Grundsätze israelischer Polizeiarbeit

Israel, die einzige Demokratie im Nahen und Mittleren Osten, tut nicht erst seit Neuestem einiges, um sich besser in seinem politisch-geographischen Umfeld zu integrieren – Hauptsache, man steht noch auf der richtigen Seiten, so wie Ägypten, Jordanien oder Saudi-Arabien, allesamt alles Andere als demokratische Staaten, aber Seit‘ and Seit‘ mit der westlichen Wertegemeinschaft.

Ob es das Verbot ist, in Israel öffentlich an die Nakba zu erinnern, oder um Versuche, arabischen Knesset-Abgeordneten deren politische Immunität streitig zu machen, die Regierung Netanyahu macht es ihren eigenen Apologisten weltweit nicht gerade leicht – und kann doch so sicher sein, dass sich besagte Fans überschlagen – um dann irgendwie das Thema zu wechseln. Verantwortung übernehmen für Besatzung, Blockade, Siedlungsbau etc. – das muss Israel nicht.

Noam Sheizaf bleibt beim Thema. Und er stellt heraus, worin der Unterschied für israelische „“Sicherheitskräfte“(stern, tagesschau) bei der Durchsetzung israelischer „Sicherheitspolitik“(n-tv) besteht. Auf die unterschiedliche Behandlung verschiedener Demonstranten angesprochen, gibt Moshe Strol, pensionierter Polizist mit reicher Erfahrung in Sachen crowd control folgendes zu Protokoll:

As a policeman, I was in thousands of demonstrations. I want to tell you, not in a politically correct way: in demonstrations of Arabs the finger on the trigger is very easy. Demonstrations of Haredim (Ultra-Orthodox Jews) are treated with kid gloves. Demonstrations of left-wing activists on Friday also means trigger-happy cops. Rightwing activists in the settlements which break olive trees and beat the Border Police are also treated with kid gloves.

Darin bestehen also Grundsätze israelischer Polizeiarbeit: Palästinenser und Linke werden nicht geschont, Ultra-Orthodoxen und Aktivisten der politischen Rechten in Israel wird mit Verständnis begegnet. Und noch was Abgeschmacktes zum Schluss: Israel ist eben ein Rechtsstaat.

4 Gedanken zu “Grundsätze israelischer Polizeiarbeit

        1. Ich gebe zu, mir fehlt die Geduld eines Schmok (wie in diesem, mich schon beim Lesen kirre machenden, Kommentar- ähem… – Austausch mit einem Leser, der es mal wieder ganz genau weiss), aber ein wenig substanzhaltiger könnten Deine Beiträge schon sein, findest du nicht auch?

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