Von Antisemiten, die in ihrem Antisemitismus nicht gestört, aber doch auch geliebt werden möchten

Genau wie Hartmut Finkeldey kann auch ich nur über den Verfasser der folgenden Zeilen den Kopf schütteln, um es nett auszudrücken:

Wo immer ein Abzock- oder/und  Betrugsfall aufgedeckt wird,  kann man mit 100% Sicherheit annehmen,  da steckt immer ein  Jude dahinter. Und genauso sicher wird auch jeder als Nazi, Rechtsextremist und Antisemit verurteilt,  der diese offenbar in ihren Genen liegende   Charaktereigenschaft (Betrug) bei Juden kritisiert und verurteilt.

Übersetzung: Da will sich jemand nicht als Antisemit bezeichnen lassen, wenn er Antisemitismus betreibt. Alle Israel-Freunde, die hinter jedem, dem auch nur die Farbe des „antiantisemitischen Schutzwalls“ – mausgrau statt steingrau – nicht recht behagen mag, einen Antisemiten vermuten, aufgepasst: Es gibt sie wirklich, die echten Judenhasser! Man braucht gar nicht lange suchen.

Interessant dabei, dass der Typ sich eine ähnliche Technik zunutze zu machen trachtet, wie etwa islamophobe „Islamkritiker“, die sich gegen „Kritikophobe“ ((c) SpOn bzw. Perlentaucher) mit dem Hinweis zur Wehr zu setzen versuchen, diese seien nur „Gutmenschen“ ((c) Joseph Goebbels), die sich in ihrer politischen Korrektheit allzu sehr selbst gefielen.

Auch Antisemiten wollen sich in ihrem Wahn nicht stören lassen – und doch dazu gehören. Dass der Kampf gegen Antisemitismus momentan in der Krise steckt, wird auch an obigem Zitat mehr als deutlich: Demnach gilt es noch immer nicht als unfein, Judenhass zu verbreiten – wohl aber, als Antisemit bezeichnet zu werden.

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