Jawaher Abu Rahmah (1974 – 2010)

(Bild: War in Context)
(Bild: War in Context)

Die DPA lanciert eine Meldung, wonach eine Touristin aus Deutschland bei einer Demonstration vor der Residenz des US-Botschaft in Herzliya zusammen mit zehn weiteren Personen festgenommen worden ist. Was ward geschehen?Immerhin erfährt man dies im selben DPA-Nachrichtentext gleich an zweiter Stelle:

In der Nacht zum Sonntag hätten die Demonstranten einen alten Tränengasbehälter sowie eine Kette auf das Haus des Botschafters James Cunningham geworfen.

Eine Kette? Einen Tränengasbehälter? Das ist ja schrecklich! Was aus der Meldung nicht hervorgeht: Die Kette – sowie der nicht unbedeutende Umstand, dass die AktivistInnen mehrere Kanister auf dem Gelände der Botschaft „ablegten“. Ach ja: Die Kanister waren allesamt leer, weil bereits gebraucht. Von wem? Von der israelischen Armee bei ihrer Arbeit Nahe Bil’in, wo sich palästinensische, israelische und internationale DemonstrantInnen zusammenfinden zu allwöchentlich stattfindenden Anti-Mauer-Protesten. Gewaltlosigkeit wird bei den Demos groß geschrieben. Dies hat den Cousins aus der Familie Abu Rahmah nur leider nicht geholfen. Sie wurden in israelische Gefängnisse gesteckt.

Zurück zur eigentlich wichtigen Nachricht:“Deutsche bei Protesten gegen Tod von Palästinenserin festgenommen“. Hier der Bericht von Joseph Dana, irgendwo auf den Bildern müsste auch die verhaftete Deutsche zu sehen sein.

Worum es eigentlich ging? Nach allem, was ich bisher gelesen habe, scheint DPA diesbezüglich genauer hingeschaut zu haben:

Jawaher Abu Rahma war am Samstag in einem Krankenhaus in Ramallah an den Folgen einer Tränengasvergiftung gestorben. Die Frau von Mitte 30 hatte am Freitag an den wöchentlichen Protesten gegen die israelische Sperranlage in Bilin teilgenommen. Nach Angaben von Demonstranten setzte die israelische Armee dabei massiv Tränengas gegen die Demonstranten ein. Ihr Bruder Bassem Abu Rahma war im April 2009 ebenfalls bei Protesten gegen die Sperranlage getötet worden.

Und sogleich folgt eine (in-)direkte Rechtfertigung, geliefert von der DPA und unkommentiert veröffentlicht u.a. vom schwer angesagten greenpeace magazin:

Israel hatte die Sperranlage im Westjordanland nach zahlreichen palästinensischen Selbstmordanschlägen im Kernland errichtet.

Und dies ist schließlich die Wahrheit. Tatsache. Indikativ. Basta. Auch die Verwendung des scheinbar neutralen Begriffs „Sperranlage“ passt nur allzu gut. Was die Palästinenser betrifft, so sieht die Sache schon anders aus – auch sprachlich:

Palästinenser sehen die Anlage als Teil eines systematischen israelischen Landraubs, weil sie zu großen Teilen auf palästinensischem Gebiet verläuft.

Und weil die Palästinenser eben nur ihrer eigenen Sichtweise, nicht aber der Wahrheit – präsentiert vom Staat Israel, übermittelt von der DPA und unterstützt von Greepeace Deutschland, muss sich die 36jährige Jawaher Abu Rahmah (- der Familienname kommt einem doch irgendwie bekannt vor?) auch posthum nicht wundern, dass ihr Tod nicht an erster Stelle der Prioritätenliste steht. Da können die Proteste gegen die „Sperranlage“ noch so gewaltlos sein – Realpolitik rules.

Was zudem nicht gesagt wird: Die kleine Demo vor Cunnighams Amtssitz hatte damit zu tun, dass die genannten Tränengasbehälter allesamt in den USA gefertigt worden sind. Mit anderen Worten: Da kann Obama noch so sehr mit seinem Friedensnobelpreis wedeln und winken; nach wie vor profitieren die USA kräftig mit, wenn es um Betrieb, Instandhaltung und Wartung des israelischen Besatzungsregimes und die Unterdrückung und Ausplünderung der Palästinenser geht. Solche Teile werden in Jamestown, Pennsylvania fabriziert:

Tränengasgranate "Stinger"
Tränengasgranate "Stinger"

