„Laucha. Dies ist eine Familiengeschichte.“

rhizom macht seine LeserInnen auf ein Drama besonderer Art aufmerksam:  Ein 17jähriger gebürtiger Israeli ist im sachsen-anhaltinischen Laucha überfallen worden. Warum das Wort Familientragödie in diesem Zusammenhang angebracht ist, wird u.a. hier verdeutlicht. Bin bestürzt. Jedes weitere Wort ist an dieser Stelle zuviel.

4 Gedanken zu “„Laucha. Dies ist eine Familiengeschichte.“

  1. Wobei ich immer wieder verwundert bin über solche Aussagen wie die von Tsipi Lev:

    „Nie hätten wir gedacht, dass uns hier etwas passieren kann“

    Und das in Ostdeutschland in einer Kommune mit 13,5 Prozent NPD-Wählern. Die Gefahr für einfach irgendwie „andere“ Menschen ist real, das spürt man teilweise schon, wenn man da mal rumläuft.

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  2. Nein, nicht wirklich. Aber Abneigung spürt man da schon, teilweise eben, das kann man ja auf keinen Fall über einen Kamm scheren. Setz dich mal auf der Durchreise in Ostdeutschland in einem Kaff in ein Lokal: Ich habe noch nirgendwo weltweit festgestellt, dass du als Fremder auf eine solche Mauer der Ablehnung stoßen kannst, alleine durch deine Anwesenheit. Und wenn ich schwarz wäre, wäre das höchstwahrscheinlich noch eine ganze Spur härter.

    Aber das ist natürlich alles erklärbar und letztlich kein Wunder.

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    1. Ich für meinen Teil bin zudem zunehmend verzweifelt damit befasst, „Laucha“ nicht zu instrumentalisieren, etwa indem ich hämisch auf die Worte einer Charlotte Knobloch, kolportiert durch die WELT (auf den Punkt gebracht: „rechts = links“, wenn nicht: „Links ist das neue Rechts“) zu sprechen komme…
      Wie geschmacklos eine solche Instrumentalisierung ist, zeigt ein anderes, aktuelles, relevantes Beispiel:
      Nach dem Anschlag auf die Wormser Synagoge hat es ein Arbeitskreis Antifaschismus/Antirassismus der HNE Eberswalde für günstig, statthaft, vielleicht sogar notwendig erachtet, anstatt seiner eigentlichen Arbeit nachzugehen, sich ein fettes Stück vom Diskurskuchen einzuverleiben (Danke an Schmok für den Hinweis…). Und das will ich nicht. Was mich aber erschreckt, an mir selbst: Der entsprechende Beißreflex ist vorhanden.

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