Ahmed Daana, 12 Jahre alt

Israel tötet. Doch es sind Palästinenser die in der Darstellung hiesiger Nachrichtenmedien den Frieden stören, egal ob es sich bei ihnen um „militante“, „islamistische“, „extremistische“ Palästinenser handelt – oder um Kinder. Via Mondoweiss erreichen uns Bilder von der Verhaftung eines palästinensischen Jungen durch israelische „Sicherheitskräfte“ in Ostjerusalem am gestrigen Tage. Ahmed Daana, 12, soll Steine geworfen haben.

Ahmed Daana, 12, wird vor den Augen seiner Mutter und Brüder von israelischer Polizei davongefahren.
Ahmed Daana, 12, wird vor den Augen seiner Mutter und Brüder von israelischer Polizei davon gefahren.

Was soll man noch sagen, außer: weitere Bilder hier.

18 Gedanken zu “Ahmed Daana, 12 Jahre alt

  1. „Was soll man noch sagen…“

    Frag doch mal „yael1“, was sie dazu sagt. Wahrscheinlich: „Pihuk!“
    Und der Hinweis auf israelische Verbrechen ist natürlich Antisemitismus.

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    1. Das war nun das letzte Mal, dass Du hier User persönlich angehst. Ich glaube Dir kein Wort, dass Dir die Situation der Palästinenser irgendwie wichtig wäre, denn sonst würdest Du die Geschichte von Ahmed Daana nicht instrumentalisieren. Ehrlich: Für Kommentare wie den von Dir gegebenen ist noch meine eigene Kotze zu schade. Ich werde fortan von mienem recht Gebrauch machen und Kommentare, sollten Sie m.E. auch nur den Eindruck erwecken, Deinem Hirn zu entspringen, löschen.

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  2. Undenkbar natürlich, daß die deutsche Polizei einen zwölfjährigen Steinewerfer festnehmen würde!
    Wo käme man da hin!
    Und dann wird dieser auch noch vor den Augen seiner Eltern verhaftet!
    Wo waren die eigentlich, als der Junge sich entschied, Steine gegen Polizisten zu werfen?

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    1. Nein, er wird in D nicht verhaftet.
      Er würde eine Vorladung bekommen, wo er mit seinen Eltern
      oder einem Anwalt vernommen wird.
      Anschließend darf er wieder nach Hause.

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  3. Wenn ich den Jungen auf der Photostrecke sehe, dann rührt es auch mir das Herz.
    Wie ein Verräter an mein Herz komme ich mir vor, wenn ich nur dieses Wort benutze: „aber“.
    Das „aber“ habe ich im ersten Schreiben beantwortet.
    Und zusätzlich werde ich hier Zeuge meiner eigenen Verwundbarkeit gegenüber der Wirkung der Bilder.
    Diesen Jungen stelle ich mir nicht vor als grimmig-zynischen Mörder, der einst das Leben anderer mißachtet.
    Und doch, als Steinewerfer ist er geschnappt. Er hat das selbst herausgefordert.
    Mag sein, eine Bagatelle; aber es ist keine Bagatelle, nicht dort, wo einem Stein schnell ein Gewehrschuß, eine Rakete folgt.
    Wenn er seinem Alter nach noch nicht für „voll“ genommen werden sollte, was nachvollziehbar ist, dann frage ich mich nochmal: wo waren seine Eltern?
    Und die Wirkung der Bilder, warum soll ich mir gefallen lassen, daß sie mein Herz manipulieren, und mir Recht als Unrecht vorgaukeln?
    Gnade vor Recht, einem Kind allemal.
    Aber, Kinder brauchen auch die Grenzen aufgezeigt, denn sie werden sich auch als Erwachsene daran orientieren.
    So erhoffe ich mir von der Polizei, daß sie den Jungen mit der nötigen (gerechten) Strenge behandelt, ihn aber nicht mißhandelt.
    Vielleicht lernt der Junge auf diese Weise, daß Juden nicht die Unmenschen aus dem TV sind.
    Eines hat er nun gelernt: Handeln hat Konsequenzen.

    Den Eltern wünsche ich die Besonnenheit, ihr Kind nicht zum blinden Hasser zu erziehen.

