Malte Lehming: "Panik ist ein schlechter Ratgeber. Deshalb ist es klug von der US-Regierung, ein wenig mehr Panik in Teheran zu verbreiten [sic!]."

Einige scheinen auf die Äußerungen von US-Vizepräsident Joe Biden, nach welchen die USA Israel bei einem Iran-Angriff nicht im Wege stehen würden, nur gewartet zu haben. Zum Beispiel Panikmacher Malte Lehming im Tagesspiegel:

Panik ist ein schlechter Ratgeber. Deshalb ist es klug von der US-Regierung, ein wenig mehr Panik in Teheran zu verbreiten [sic!]. Das schürt den Zwist innerhalb des Regimes, dessen inhumane Fratze täglich deutlicher zu Tage tritt. Schauprozesse, Todesurteile, Folter, Schlafentzug, Isolationshaft: Kein Instrument aus dem Repertoire des Unmenschen fehlt noch. Ein trotzig-schlichtes „Weiter-so“, wie es die dialogfixierte deutsche Politik empfiehlt, kann da weder das erste noch das letzte Wort sein.

Die Zeit der Abrechnung scheint in der Tat gekommen. Da passen Stilblüten wie die zu Anfang des Zitats verwendeten geradezu wie Arsch auf Eimer.
Lehmings Kommentar handelt nicht so sehr von Biden, sondern von nach Ansicht des Berliner Spitzenjorunalisten weichlichen bundesdeutschen Dialogbereitschaft mit bösen Mullahs. Das Wort „Appeasement“ vermeidet Lehming wohlweislich, in einem Leserkommentar wird ihm aber für „diese eindeutige Absage an die vorherrschende Appeasement-Politik Deutschlands und anderer europäischer Länder gegenüber Teheran“ von einem Jakob gedankt. Und wo wir schon einmal bei historischen Vergleichen sind, da ist auch Lehming ganz vorn:

Die Opfer vergessen nicht. Sie merken sich, wer in der Not ohne Not auf Seiten ihrer Peiniger stand. Kein freiheitsliebender Pole vergisst, wer während der Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 1981 Wojciech Jaruzelski mit Samthandschuhen anfasste. Kein DDR-Dissident vergisst, wer an gemeinsamen Strategiepapieren mit der SED bastelte und später die „Reformkommunisten“ beklatschte. Kein wahrheitsliebender russischer Journalist vergisst, wer Wladimir Putin zu seinem Busenfreund erklärt.
Und so werden sich auch die iranischen Oppositionellen ganz genau merken, wer die skrupellosen Machthaber ihres Landes durch bedingungslose Dialogbereitschaft ermunterte. In ihre Herzen wird sich einbrennen, wer im Westen den Westen vor einer „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ des Iran warnte. Politik muss pragmatisch sein. In bestimmten Momenten indes wird aus Pragmatismus Obszönität.

Und so kann nur der – von Lehming freilich unterschlagene – Beschluss: „Bomb Iran“(John McCain). Die Opfer eines – von Lehming offenkundig begeistert unterstützten – Angriffs auf den Iran, auch sie würden nicht vergessen. Weil sie tot wären. Das weiss Lehming. Und schweigt sich aus. Wie schrieb der Macher von Brodaganda über Spitzenmann Lehming:

Ein wichtiger Aspekt in George Orwells Beschreibung totalitärer Systeme wie Faschismus und Sozialismus ist die Doppelmoral. Unter anderem ausgedrückt in “Farm der Tiere” durch die passende Ergänzung der Gebote, durch Doppeldenk in “1984″ und in beiden Büchern durch die heimliche Umschreibung früherer Ereignisse, so als hätte es sie nie gegeben.

Daran wird man erinnert, wenn man einen Kommentar von Malte Lehming im Tagesspiegel liest.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s