„Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, gehn wir zu ihr“

Und noch ein paar Anmerkungen zum Fall der Berliner Mauer, dessen ja am Montag im Rahmen einer gigantischen Freiheitsshow gedacht wurde. Von welcher Freiheit bei dieser Show offenkundig, unwidersprochen und garantiert ideologiefrei ausgegangen worden ist, bringt der Betreiber des Exportabel-Blogs so passend wie provokant auf den Punkt:

Überhaupt: Dass jetzt ständig von der „Freiheitsliebe“ der DDR-Bürger geredet wird, ist nur möglich, weil der Freiheitsbegriff in kapitalistischen Gesellschaften pervertiert ist. Eigentlich geht es doch nur darum, sich den neuesten Plasma-Fernseher ohne Wartezeit holen zu können. Anderes Beispiel: Die Bundesfinanzaufsicht BaFin erklärte im Sommer 2009, dass sie schon ein Jahr zuvor über die katastrophale Schieflage bei der Hypo Real Estate Bescheid gewusst hatte. Warum sie nicht eingegriffen haben? Weil ein „direkter Eingriff in das Geschäftsmodell kaum vereinbar mit der unternehmerischen Freiheit“ gewesen wäre, wie eine Mitarbeiterin offenherzig angab.

Tja, sehr nachvollziehbar. Warum muss ich in diesem Zusammenhang nur an unseren jetzigen Außenminister Westerwelle denken, der vor Jahren warnte, man solle sich vor der politischen Linken hierzulande hüten, denn diese wolle eine andere Republik? Und warum will mir bis heute nicht aufgehen, was Westerwelle daran so verwerflich findet – außer, dass er die Freiheit weiterhin nach seinem Gusto zu genießen gedachte: pervertiert…

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