Schmok – lesen, was weh tut

Machmal kommt mir Schmok vor wie ein in deutscher Sprache schreibender Norman Finkelstein – nicht nur, dass er fundiert und pointiert Kritik übend dahin geht, wo es weh tut. Nein, er ist nicht nur ein Polemiker, sondern ein harter Textarbeiter. Wo andere, meine Wenigkeit eingeschlossen, ihr Heil in der noch dämlichsten sprachlichen Pointe suchen, weist Schmok am jeweiligen Text nach, wo der Hase im Pfeffer liegt. Manchmal erinnert mich sein Ansatz auch an die von Edward W. Said formulierte Maxime, „Speak truth to power“, d.h. ihm geht es immer darum, nachzuweisen, wer auf welche Weise welche Lüge in die Welt setzt – und wessen Machtkalkül damit gedient sein soll.Schmok ist sich nicht zu schade, die schriftlichen Erzeugnisse noch der finstersten Dunkelmänner und der schmierigsten Schmierfinken genau zu studieren und auf diese Weise Denkfehler, Vorurteile, blanken Rassismus – oder aber Antisemitismus nachzuweisen.

Um Antisemitismus geht es Clemens Heni auch – in aller Welt bekannt als Denunziant für die Sache Israels. Merke: Wenn der Zionismus zu fungieren hat als die Antwort auf Antisemitismus, dann darf diese Antwort niemals überhört oder vergessen werden. Ergo: Es muss Antisemitismus geben. Was Moshe Zuckermann in seinem jüngsten Buch konstatiert, bestätigt sich bei Geistern wie eben jenem, der im Körper von Clemens Heni wohnt. Über ihn, aber auch über den Meisterjournalisten Alex „FC Bayern“ Feuerherdt oder Politkommissar Tilman Tarach schreibt Schmok:

Denn auf die (historischen) Tatsachen kommt es ihnen gar nicht an. Widerlegt man ihre Behauptungen, finden sie einfach neue, um ihre Feinschaft zu legitimieren. Man kann diesen Leuten nicht alleine mit Empirie beikommen. Man muss ihre Vertreter zusätzlich als das entlarven, was sie sind: auch nur gewöhnliche, im Kleid des “Judenfreunds” auftretende Antisemiten.

Liebe Gemeinde, verehrte Leserinnen und Leser, lest und staunt: Schmok hat wieder zugeschlagen.

5 Gedanken zu “Schmok – lesen, was weh tut

  1. Hab ja auch schon ganz brav Abbitte bei Schmok geleistet und ihn mit guten Gründen in meine Blogroll aufgenommen😉

    gegen Heni habe ich vor, ich glaube, 4,5 Jahren zum ersten mal polemisiert. Mir ist derzeit keine peinlichere Type bekannt als der. Posener hats so richtig gut getroffen: Ein Juden…äh,äh,…Antisemitenriecher vom Feinsten,…äh,äh… Schlimmsten. Eine wirklich üble Type. Normalerweise traue ich mir keine Ferndiagnose zu, hier schon: Der ist innerlich verwahrlost. 1933 hätte der den Cossmann gemacht…wenn ihm das Schicksal nur eine jüdische Geburt geschenkt hätte. Und das darf man so zitieren.

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s