Israel und der Weg in den Nahen Osten

Schweigen in der hiesigen Medienlandschaft – aber die Anzeichen verstärken sich weiter, dass die neue US-Administration unter Präsident Obama eine veränderte Nahoststrategie verfolgt. Nachdem Israels Ministerpräsident – wie aus gut unterrichteten Kreisen gemeldet wurde – die Beseitigung der von Iran ausgehenden angeblichen nuklearen Gefahr als Voraussetzung für Friedensgespräche mit den Palästinensern nannte, berichtet die Washington Post, dass US-Außenministerin Hillary Clinton dieser Sicht der Dinge nicht ganz zustimme. Es sind nur Nuancen, aber die sind nicht uninteressant:

Asked about those comments during an appearance before a panel of the House Appropriations Committee, Clinton said she did not want to „prejudge the Israeli position until we’ve had face-to-face talks.“ But she then cautioned that Israel was unlikely to gain support for thwarting Iran unless there were visible efforts to achieve Palestinian statehood.“For Israel to get the kind of strong support it’s looking for vis-a-vis Iran it can’t stay on the sideline with respect to the Palestinian and the peace efforts, that they go hand-in-hand,“ Clinton said.

Mit anderen Worten: Die Frage einer Errichtung eines Staates Palästina geht einher mit der Regelung des Problems einer behaupteten nuklearen Bedrohung, die für Israel von Iran ausgehe. Mein Gefühl: Da kann der Perlentaucher noch so oft die Achse des Guten und Lizas Welt als referenzgrößen bei der Bewertung Ahmadenijads und anderer Idioten zitieren. Da kann Ahmadenijad noch so große Empörung hervorrufen in hiesigen Leitartikeln. Einer Regelung der Nahostkrise werden weder er noch eine noch so extremistische israelische Regierung im Weg stehen können. Für Israel stellt sich die Frage: Integration in den Nahen Osten – oder Isolation?

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