“What do we all want? Some fun, that’s all”

In den Tel Aviv Sequenzen fand ich dieses Video. Gutgelaunte, sympathische und dabei kernig-männliche israelische Soldaten, die einfach nur „Fun“ haben wollen und mit einem unsichtbaren Gegenüber jenseits der Mauer Fußball spielen.

Hat in der Blogosphäre einiges Aufsehen erregt, dieser Werbespot für die israelische Telekommunikationsfirma Cellcom. Nach der Einschätzung von Noam Sherzav ist der Werbespot symptomatisch – nicht einfach nur für einige rechtsradikale Wirrköpfe, sondern für den Zustand des Mainstreams.

A well informed person in Europe or the US knows more about what’s happening in Ramallah or Hebron than your average Israeli, living only 30 minutes drive (if you can pass the roadblocks) from these towns. You can’t even blame the Israelis: In most Israeli papers and news stations, stories about the Palestinians are considered boring, practically a none-issue. You can see more of them on a European Channel than on Israeli TV. The current trend in the debate is refusing to use the word “occupation” – which is considered a radical lefty term – and even denying the very existence of a Palestinian people, as if we could only prove that they are not a nation, we wouldn’t be forced to give them individual rights. Israelis are living in a world of constant Cognitive Dissonance, in which it is possible to speak about our forever-united-Jerusalem, while in fact the city is already divided into two by a wall more than twice higher than the Berlin Wall.

Zusammen mit Phil Weiss frage ich: Was sagen Palästinenser zu so einem Spot?

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2 Gedanken zu ““What do we all want? Some fun, that’s all”

  1. vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass Cellcom darauf wert legt, dass es sich bei den Darstellern nicht um Soldaten handelt, sondern um Schauspieler – diese Angabe wird unten am Rand kurz eingeblendet.

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  2. "Symptomatisch" trifft das Problem sehr gut: die israelische Organisation "New Profile", die sich für eine Entmilitarisierung der israelischen Gesellschaft einsetzt, hat dazu eine Ausstellung entwickelt. Leider ist sie so weit ich weiß nur in Israel zu sehen – wirklich schade. Mir wurde erst da klar, wie stark israelisches Militär für Werbezwecke herangezogen wird: egal ob für Frischkäse, Anti-Depressiva oder für's Mobilfunknetz.

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