Mord ist Mord ist verwerflich und verdammenswert.

Davon kann mich auch die, meinem Empfinden nach, recht einseitige Berichterstattung im Deutschlandfunk heute früh nicht abbringen: Der vom sog. „militärischen Arm“ der Hamas verantwortete Mord an vier Siedlern unweit Hebron ist – aus politischer, strategischer, nicht zuletzt aber, moralischer Perspektive verwerflich, verdammenswert und falsch. Warum? Weil Mord Mord ist. Punkt.

10 Gedanken zu “Mord ist Mord ist verwerflich und verdammenswert.

    1. Gute Frage – aber wie so oft, geht es, scheint mir, wohl nicht so sehr um gelebtes Leben in Israel-Palästina, sondern darum, wie man darüber zu denken sich und anderen erlaubt. Und wenn es nur um die Frage geht, wer den Diskurs mit welchen Mitteln beherrscht, geraten Menschen und deren Leben aufs Abstellgleis… Und der Faktor des Begeistert-Seins von der eigenen Brillanz spielt, gerade in Bloggerkreisen, eine nicht unwichtige Extrarolle…

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  1. Dankeschön. Aus halbprivaten Gründen machen die mich gerade völlig fertig, diese Litaneien. Deshalb bin ich immer heilfroh, dass es Blogs wie das Deine zu diesem Thema gibt, wo es differenzierter und konkreter zur Sache geht. Musste ich auch mal los werden!

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  2. Der Mord wird ja derzeit nicht nur berichtet, sondern auch schön ausgenutzt, wie man hier [1] sehen kann.

    Ich habe gerade folgenden Kommentar an den Autor geschickt:

    an Herrn Johannes Gerloff. Zu ihrem Artikel auf israelnetz.com [1]:

    Sie behaupten, die Waffen hätten geschwiegen. B’tselem verzeichnet in dieser „Schweigephase“ seit dem Gazakrieg Anfang 2009 100 palästinensische Opfer (und fünf israelische, übrigens!) [2].

    Die UN listet allein in 2010 (bis Juli) 800 Verletzte im Westjordanland (die Mehrzahl bei Demonstrationen, aber nicht wenige bei „Siedleraktivitäten“ und Aktionen des israelischen Militärs [3], ja, die Ruhe lässt sich mit Händen greifen!). Seit Anfang des Jahres wurden auch mehr als 220 Gebäude in Ostjerusalem zerstört, um die dortigen Palästinenser weiter zu vertreiben. Im Gaza-Streifen wurden dazu noch 40 Menschen getötet und 170 verletzt (ebenfalls seit Anfang des Jahres). So viel also zum Schweigen der Waffen! UND über diese Opfer wurde noch nicht einmal wirklich berichtet. Sie spielen keine Rolle! Ekel!

    [1]: http://www.israelnetz.com/themen/hintergruende/artikel-hintergrund/datum/2010/09/01/das-ende-der-ruhe-vor-dem-sturm-1/
    [2]: http://bit.ly/aiyd8z
    [3]: http://bit.ly/9ZiXJx

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  3. Du hast ja recht. Aber – warum ist dieser Mord „Breaking News“ -und alle palästinensischen Toten (es sollen in diesem Jahr schon 50 gewesen sein), die auf palästinensischem Gebiet durch Israelis getötet werden, meist nicht mal eine Erwähnung in den Nachrichten? Da vergeht mir das Verurteilen.

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      1. Habs gesehen, danke. Da kommt auch wieder mehr Content, hoffe ich, wenn der Ramadan vorbei ist. Bei mir liegen zwei Artikel, die etwas mehr Aufwand brauchen – mal sehen, ob sie dann noch aktuell sind.

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