„Today I am addressing the ongoing Nakba and Jewish Conscience“

Phil Weiss zeigt sich beeindruckt von Marc H. Ellis und seinem Vortrag „The Ongoing Nakba and the Jewish Conscience“, den Ellis am 27. Mai im Palestine Center in Washington D.C. gehalten hat.

Hier das Video: The Jerusalem Fund.

Ellis hat recht. Die Nakba dauert an, und sie wird weitergehen, so lange israelische Politik auf nichts Anderem beruht als der Fortsetzung der Besatzung von Gebieten jenseits der Grünen Linie und auf der Kriminalisierung der Erinnerung an die Nakba. Die Besatzung von Westbank, Gazastreifen, Golan und Ostjerusalem begann 1967. Die Nakba ist mit dem Jahr 1948 verbunden. 1967 ist ein Ausläufer der Nakba. Und sie geht weiter – mit jeder weiteren Siedlung, mit jeder weiteren Ausweisung von Palästinensern, mit jeder weiteren Häuserzerstörung. Mit jedem neuen Versuch, jenen Automatismus, der es  erlaubt, alle Kritiker israelischer Siedlungs- und Besatzungspolitik mit Antisemitenstempel zu bearbeiten. Mit jedem neuen Versuch, Israelis und Juden entsprechend automatisch gleichzusetzen.

Die Nakba wird weitergehen, so lange Herrschende und ihre Propagandaabteilungen (und damit meine ich im Besonderen auch unsere ach so kritischen Intellektuellen) nicht davon ablassen, das Leid des einen mit dem Leid des Anderen aufzurechnen. Wenn Ellis von „revolutionary forgiveness“ spricht – versteht man ihn da eigentlich?

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