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    1. Bin angesichts Deiner Worte so angetan wie zwiegespalten. Ich frage mich immer: Hat der Junge je die Chance gehabt, Juden anders wahrzunehmen, denn als Unmenschen, d.h. als Besatzer, Unterdrücker und Landräuber? Wird der Junge wirklich lernen: „Handeln hat Konsequenzen“ oder doch eher „Handeln hat Konsequenzen, wenn D auf der (vermeintlich) falschen Seite stehst“? Es gibt Kinder in seinem Alter, denen wird der Hass mit der Muttermilch eingeimpft – etwa dass Palästinenser Hunde sind, egal wie wehrlos sie sein mögen. Ich denke an Bilder aus Hebron, ich denke an „Belagerungstouristen“ bei Gaza. Ich denke an jedes Kind, das in einer jüdischen Siedlung aufwäschst. Ich denke an Siedlerkinder in der Jerusalemer Altstadt, die nur unter waffnetem Geleitschutz in ihre – von Palästinensern gesäuberte – Schule gehen können und denen erzählt wird, Araber/Palästinenser seien von Natur aus böse. Hatte Ahmed Daana jemals die Chance Juden anders wahrzunehmen? Du schreibst: „Vielleicht lernt der Junge auf diese Weise, daß Juden nicht die Unmenschen aus dem TV sind.“ Ich weiss nicht, wie das unter den gegebenen Bedingungen möglich sein soll.

      Ich bin sehr froh, dass Du Dich hier zum wiederholten Male zu Wort meldest, deshalb versteh meine Beanstandungen nicht als persönliche Kritik gegen Deine Person oder gar als Angriff.

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  4. Hallo und Guten Morgen, MondoPrinte, danke für Dein Entgegenkommen. (Möglicherweise wirst Du es bereuen, mein Text wurde doch etwas länger, als ich plante, so kommt eines zum anderen…)
    Deine Antwort auf mein Schreiben finde ich sehr interessant. Es gibt da so einige Stellen für mich zum „andocken“.
    An welcher Stelle also anfangen?
    Also ersteinmal so:
    im Mitleid Ahmed gegenüber sind wir uns wohl einig.
    Wiewohl, ich möchte behaupten, daß der Gedanke Ahmed bei israelischer Polizei zu wissen mich eher beruhigt. So beruhigt wäre ich sicher nicht, wenn er in die Hände der Miliz irgendeines muslimischen Landes geraten würde, um nur diese Möglichkeit zu nennen.

    Deine Frage „Hat der Junge je die Chance gehabt, Juden anders wahrzunehmen, denn als Unmenschen, d.h. als Besatzer, Unterdrücker und Landräuber?“ beleuchtet doch schon das Übel der Lage.
    Vorweg, das Übel ist nicht, daß israelische Polizei dort patrouilliert, daß Übel ist nicht einmal die „üble Lage“, sondern das eigentliche Übel rührt daher -wir bewegen uns hier am Schicksal eines Kindes-, daß Erwachsene ihren Kindern üble Botschaften vermitteln.
    Erwachsene erziehen ihre Kinder zu den zukünftigen Haßtätern und das ohne große Not.
    Juden werden die Bösen, weil sie Juden sind, Araber werden die Bösen, weil sie Araber sind.
    Das ist eine Lüge, und Ahmed wird das noch begreifen (so hoffe ich! Und wenn er es nicht schon weiß), und auch bei seinen Eltern will ich nicht blind sein.
    Tatsächlich weiß ich doch gar nichts von ihnen, ich weiß nicht, ob sie sich den von mir genannten Vorwurf anhören sollten. Sie könnten die liebsten Eltern auf der Welt sein, und trotzdem könnte sich die Situation so ereignet haben, wie sie sich ereignet hat.
    Momentan wird es wohl tatsächlich so sein, daß Ahmed meint, er lerne die Konsequenz daraus, daß er auf „der falschen Seite“ sei. Er ist noch zu jung, um sich ein umfassenderes Bild von der komplexen Lage zu machen.
    Er sieht israelische Polizei mit guter Ausrüstung, sie mögen ihm wie „Marsianer“ vorkommen, und er selbst lebt in einer scheinbar anderen Welt. Sein Blickwinkel ist zu bescheiden, um auch nur die Komplexität eines kleinen Landes wie Israel selbst zu verstehen.
    Ja, er saugt „Muttermilch“ und hört auf seinen Vater. Er hört, was seine Freunde sagen, wer weiß, vielleicht gehört dazu auch ein jüdisches Kind.
    Er hat eine für ein Kind sehr schlimme Erfahrung, nämlich von seinen Eltern weggerissen zu werden und nichts dagegen tun zu können.
    Aber er wird bald wieder bei seinen Eltern sein, womöglich werden sie alle zusammen über die Erlebnisse herzlich lachen. Es wird gut gehen.

