Alles eine Frage der Ablenkung

Ja,  die Regierung im Iran wird angeführt von einer Junta kühl kalkulierender Technokraten-Mullahs, die die Tatsache, dass in breiten Teilen dieser Welt Menschen Anstoß nehmen an der israelischen Besatzungs- und Siedlungspolitik so trefflich auszunutzen vermögen, dass sie auch hierzulande ihre volksfrontalen Freunde gefunden haben.

In einem Gespräch mit Inge Günther räumt der israelische Politologe Meir Javedanfar sowohl diese, als auch eine andere Wahrheit ein:

Israel hält sich alle Optionen offen, auch die militärische. Wie wahrscheinlich ist ein Angriff oder will die Regierung nur damit drohen?

An der militärischen Option hat Israel ständig festgehalten. Premier Benjamin Netanjahu erwähnt sie immer wieder aus zwei Gründen. Zum einen will man den Iranern Druck machen, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Weil nun mal das Problem von Gesprächen ist, dass die Iraner dabei den Forderungen trotzen oder auf Zeit spielen. Die Militäroption steht dafür, dass ein solches Verhalten einen Preis hat. Und natürlich will Israel auch dem Westen verdeutlichen, dass das Potenzial zu einem Militärschlag da ist. Eine Option, die schlimmer und weitgreifender wäre als Sanktionen.

Die Militäroption ist somit eher taktisch zu verstehen?

Zum Teil ja. Über sie zu reden, lenkt natürlich auch vom Thema Nahost-Friedensprozess und Siedlungspolitik ab, was der israelischen Regierung als Nebeneffekt durchaus willkommen ist.

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