Drei Forderungen der PA an Israels neue Regierung

Bevor sich die Palästinensische Autonomieregierung unter Präsident Abbas mit der neugewählten israelischen Regierung an einen Verhandlungstisch zu setzen bereit ist, muss diese – nach Informationen von The Mideast Pulse drei Forderungen erfüllen: 1. Der Bau israelischer Siedlungen muss eingefroren werden, 2. Israel anerkennt alle im Laufe des Nahostfriedensprozesses erreichten und von Vertretern Israels und der PA unterzeichneten Beschlüsse, 3. Israel bekennt sich zur Zwei-Staaten-Lösung nach dem Prinzip „Zwei Staaten für zwei Völker“.
Richard Silverstein weist auf die feine Ironie hin, die den Forderungen der PA innewohnt, denn im Grunde seien dies Bedingungen, wie sie von Seiten Israels und der USA der Hamas gestellt wurden, damit sie als legitime Repräsentanten palästinensischer Interessen vor der internationalen Staatengemeinschaft Gehör finden; jener Staatengemeinschaft übrigens, die – so haben wir von Noam Chomsky gelernt – immer dann beschworen wird, wenn es eigentlich nur um die Interessen der USA und Israels geht.
Die Forderungen der PA sind unterstützenswert und erinnern mich daran, wie vor Jahren türkische und arabische Jugendliche eine Umfrage in einem sogenannten „besseren Viertel“ Kölns durchführten und dessen Bewohner fragten, wann sie sich endlich integrieren wollten in unsere Gesellschaft. Reaktion eines Anwohners: „Hey, wir fragen das doch immer!“

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