    Wie es für die Araber (und sonstige „Bedenkenträger“) in Ostjerusalem/Israel aussehen mag, das ist eine Sache, wie es aber für die (arabischen und jüdischen) Bewohner aussieht, das ist eine andere.
    Die Bewohner müssen sich arrangieren, sie sollten nicht auf die Haßtreiber von außen hören.
    Besonnene Eltern wissen das, unabhängig davon, welches Unrecht sie erlitten haben mögen, sie wollen doch auch leben, und zwar als Menschen.
    Die Situation ist so wie sie ist, die Menschen haben nicht die die großen Freiheiten, die sie sich erträumen mögen.
    Aber es ist nicht in Ordnung, Israel als den bösen Aggressor (und wie schlimm manche hetzen!) darzustellen, und das als vermeintliche Wirklichkeit anzunehmen.

    Dein Link „via“ im Artikel führt zu dem Photo bei Mondoweiss, wo ein kleiner Junge sich im „Kraftfeld“ fünf israelischer Polizisten befindet, alle zwei bis drei Köpfe größer, in ihrer Ausrüstung noch doppelt so breit, vermummt…
    Alleine dieses Bild, es hat große Wirkkraft, aber ich bin nicht überzeugt, daß es „wohlmeinend“ ist. Zunächst einmal die einfache logische Schlußfolgerung, diese „Super-Polizisten“, das ist wohl jedem klar, sind eigentlich nicht unterwegs, um kleine Jungs zu verhaften. Und doch wird das Photo so angepriesen, als ob es so sei.

    Der Text unter dem Bild:
    „ There’s an astonishing series of photos by Ammar Awad of Reuters of a child’s arrest in East Jerusalem for alleged stonethrowing, now up at the MSNBC blog. Please go look at all of them, including the boy being torn from his father, and tell me what your conscience says to you. Katie Cannon of MSNBC writes, sensibly, „Guilty or not, it would be terribly hard to see a child in one’s family be taken away by authorities.“ Are you rising from your sleep, America?“

    Ich „seziere“ ein wenig:
    „… astonishing series of photos…“ diese Anpreisung alleine schon erregt mein Mißtrauen. Es ist schon widerlich, welche Sensationsheischerei sich hier ausdrückt. Oder habe ich die Ironie nicht verstanden?
    „…and tell me what your conscience says to you.“
    Ja, was? Wut? Gab es sonst noch etwas? Sind unsere Kinder durch Wut gezeugt?
    Oder spricht er mich persönlich an, so daß ich ein schlechtes Gewissen haben soll? Warum? Weil ich selber keine Steine werfe? Soll ich mich schämen, daß die Polizei Angriffe auf sich verteidigt? Sollen Juden sich wieder abführen lassen, weil irgendein Menschenfeind es richtig findet?
    Hat dieser Ausrufer ein Gewissen oder will er es erst erklärt haben von jenen, die er fragt „tell me“?
    „Are you rising from your sleep, America?“
    Und was soll America machen: Hiroshima?
    Ich frage mich, wie Ahmed oder seine Eltern die Idee finden?
    Abgesehen davon, hat irgendjemand den Eindruck, daß die aktivste politische Macht auf Erden schläft?
    Was ich hier lese, ist nur geschickter Aufruf an den einfachen Mechanismus der Wut.
    Bevor ein Gedanke, bevor Besonnenheit sich ausbilden kann, hat die Wut alles verhindert, was den Menschen helfen kann.
    Dieser Mensch, der so schreibt, ist nur jemand der aufstachelt, aber niemanden ist es eine Hilfe, es sei einem Sensationsreporter, der auf das folgende Gemetzel seine Kamera richtet, um es pünktlich um 20Uhr dem geneigtem Westweltler ins Fernsehzimmer zu schicken. Nicht zu vergessen jene natürlich, die selber wieder in Wut geraten. Es lebe der Krieg?

    Aber auch hier: der Schreibende mag ja selbst nur überreagieren, so wie ich, wenn ich das lese.
    Andererseits, kann so ein „Profi“ nicht etwas vorsichtiger sein?
    Vielleicht bin ich nur durch meine eigenen Gefühle irritiert, aber in mir schlummert genug Wut, dann brauche ich einen Anheizer überhaupt nicht. Und ich bin recht sicher, daß es vielen jüdischen und arabischen Israeli ebenso geht.

