Die USA sind so kompromissbereit, dass sie bereit sind, Irans Demokratiebewegung und die Palästinenser zu vergessen.

Navid Kermani schreibt zur derzeitigen Gemengelage im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran:

„Bei den Massenprotesten, die nach der Präsidentschaftswahl am 12. Juni ausbrachen, hielten viele Demonstranten das Bild von Mohammed Mossadegh in die Höhe. Die Anerkennung der Regierung Ahmadinedschad durch das Weiße Haus lässt befürchten, dass der Westen bereit ist, die iranische Demokratiebewegung erneut im Stich zu lassen, sollte es dafür einen Kompromiss in der Atomfrage erzielen. Leider weist kein Schild nach Ahmadabad.“

Und weil Obama gern Netanyahu an einen Tisch mit Abbas bekommen würde, damit er in die Geschichte eingehen kann als peacemaking president, ist er auch bereit, die Sache mit Gaza zu vergessen und die Dinge bezüglich der israelischen Siedlungen in Westbank und Ostjerusalem auch nicht mehr so eng zu sehen. In Anlehnung an Kermani ließe sich sagen: Es steht zu befürchten, dass der Westen bereit ist, die Palästinenser erneut und diesmal endgültig  im Stich zu lassen, sollte es dafür einen weiteren  Kompromiss in der Palästinafrage erzielen.

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