Die Hamas bietet Israel Frieden und Koexistenz in den Grenzen von 1967 an.

Bitte dick im Kalender anstreichen. Auf den 1. Dezember 2010 datiert ein denkwürdiges Ereignis. Schmok meldet:

Die Hamas bietet Israel Frieden und Koexistenz in den Grenzen von 1967 an. Das berichtet jedenfalls Reuters. “Hamas would honor referendum on peace with Israel.”


Und weil man hierzulande dazu keinerlei Informationen findet – jedenfalls nicht in den als respektabel geltenden Blättern und Medien, zitiert Schmok den österreichischen Standard:

“nicht das erste Mal, dass die radikal-islamische Hamas diese Bereitschaft signalisiert. Israel hatte die genannten Bedingungen in der Vergangenheit zurückgewiesen. Eine Aufnahme mehrerer Millionen Palästinenser ist aus israelischer Sicht inakzeptabel, weil dies den jüdischen Charakter des Staates untergraben würde.”

Doch auch der Standard spielt munter mit beim Spiel „Es geht nicht darum, was richtig ist, sondern darum, wer Recht hat“. So ist man sich in besagter Redaktion nicht zu schade, folgenden Hinweis auch ja nicht zu unterlassen:

Die Hamas-Charta ruft zudem weiterhin zur Zerstörung des Staates Israel und zur Gründung eines islamischen Staates auf dem Gebiet des historischen Palästina auf. Außerdem hat die radikal-islamische Bewegung stets an dem Verbot festgehalten, auch nur Teile Palästinas an einen jüdischen Staat abzutreten.

Manchmal hat man durchaus den Eindruck, dass die Worthülsenpackerei der etablierten Meinungs- und Meldungsmedien, wenn es um Israel-Palästina geht, einem Textbuch folgt.
Man muss wahrlich kein Verfechter der Sache Hamastans sein, um den jüngsten Vorstoß zumindest bemerkenswert zu finden. Ein Grund, Ismail Haniye dafür den Friedensnobelpreis zu verleihen, besteht andererseits auch nicht. Die Beispiele Rabin, Peres, Arafat und Obama haben uns vielleicht vergessen lassen, dass es darum allerdings auch in keiner Weise geht.

2 Gedanken zu “Die Hamas bietet Israel Frieden und Koexistenz in den Grenzen von 1967 an.

  1. Die Hamas werde Israel niemals anerkennen, sagte Ministerpräsident Ismail Hanijeh vor Zehntausenden Anhängern in Gaza-Stadt zum 23. Jahrestag der Hamas-Gründung.

    Im November waren Spekulationen aufgekommen, nach denen die Hamas von ihrem Ziel der Zerstörung Israels abrücken könnte. Hanijeh hatte angedeutet, die Hamas könnte eine Volksabstimmung über einen Friedensvertrag akzeptieren, der einen Palästinenser-Staat auf dem von Israel 1967 eroberten Gebiet vorsieht.

    http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE6BD0H620101214

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  2. @
    „Zehntausende Palästinenser kamen zur Jubelfeier anlässlich der Hamas-Gründung vor 22 Jahren nach Gaza – viele freiwillig, andere, weil sie es sich nicht mit den Radikalislamisten verscherzen wollten. Und wie bei allen Hamas-Großdemonstrationen zuvor schlug wieder die Stunde der großen Worte: Hamas-Führer Ismail Hanijah wollte den Staat Israel wieder von der Landkarte verschwinden lassen.

    „Palästina vom Mittelmeer bis zum Fluss Jordan ist ein islamisches Gebiet, das nicht Gegenstand von Konzessionen ist“, rief Hanijah im Stakkato-Ton den Massen zu. „Wir werden Israel niemals anerkennen.“ Und selbst ein weiterer Krieg Israels werde die „Stärke …“
    http://www.n-tv.de/politik/dossier/Hamas-laesst-die-Muskeln-spielen-article639661.html

    Soviel zum „Friedensangebot“ der Hamas.

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