Solidarität mit Israel heisst auch: Eingestehen, dass den Palästinensern Unrecht widerfahren ist.

Dem Hinweis des geschätzten Betreibers von Gigi’s Sandbox ist es zu verdanken, dass ich soeben gut eine Stunde mit dem Hören der vertonten Version des Textes „Befind­lich­keit im Blick” von Marcus Hawel habe verbringen dürfen. Abgesehen von dem Umstand, dass ich mich immer wieder frage, warum deutschsprachiger Wissenschaftsjargon so dermaßen streng, wenn nicht angestrengt, vorgetragen werden muss, wie es der Sprecher des Textes tut, bin ich mit den meisten Aussagen Hawels einverstanden, und ich halte es für ausgesprochen angemessen, dass sich Hawel immer wieder auf Moshe Zuckermann bezieht. Hawel führt den Hörer durch den Dschungel deutscher Befindlich- und Begrifflichkeiten rund um das, was man gemeinhin als Nahostdiskussion in der politischen Linken hierzulande versteht. Hawel verdeutlicht, veranschaulicht und gibt zu verstehen: Hiesige Standpunkte zum Nahostkonflikt haben viel zu oft mehr mit „deutschen Befindlichkeiten“ (Zuckermann) zu tun als mit Realitäten vor Ort.  Hawel bezieht sich immer wieder auf Kernthesen Zuckermanns, liefert gleichsam eine Greatest-Hits-Zusammenstellung wesentlicher Aussagen und Einschätzungen des Tel Aviver Historikers zur Frage einer angemessenen Solidarität. Nicht zuletzt deshalb eine lohnenswerte Angelegenheit!

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