„You don’t step on someone’s head and tell him he should shave at the same time.“

Nichts gegen Uri Avnery, Gideon Levy oder Shulamit Aloni – aber noch kaum wahrgenommen worden ist, so scheint mir, unter hiesigen „Nahost-Interessierten“ (Sprachregelung Pax Christi😉 eine Gruppe junger, frischer, kritischer, radikaler israelischer Journalisten bzw. Aktivisten, die sich in den Gefilden der social networks breitgemacht haben, um dem Motto „You don’t step on someone’s head and tell him he should shave at the same time.“ Ausdruck zu verleihen. Sie kritisieren die Besatzungspolitik der israelischen Regierung, weil sie es als ihre Verantwortung verstehen, die Politik ihres Landes unter die Lupe zu nehmen. Es geht dabei nicht so sehr um irgendeine Art von kritischer Vaterlandsliebe, sondern darum, die Fehler bei sich selbst – auch der eigenen Person zu suchen und zu finden. Auch scheint es nicht darum zu gehen, das schlechte Gewissen nichtjüdischer, philosemitisch eingestellter Israelkritiker zu beruhigen. Konkrete Begebenheiten, aktuelle Ereignisse und eigene Aktionen, dafür steht diese Gruppe – manche nennen sie schon Generation. Es ist die Generation jener Israelis, die ein Israel ohne Besetzte Gebiete niemals kennengelernt haben und dennoch fühlen, wie sich dieser Staat selbst immer stärker delegitimiert. Diese Generation ist Zeugin eines Verbrechens.

Ich empfehle ausdrücklich Websites wie 972, Joseph Dana, Wish You Orwell, Coteret – und Promised Land, den Blog von Noam Sheizaf. Hier ein Video, das Noam Sherzaf bei einer Veranstaltung kürzlich in New York zeigt.

Sheizaf ist der Hänfling auf der rechten Seite. Links: Sein Diskussionspartner oder besser. -gegner, David Saranga, früher tätig beim israelischen Konsulat in New York. Phil Weiss war mit im Publikum dabei und ist völlig hin und weg von Sheizaf:

I say that he is a future leader. Anyone who meets him sees this in him. He is softspoken, attractive, mature, confident, and thoughtful. He is Tel Aviv elite; and he is also a captain in the IDF reserves who has refused to serve in the Occupied Territories; and his hatred of Palestinian oppression became the theme of the evening.

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