Jeffrey Goldberg hat gegenüber Nazis keine Rachegefühle. „Sie hörten kurz nach meiner Zeit in der israelischen Armee auf.“

Der Perlentaucher verlinkt Jeffrey Goldbergs Reaktion auf Quentin Tarantinos Anti-Nazi-Streifen „Inglourious Basterds“ und bringt ein ziemlich seltsames Zitat. Goldberg (Perlentaucher überflüssigerweise: „selbst Jude“) findet die im Film dargestellten Gewaltexzesse „ziemlich fehl am Platz“. Warum? Und jetzt kommt’s:

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich keine Racheträume mehr habe. Sie hörten kurz nach meiner Zeit in der israelischen Armee auf.

Was ist mit Goldberg passiert? Hat er in der israelischen Armee indirekt und stellvertretend Hitler und die Nazis besiegt? Und wenn das so ist: Wen hat er dann direkt und persönlich fertig gemacht? Wer waren die Nazis, gegen die Goldberg gekämpft zu haben meint? Palästinensische Zivilisten?
Ich bin über Goldbergs Aussage einigermaßen erstaunt – und doch nicht überrascht. Vielleicht und ohne es wirklich zu wollen, haben Aluf Benn, Abe Foxman und Marty Peretz eine Debatte angestoßen, an deren Ende Äußerungen wie die Goldbergs nicht mehr unkommentiert zitiert werden.

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