Soli Shahvar: Hitlers Wiedergänger besser für Israel als Mousavi

Ein Blick auf seine Publikationsliste verrät es: Soli Shahvar, Leiter des Ezri Center for Iran and Persian Gulf Studies an der Universität Haifa, ist zu akademischen Weihen gekommen, indem er den Antisemitismus, der im Nahen und Mittleren Osten existiert, entlarvt, einordnet und kategorisiert hat. Dass dabei Antisemitismus, Antizionismus bzw. Israelkritik von ihm mitunter fröhlich identifiziert worden sind, versteht sich fast von selbst. Der Mann weiss, auf welcher Seite sein Brot mit Butter beschmiert ist. Und so nimmt es kaum Wunder, dass er in einem Artikel in Ynet vor der iranischen Bombe warnt. Bemerkenswerterweise dabei, dass er sich nicht etwa auf den (noch?) amtierenden Staatspräsidenten Ahmadinejad bezieht, sondern auf seinen schärfsten Herausforderer:

Many people will breathe a sigh of relief should Mir-Hossein Mousavi be elected as Iran’s president. The question is whether a Mousavi victory and Ahmadinejad defeat will indeed serve Israel’s strategic interests, and the answer is probably ‘no.’

All jene Gruppierungen, Initiativen, Blogger und sonstige Personen, die ihre Identität als Israel-Freunde auf einem anti-iranischen Affekt basieren lassen, dürfen aufatmen. Ihr Seelenfriede aka Alarmismus ist erstmal gesichert, dank Dr. Shahvar, Propagandist gegen die Gefahr aus Teheran.

There is no doubt that Israel is interested in seeing a liberal regime that is less hostile to it in Iran. Yet in light of the structure of Iran’s regime it could very well be that an Ahmadinejad win – and as result continued popular bitterness within Iran and the harsh approach to Iran on the international stage – is better for Israel.

Also: Israel mag sich zwar eine etwas freundlichere Staatsführung wünschen, wird aber mit einem anderen Staatschef als Ahmadinejad nicht glücklich werden. Stattdessen sollte es darauf hoffen, dass Letzterer es nochmals packt. Das dumme Wahlvolk wird dann merken, was es angerichtet hat und murren. Und das ist gut für Israel. Denn:

In a state where the president in fact implements the policy outlined by supreme leader Khamenei, a Mousavi win will enable Iran to break the isolation, grant an insurance policy to the Ayatollah regime, and bring it closer to the bomb.

Ach so. Weil die Welt einen Präsidenten Mousavi mit offeneren Armen empfangen wird als Ahmadinejad -den Star von Durban II -, wird das Ayatollah-Regime gestärkt werden und seinem Traum von der Bombe näherkommen. Man kann sich über Dr. Shahvars Text aufregen, soviel man möchte. Der Vorteil des Artikels: Er wird totsicher als Referenzquelle für bestimmte ehrlich besorgte Israel-Freunde dienen. Shahvars Argumente – wir werden sie wiedersehen (müssen).

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