    Deshalb möchte ich mich ganz klar von dieser Art der einseitigen Betrachtung auf Israel distanzieren. Von meiner Seite aus mag es mir selbst vorkommen, als ob ich eine jüdische Sichtweise bevorzuge, tatsächlich aber ist es mein Wunsch, daß die Einwohner Israels sich arrangieren (und die Ausländer -vor allem die Besserwisser- sollen sich eher raushalten).
    Niemand soll den anderen dominieren, niemand den anderen unterdrücken, und das, so meine ich, funktioniert auch (und gerade deshalb sogar) in einem jüdischen Staat.
    Wir sollten nicht nur darüber sprechen, was andere falsch machen, sondern sie auch ermutigen, das Richtige zu tun.
    Und auch richtig ist, wenn wir Israel lieben, dann sollten wir Israels Bewohner akzeptieren, vollkommen unabhängig von Religion oder Volkszugehörigkeit. Als Bürger des Staats Israel ist auch (zB.) der Araber Israeli.
    Ja, das klingt etwas seltsam für mich.
    Trotzdem, es stimmt.
    Daran, so scheint es, müssen noch einige Juden arbeiten, den israelischen Araber als vollwertiges Mitglied ihrer (Staats)Gemeinschaft zu akzeptieren.
    Und daran müssen, so scheint es, auch noch einige Araber arbeiten.
    Dabei geht es doch nur um Menschlichkeit, um Vernunft!
    Es geht nicht um Vermischung und Verwaschung, auch nicht um Toleranz für alles und jeden.
    Im Gegenteil, gerade das aus der Eigenständigkeit der Kulturen erwachsene Selbstverständnis ermöglicht um so mehr ein sich freundliches Entgegenkommen.
    Wenn ich den Araber akzeptiere, warum sollte er mich nicht akzeptieren?
    Ist eine Meinung mehr in unserer Diskussion wirklich von dem Gewicht, das es alles aus der Balance wirft?

    Eines ist sicher, Gewehrkugeln und Raketen helfen nicht bei der Diskussion. Wir sollten nicht Hetzer, Heuchler und Lügner unser Schicksal bestimmen lassen!

    PS eines Nicht-Zynikers/
    ein wenig habe ich noch bei Dir „geblättert“, und dann finde ich die Ansicht, daß zuviel von israelischem Leid und zuwenig von palästinensischen Leid berichtet wird.
    Wie seltsam, wenn ich mich darauf einlasse, daß mein Eindruck umgekehrt ist.
    Andererseits, das kommt noch erschwerend hinzu, inzwischen gibt es soviele Tote, daß es sich schlicht nicht „lohnt“ (für die Presse) über jeden einzelnen zu berichten. Nein, ich bin kein Zyniker.

    Eindruck hin oder her, mein Eindruck ist auch, daß beide Seiten -wo wir sie nun haben müssen- ein sehr breites Echo in der Presse finden, nicht so sehr in unseren Fernsehnachrichten, aber im www.
    Den Fernsehnachrichten indes kann man kaum unterstellen, daß sie zuviel „Pro-Israel-Presse“ bringen (in Deutschland), den Zeitungen ebenso wenig, den Politikern? Nein, ich bin kein Zyniker.

    Abgesehen davon, etwa die Zahl 1400 gegen 13, was soll das?
    Israel ist schuld, weil es weniger Tote gibt?
    Hat Hamas die Aggressionen begonnen, weil Israel weniger Tote haben wird?
    Das Mädchen, welches nun bei Aschkelon verletzt wurde, ist sie schuld, weil sie zuviel Massl hatte und nicht drauf ging?
    Hat sie wenigstens „Schönheitsnarben“ auf Körper und Seele?
    Das arme Mädchen, nun wird auch noch zuviel über sie berichtet; „das arme Ding“, wollte ich schon schreiben, oder wie heißt sie nochmal? Nein, ich bin kein Zyniker!

    Zynismus, ist es nicht die Leere des Herzens?

    Das ist es , das mir übel aufstößt, dem einen ist mein Mitleid für Palästinenser verständlich, dem anderen für Juden, aber beide Seiten wollen, daß mein Herz zu einer Seite gefriert.
    Für mich ist das Heuchelei. Das Maß ist krumm. Der Blick verstellt. Habe ich als Mensch wirklich eine Wahl?