Nichts läge mir ferner als zu behaupten, dass in meinem Blog Sachverhalte objektiv und immer fair dargestellt würden. Auch mit der Tagesaktualität halte ich es wie Jerry Haber: Die ist eher zufällig. In Anbetracht des Umstands, dass ich mein Blog privat und in meiner Freizeit betreibe, leiste ich aber einen guten Job. Wie durfte ich heute in einer Mail von WordPress lesen: „You’re doing great!“(mal ehrlich – wer von Euch WordPress-BloggerInnen hat diese Mail nicht auch erhalten?). Was ich sagen will: Warum macht die DPA keinen besseren Job? Warum nicht die tagesschau? Warum nicht heute? Was ist mit dem Spiegel? Alles Propaganda! Wenn es um Nahost, zumal Israel-Palästina, geht, vertraue ich nicht einmal mehr den ach so bedeutungsschwangeren Video-Blogs eines Richard C. Schneider. Obwohl er doch immer so ernst in die Kamera schaut…

Und warum wundert es mich nicht, dass so ein Nonsens im greenpeace magazin auftauchen darf? Es geht um Sprachregelungen, werte und unwerte Opfer, Prioritäten und um die Repräsentation von Wirklichkeit. Um die Frage nach angemessenem Gebrauch des Indikativ. Menschenleben sind vergänglich.

23 Gedanken zu “Jawaher Abu Rahmah (1974 – 2010)

  1. …Dann dürfte dich diese Schlagzeile bei ynetnews.com auch „erfreuen“:
    „Palestinians vow revenge following protestor’s death“
    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4007379,00.html

    Ganz wichtig scheint dem Schreiber hier gewesen zu sein, dass (abgesehen von dem recht nebensächlichen Tode einer Demonstrantin) die Palästinenser auf Rache sinnen.
    As’ad Abu Khalil schreibt dazu: „Even when they are victims, Palestinians are portrayed as aggressors“

    Dabei kann ich der von dir zitierten Meldung sogar etwas „positives“ abgewinnen. Geschrieben wird nun von einer „Sperranlage“ anstatt von einem „Sicherheitszaun“. Beinahe eine Verbesserung…

    Guter Beitrag übrigens!

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  2. Gerade in Bil’in gibt es ein Urteil eines israelischen Gerichts, dass der Sperrzaun dort nicht stehen darf. Seit 2007. Seither wird demonstriert. Das sollte man auch wissen. Hinzu kommt, dass dieses Tränengas, das die Israelis verwenden und die USA liefert, in der EU verboten ist – wegen der Gefahr, dass daran jemand sterben könnte. QED.

    Insofern fand ich die Aktion, die Kanister an die USA zurückzugeben, gut. Die miserable Berichterstattung über diesen Fall wie über vieles andere ist eine andere Sache.

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      1. Ich habe am Freitag den Verlauf der Demo durch twitter verfolgt, dann kam die Nachricht, dass sie es nicht geschafft hat. Ich habe eine Vielzahl von Artikeln noch offen, wollte selbst dazu schreiben, aber mir fehlen die Worte.

        Gerade, was das Tränengas angeht – im letzten Jahr fällt mir die Studentin ein, die ein Auge verlor, das Baby, das im eigenen Haus an diesem Gas erstickte …. und in Deutschland berichtet man über so böse Demonstranten, die da Tränengaskanister an die USA zurückgeben. Dafür verdienen sie natürlich einen Gefängnisaufenthalt. Es ist zum ….

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        1. Der Tod des Babys, das angeblich durch Tränengas gestorben ist, ist bis heute nicht einmal amtlich bestätigt und auch da gab es schon Ungereimtheiten. Ich bewundere dieses Schwarz-Weise-Denken, dass Sie glauben zu wissen, was genau geschah und die vielen Ungereimtheiten einfach ausblenden. Ist ja eh alles Lüge, was die bösen Juden so von sich geben.

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                1. Mich stört einfach nur, dass jemand schon die Antwort zu kennen weiß, obwohl niemand genaues wissen kann, dazu gibt es zu viele Ungereihmheiten. Ich finde das unseriös und auch nicht im Sinne dieser jungen Frau.
                  Wie berichtet wurde, will die Familie die IDF verklagen und das wird wohl nur etwas, wenn man eine Obduktion durchgeführt wird und dann sehen wir weiter, wenn es je dazu kommt. Ohne Obduktion und die genauen Todesumstände weiß man gar nichts und sollte sich vorschnelle Urteile verkneifen. Ich erinnere nur an mal Muhammad al Dura udn wie Jahre später die genauen Todesumstände heraus kamen.

