, sondern viel eher Palästinenser zum jüdischen Pesach ausrufen sollten: „Let my people go!“. Nun ist gelegentlich nach einem palästinensischen Gandhi gesucht worden, der den gewaltlosen palästinensischen Widerstand gegen das israelische Besatzungsregime organisieren bzw. diesen verkörpern solle – andernfalls gibt es keinen Beifall von Pax Christi und anderen wohlmeinenden Heilig-Land-Touristen. Immerhin scheint in Marwan Barghouti ein palästinensischer Mandela gefunden – nur dass es Bono noch nicht verstanden hat. Nun also die Frage: Wer ist der palästinensische Mose/Moshe/Moussa?

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