    PPS/ wenn ich nun herausgelesen haben sollte, daß Du eher für die palästinensische Seite gehst, dann möchte ich Dich trotzdem ermutigen.
    Es ist gut sich wohlwollend für andere einzusetzen, Jude oder nicht.
    Es ist auch in Ordnung sich nur für seine eigenen Leute einzusetzen, aber man sollte sich nicht gegen die anderen einsetzen, außer beim Rugby, natürlich.
    Wir sind alle Menschen, Hunde sind Hunde, gleichgültig, was manche Verblender lehren.

    Was ist eigentlich so übel an einem Hund?

    PPPS/ einen Satz von Dir, zum seichten Abschluß, wollte ich nochmal herausstellen:
    „Ich denke an Siedlerkinder in der Jerusalemer Altstadt, die nur unter waffnetem Geleitschutz in ihre – von Palästinensern gesäuberte – Schule gehen können und denen erzählt wird, Araber/Palästinenser seien von Natur aus böse.“
    „Siedlerkinder (ja, ja) unter Polizeischutz“: schau mal, wer in Deutschland unter Polizeischutz seinen Gottesdienst in der Synagoge abhält. Umso bedrückender, wenn jüdische Kinder in Davids Stadt Polizeischutz benötigen.
    „von Palästinensern gesäuberte (Hoppala!) Schule“: wieviele Juden leben noch in den einst großen Gemeinden der muslimischen Welt? Was macht da eine Schule in Israel aus? Und abgesehen davon, was ist so schlimm an einer jüdischen Schule? Es gibt in Israel wohl auch Schulen, die von Arabern, Juden und weiteren besucht werden, nicht?
    „von Natur aus böse.“ soll der Polizeischutz etwa nur martialisches Getue sein?
    Aber etwas sachlicher, es ist nicht gerecht, einem jüdischen oder arabischen Kind von der Boshaftigkeit der Anderen vorzulügen.
    So, wie die Dinge jedoch liegen, ist der Polizeischutz leider angebracht.
    Mehr Dialog zwischen den Gruppen ist sicher eine gute Idee.

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    1. Puuh, muss ich erst einmal sacken lassen. Vielen Dank für Deinen – darf ich es so nennen? – stream of consciousness. Mit den allermeisten Deiner Thesen kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Was mich aber zutiefst berührt – ja berührt – ist die Tatsache, dass Du genug Vertrauen zu mir als anonymen Blogger entwickelt zu haben scheinst, das, was Du denkst und fühlst, hier zur Sprache zu bringen. „Mehr Dialog zwischen den Gruppen ist sicher eine gute Idee.“ Welche Gruppen auch immer geminet sein sollten, das kann ich nur unterschreiben.

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      1. Anonymität, so ist es(!), nichteinmal vor die Stirn kann ich Dir blicken. Auf diesem Wege hier zählen nur die Worte, und, Du sprichst es an: Vertrauen. Möge die „Berührung“, die Du ansprichst, nur Deine edelsten Gefühle betreffen!
        Zu vertrauen bedeutet auch zu riskieren. Dem falschen zu vertrauen kann einige Nachteile nach sich ziehen (obwohl, gerade hier im „Anonymen“ ist es wohl weniger gefährlich, als eine Stirn auf die Nase zu bekommen). Jedoch nicht zu vertrauen bedeutet gleichsam die Tür für positive Rückmeldung auf das Vertrauen zu schließen. Nicht zu vertrauen ist so, als ob man sein eigenes Leben um die Hälfte verkürzt, falsch vertrauen kann leider das gleiche Ergebnis haben.

        Die gemeinten Gruppen sind die Pro-Palästinenser und die Pro-Israeli im engeren Sinne, also die, die diesen Gruppen zugehören und die, die ihnen (möglicherweise einseitig) zustimmen; die jeweiligen „Zustimmer“ als Meinungsmacher und -äußerer sind tatsächlich wohl gemeint, denn ich möchte nicht den vielen ungerecht sein, die sich -aus welchen Gründen auch immer- nicht äußern oder nicht gehört werden.

        Zu denen, die gewöhnlich nicht gehört werden, gehören die Kinder. Kinder sind unschuldig, Kinder sind allzuhäufig Verfügungsmasse von Erwachsenen. Insofern ist der obrige Artikel einerseits ein gerechtfertigter Beitrag, weil er auf das Leid der Kinder verweist. Aber, leider, scheint mir auch hier das Kind selbst „Verfügungsmasse“, es wird benutzt um die mediale Strategie „böser Israeli-guter Palästinenser“ umzusetzen.
        Vielleicht ist es ungerecht von mir, es so zu sehen. Es ist die Tendenz, die ich zwischen den Zeilen herauslese, die mich derart anspricht. Die Wirkkraft der Bilder, und alleine diese Zeile, wie ich sie im vorhergehenden Beitrag bereits wiedergab: „… astonishing series of photos…“. Diese Zeile zeugt von einer Effekt-Hascherei, wie sie dem Leid der Kinder in diesem Konflikt nicht gerecht ist!

