Mauern! Mauern Mauern!

Nein, dieser Eintrag handelt nicht von der Taktik, die ich meiner Borussia für das Spiel bei Werder Bremen am Sonntag empfehlen würde. Auf der Propagandaseite „60 Jahre Deutschland“ (allein schon der Titel!) steht zur Öffnung der Berliner Mauer unter der Überschrift „Irgendwann fällt jede Mauer“ geschrieben:

Und in dieser Stimmung erklimmen die Menschen die Mauer am Brandenburger Tor. Dort ist die Sperranlage mehr als meterdick, man kann bequem darauf stehen. Die vereinten Berliner tanzen, und bei den Grenztruppen denkt keiner daran, auf sie zu schießen. An manchen Stellen beginnen die Leute damit, die Grenzanlagen mit Meißeln zu bearbeiten und versuchen, das verhasste Bauwerk direkt einzureißen. Das scheitert zwar, aber an diesem Abend hat das Ende des eisernen Vorhangs begonnen.

Wann wird man dies auch über die anderen „Schutzwälle“, „Sperrzäune“ und „Sicherheitsanlagen“ in dieser Welt aus Mauern sagen können (via Lysis)? Und wenn ein Steffen Seibert auf die Frage, „Welches Ereignis der jüngsten deutschen Geschichte hat Sie persönlich besonders bewegt? Warum?“ antwortet:

Nicht sehr originell, zu sagen, dass es der Mauerfall war, aber was käme dem schon gleich – an Emotionen, an historischer Bedeutung? Dieser ganze Herbst / Winter 1989 hat mich gelehrt, dass es falsch ist, nur mit Realismus und Pragmatismus an Politik heranzugehen.

– meint er das dann ernst? Und würde er sich auch für einen Abbau der Mauer auf palästinensischem Land einsetzen? Oder ist das alles ohnehin nur Propaganda?

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