Fallstudie Debattenkultur: Die Kritik der Bischöfin und die Tricks des Oberst Klein

In den Zeiten der Bibel unterschied man gern zwischen jenen Propheten, die nur den irdischen Herrschenden nach dem Mund reden, und jenen, die Gott zur Sprache bringen, und sei es gegen jede gesellschaftliche und religiöse Konvention. In Zeiten unserer ach so wehrhaften Demokratie kommen dann noch solche „Propheten“ dazu, die mit dem Jargon der Nonkonformisten nichts Anderes betreiben als die Propaganda der Mächtigen. Ab und zu gibt es ein paar Bauernopfer, damit der Spuk nicht auffällt bzw. der Verblendungszusammenhang bestehen bleiben darf. Jüngstes Beipiel: Bischöfin Käßmann.

In Zeiten, da eine Medienbischöfin zur Rebellin für die ganz heißen Eisen, wenn nicht Verräterin am guten Werk, das „unsere Jungs“ leisten, aufsteigt, bloß weil sie sich ein Mü nachdenklicher als anscheinend erlaubt, zum Afghanistan-Einsatz der Rechtsnachfolgerin von Hitlers Wehrmacht äußert, drohen die eigentlichen Skandale unter den Tisch zu fallen. Aber nicht mit Hartmut Finkeldey:

Wenn diese Vermutung zutrifft, gehört der Mann m.E. eingeknastet.

Und diejenigen, die vor kurzem noch Oberst-Klein-Elogen zusammengeschmiert haben, sollten mal ein wenig in sich gehen…wenn sie wissen, was das ist.

PS: Zu Guttenberg, der nichts kann und nichts ist außer Ex-Coupon-Schneider, wird natürlich auch diese Zuspitzung überleben. Solche Typen fallen immer auf die Füsse…

Und die wohlmeinendsten und besorgtesten Geister weinen weiterhin vor Rührung bei „Jerusalem of Gold“…

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