        Vielleicht ist das tatsächlich einfach „my consciousness“ es so zu lesen und zu verstehen. Meine „Referenz“ ist nichts, als meine Erfahrung.
        Natürlich haben auch mediale Botschaften Wirkkraft auf mich, zumindest als Notiz, aber ich bemühe mich um meine selbstbestimmte (durchdachte) Meinung. Es liegt mir fern die Parolen irgendwelcher Vordenker oder -redner nachzureden. Und wenn, dann betone ich dieses.
        Die Menschen kenne ich als jene, denen ich begegne, und was ich daraus lerne. Kinder sind wir alle, aber verstehen wir das alle? Wir sind (auch) was wir waren. Was sind wir morgen?

        Mein Vertrauen an Dich ist das Vertrauen eines Kindes, es ist als Erwachsener mein Vertrauen in Deine gute Absicht. Solltest Du (bzw. irgendjemand) eine schlechte Absicht hegen, würde ich das verbessern, indem ich selbst schlechte Absicht hege?

        „Mehr Dialog zwischen den Gruppen ist sicher eine gute Idee.“…kannst Du unterschreiben.
        „Welche Gruppen auch immer?“ Stimmt schon, was soll das schon bedeuten? Aber Du und ich, wir führen hier einen Dialog, möglicherweise nicht wirklich Vertreter irgendwelcher Gruppen, aber als „Selbstdenker“ (liege ich etwa falsch?). Wir beide zeigen uns in der Absicht, den Dialog zu führen, wir beide also unterschreiben (siehe oben) und handeln danach. In unserem Sinne also geben wir ein gutes Beispiel.
        Wir sind nicht die einzigen, aber es ist in Ordnung, wenn wir die gleiche Bereitschaft miteinander zu reden auch an Israel (oder/auch Deutschland) und deren Bürger weiterleiten. Richtig?

        Besonnenheit ist, davon muß ich ausgehen, nicht einfach das Ergebnis eines „guten Elternhauses“ (wiewohl es hilft ungemein!), sondern vor allem auch das Resultat eines mehr oder minder schweren Lernens aus dem Leben.
        Wir reden als Erwachsene. Die Kinder brauchen unseren Schutz. Wir reden nicht den Eltern in die Erziehung hinein, selbst, wenn das auch mal nötig sein sollte. „Unsere“ Besonnenheit (darf ich es verallgemeinern?) sollte den Eltern immer ein gutes Beispiel sein, denn von ihnen hängt das Schicksal ihrer Kinder in gravierendem Maße ab.
        Wenn Kinder als Steinewerfer verhaftet werden, dann geschieht solches doch in einer Gesellschaft, die von Erwachsenen bestimmt wird, die Kindern (gerade wohl auch an Orten vieler Konflikte) allzuwenig Raum für ihr Kindsein ermöglichen. Wer aber kann schuldig daran sein, als die Erwachsenen?
        Und was ist es dem Kind wert zu wissen, daß es die „bösen Israeli/Araber“ sind, das Kind sollte lernen sich in seinen Möglichkeiten vor dem „Bösen“ zu schützen, diese Aufgabe ist verfehlt, wenn das Kind glaubt, alle „Israeli/Araber sind böse“. Wie soll das Kind die Wahrheit verstehen, wenn es Lüge als Wahrheit lernt? Ein „kindliches Herz“ kann nicht belogen werden, aber ein „kindlicher Kopf“ wird erzogen.

        Du schreibst „Mit den allermeisten Deiner Thesen kann ich mich nicht wirklich anfreunden.“ Welche das sind, kann ich da nicht herauslesen, aber sehen wir, was die Zeit uns erlaubt.
        Für den Anfang hoffe ich, daß mein (second)„stream of consciousness“ Dich an guter Stelle „berührt“.
        Das sich das nun so ergeben hat verbuche ich unter „kismet“.
        Guten Morgen und ein gutes, fröhliches und gesundes Neujahr wünsche ich.

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  5. Ca. 300 Kinder sitzen in israelischen Gefängnissen, las ich heute. Ein Recht auf einen Anwalt haben sie meist auch nicht – aber Befragungen wie Erwachsene, wenn es Shin Bet ist.
    Israel nimmt für sich in Anspruch, die „einzige Demokratie im nahen Osten zu sein“. Nicht umsonst überschreibt Avinunu derzeit seine Tweets mit Meldungen „jewish and democratic“…..

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    1. „Israel nimmt für sich in Anspruch, die „einzige Demokratie im nahen Osten zu sein“. Warum?
      Weil es so ist.

      Demokratien dürfen und sollen sich an hohen ethischen Standards messen lassen.
      Aber ähnlich, wie es vom Menschen gesagt wird, auch in Demokratien geschehen Fehler.
      Demokratien werden von Menschen gestaltet.
      Aber, es mag seltsam klingen, mir geht es persönlich nicht so sehr um den Standard Demokratie, obwohl ich mich wohl glücklich schätzen darf, in einer Demokratie zu leben.
      Wichtiger ist, daß menschliches Unrecht an Menschen vermieden werden soll.
      Auch ein weiser Monarch wird solches Streben immer unterstützen.
      In Israel werden auch Fehler gemacht, dort leben Menschen.
      Jedoch vertraue ich einem Staat wie Israel viel mehr, als Menschen, in deren Parolen die Verachtung anderer Menschen mitschwingt.
      Auch Palästinenser bzw israelische Araber, denen Unrecht geschieht, haben die Möglichkeit auf Ausgleich vor Israels Gericht zu drängen. Unrecht bleibt Unrecht.
      Das Fehlverhalten einiger Israeli beim Militär zB., möglicherweise sogar an verantwortlicher Stelle, darf nicht das Maß an die israelische Gesellschaft sein (aber als Fehlverhalten gehört es benannt).
      Aber es darf erst recht nicht in den Vordergrund gestoßen werden, nur um die Verbrechen sogenannter Muslime auszublenden.

      Die Leidenden, wie auf der ganzen Welt, sind die Wohlmeinenden. Die, die keinem anderen ein Haar krümmen wollen, werden allzuoft Opfer willkürlicher Gewalt. Kinder sind die ersten Opfer: sie sind unbedarft und wehrlos.

      Die Politik ist nicht nur ein Feld für Idealisten, sondern vor allem auch ein Feld großer Eitelkeiten, wo Machtmißbrauch und Selbstgefälligkeit sich allzuleicht durchsetzen können.
      Das gilt überall, zB in Nahost.
      Die Regierung von Israel jedoch ist abwählbar, die „Hamas“ -die sogenannt demokratisch legitimierte- ist es nicht, zB.

      Wieviele Kinder in israelischen Gefängnissen sitzen, ob sie Araber, Russen oder Juden sind, ich weiß es nicht.
      Jedoch wenn ich mich entscheiden müßte, und wenn ich vom anderen Ende der Welt kommen würde, mein Kind würde ich der Schabak zweimal geben, bevor ich es einmal an die Hamas oder Ahmadindschad oder sogar die türkischen Behörden gebe.
      Sollen sie mein Kind befragen, aber sie werden mein Kind nicht bis auf das Lebensende verderben.
      Soviel, wie töricht ich scheinen mag, vertraue ich Israel mehr als den Fanatikern ringsherum.

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    1. Alles was ich weiß:

      Laut Angaben der israelischen Behörden befinden sich z.Zt. 343 palästinensiche Kinder in israelischen Gefängnissen – davon ca. 190 in Israel. Dies widerspricht internationalem Recht, nach dem diese Kinder nicht nach Israel deportiert werden düften. Zudem werden sie, egal wie jung, wie Erwachsene behandelt, zu oft wird Besuch einfach verweigert.

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      1. Schade, daß Du nicht mehr weißt.
        Habe mir -„Ahmed ist bei seinen Eltern“- erhofft.
        Wer weiß?

        Dein link zu alien59: ich habe es „ausgehalten“, mir das erste Video anzusehen.
        Meine Meinung, es hilft weder Palästinensern noch Israeli. Mir hilft es auch nicht.
        Es dient nicht zur Aufklärung, sondern nur zur Stimmungsmache. Es ist Agitation.
        Es ist voller schmutziger Behauptungen gegen Israel
        (zB Arafat sagt, Israeli klauen arabischen Kindern in Gefangenschaft die Organe!),
        es stachelt auf.

        Die einzige Wahrheit in dem Video: Palästinenser sind Menschen.
        Leider, es liest sich so -bei dem Kontext- als seien Juden keine Menschen.
        Mit solchen „Freunden“ wird Ahmed das Lachen verlernen.

        Bin ich Exil-Palästinenser, dann macht es mich trauriger als ich schon bin.
        Bin ich 20jähriger (und weiß nicht mehr), dann macht es mich wütend:
        na dann, fröhliches Schlachten!

        (MondoPrinte, dieses Video schürt nur Wut. Wohin damit? Für wen ist das gut?)

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        1. Dazu nur soviel: Unliebsames als Agitation abzutun, so wie Du es tust, liest sich für mich reichlich wohlfeil. Dein vermeintliches Verständnis für Palästinenser steht, das hast Du in Deinen Kommentaren hier doch recht deutlich werden lassen, immer unter dem Vorbehalt, dass sie sich nicht zu ihrer eigenen Situation zu äußern haben. Ob Du nun Exil-Palästinenser bist oder Eskimo ist für mich unerheblich. Mein Problem mit Deinen Ausführungen besteht in der Tat darin, dass Du von Menschen, die sich als Kollektiv in einer von außen aufgedrückten Zwangslage befinden, das Recht abzusprechen scheinst, aufzubegehren gegen ebendiesen Zwang bzw. ihnen das Recht abzusprechen scheinst, die Verbesserung ihrer eigenen Situation herbeiführen zu wollen. Solidarität beurteilt sich so fast automatisch als Aufstachelung.
          Und: Wer ist der Addressat Deines Aufrufs „Fröhliches Schlachten“?

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          1. Wir haben uns wohl mißverstanden. Es ist nicht meine Absicht, jemanden den Mund zu verbieten; wie sonst sollte ich es schätzen, hier überhaupt von Dir ernst genommen zu werden?
            Aber ich bin auch der Meinung, daß das Anstacheln von Wut eben nur Wut zum Ergebnis hat; Dialog, Aufklärungs- und Versöhnungsgespräche werden so unmöglich.
            Und, wenn Du auf den Menschen zugehst, dann wirst Du verstehen, daß die, die wirklich leiden, nicht so laut rufen. Vielleicht kannst Du das nicht verstehen, vielleicht wünsche ich Dir das.
            „Fröhliches Schlachten“ ist kein Aufruf sondern eine Warnung (: Ruf der Verzweiflung), dem einen für den Verstand, dem anderen fürs Leben.
            Zweitere, so scheint es mir, haben eben immer -wenn überhaupt- nur die zweite Geige, während die „Checker“ das Wort drehen.
            Das „Kollektiv in einer von außen aufgedrückten Zwangslage“, das Du erwähnst, dürfte sich sehr wohl bewußt sein, daß diese „Zwangslage“ nicht ausschließlich von Israel ausgeht. Gegen solche Einseitigkeit wende ich mich, daher auch gegen Agitation.
            Es ist ein Aufruf, dessen Erwähnung ich auch bei Dir im blog fand ((https://mondoprinte.wordpress.com/2011/01/03/gaza-youth-fuck-hamas-fuck-israel-fuck-fatah-fuck-un-fuck-unrwa-fuck-usa/#respond) ,
            dankenswerterweise übersetzt von Ghassan/al-Samidoun
            (http://al-samidoun.blogspot.com/2010/12/gazas-youth-manifesto-for-change.html) ,
            der mich in meiner Haltung unterstützt.
            Du brauchst nicht von mir glauben, nur weil in diesem „free gaza youth“-Aufruf ein „fuck Israel“ steckt, daß ich mich beldeidigt abwende. Und wenn ich auch nicht alle Worte des Aufrufs unterstütze, so stark sie in ihrer Melodie auch sind, und wenn ich auch nicht weiß, wer die Stimme im Hintergrund ist, und was die tatsächliche Absicht dahinter ist; ich verstehe die Gefühlslage dahinter, ich verstehe die Wut und die Verzweiflung, und was ich auch in dieser Stimme lese, es bedeutet nicht:
            „weiter so, immer feste drauf!“
            Dieser Aufruf sagt: „Laßt uns in Frieden!“ (Israel, Hamas…)
            Und deshalb sage ich mit dieser Stimme:
            „hört auf mit der Agitation, die nur wieder neue Gewalt erzeugt!“
            Ich spreche also nur bestimmten Leuten die Stimme ab: den lauten Hetzern und Lügnern denen all die (von anderen) verdorbenen Leben nur so am A…(zB Ahmed) vorbeigehen!
            (nenn Du es wohlfeil, wen Du meinst…)

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