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            1. Noch einmal dazu: Ich habe übrigens keinen Antisemitismus unterstellt, auch wenn mein letzter Satz das implizieren könnte, aber manchmal fällt mir nur noch sowas ein, wenn ich diese erschreckende Einseitigkeit, dieses schwarz-weiß-denken, lese. Aber mit Usern wie „khad“ habe ich es aufgegeben und ich habe auch keine Zeit und Lust, mich mit solchen seriös auseinanderzusetzen.
              Aber nun genug dazu.
              Alles Gute.

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              1. Was meinst /meinen Sie mit Begriffen wie „seriös“? Neulich habe ich Dir/Ihnen schon eine ähnliche Frage gestellt, aber nie eine Antwort erhalten. Ich kann mich im Großen und Ganzen nur dem anschließen, was Ghassan an Deine/Ihre Adresse geschrieben hat. Es ist Dein/Ihr gutes Recht, die Dinge anders zu sehen und darauf zu pochen, dass die israelische Perspektive – so es sie gibt, „die“ israelische Perspektive – angemessen vertrtenwerden muss, aber wenn Du/Sie mal genau hinschaust/hinschauen, habe ich mich – gerade auch im Fall Jahawer Abu Rahmah – auch und gerade auf die Angaben des israelischen Aktivisten Joseph Dana gestützt, der „dabei“ war. Mein Eindruck ist, dass Du/Sie Stimmen wie die Danas allerdings nur schwer akzeptieren können, weil diese Israelis Dir/Ihnen nicht seriös genug sein könnten. Oder liege ich da völlig falsch?

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          1. @yael1

            Ist ja eh alles Lüge was die bösen Palästinenser
            so von sich geben.
            Wahrscheinlich haben die das Baby selbst getötet
            um Israel zu schaden.
            Die schrecken vor nichts zurück.

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            1. Komischerweise habe ich ähnliches nie von mir gegeben, daher ist Ihre versuchte Retourkutsche sehr peinlich.
              Und wenn Sie lesen könnten, hätten Sie mitbekommen, was ich schrieb, nämlich, dass der Tod dieses Babys bis heute nicht amtlich bestätigt wurde. Ist das auch die Schuld der Israelis oder steckt da gar der Mossad dahinter!😀
              Aber mit Menschen wie Ihnen zu diskutieren, ist völlig sinnfrei.
              Gute Besserung und Tschüss.

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              1. Wenn Du meinst, Deinen Standpunkt benutzen zu dürfen, andere User persönlich zu beleidigen („und wenn Sie lesen könnten“, „gute Besserung“), dann liegst Du falsch. In jedem zweiten Kommentar von Dir lese ich, dass Du Dich zurückziehen möchtest, weil es ja keinen Sinn mache, mit Usern hier zu diskutieren bzw. weil Dir diese Website nicht zusage. Das ist okay, wenn auch – wie gesagt – sehr sehr schade. Du musst Dich allerdings so langsam mal entscheiden, was von Deiner Seite asu zu tun ist. Bleiben oder gehen? Kommentieren oder „nur“ lesen? Entscheide Dich. Ich finde spannend, was Du zu sagen hast, und Dein Blog ist ist lesenswert.
                Aber lass die Beleidigungen!

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                1. Du hast Recht, ich habe mich aber jetzt entschieden. Es war mein Fehler. Aber ich lasse mich von einem Khab nicht blöd von der Seite anmachen. Im Übrigen, wenn ich beleidige, sieht das ganz anders aus.
                  Machs gut.

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              2. @yael 1
                „Komischerweise habe ich ähnliches nie von mir gegeben, daher ist Ihre versuchte Retourkutsche sehr peinlich“ Vielleicht darf ich Sie daran erinnern:
                „Ist ja eh alles Lüge, was die bösen Juden so von sich geben.“
                Dann schreiben Sie noch etwas von seriös:“mich mit solchen seriös auseinanderzusetzen.“
                Finden Sie Ihren oben zitierten Spruch seriös? Was soll der mir anderes sagen, als das was ich Ihnen geantwortet habe?
                „Ist ja eh alles Lüge was die bösen Palästinenser
                so von sich geben.“

                Auf alle Fälle besten Dank für
                die Besserungswünsche und hoffe für Sie, dass Sie seriöse Diskutanten auf Ihrem Niveau
                finden.

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      2. Nachtrag:
        Die Haaretz jedenfalls scheint akzeptiert zu haben, dass Jawaher am Tränengas starb.
        Inzwischen sind 21 – EINUNDZWANZIG – Menschen bei den Protesten ums Leben gekommen – dazu gehören auch zwei Brüder Jawahers. Wie die Mutter sich wohl fühlt? Ja, auch diese Menschen haben Mütter, Yael.
        Und das, obwohl seit 2007 das Urteil besagt, dass der Zaun zumindest dort illegal ist. Ein israelisches Urteil. Aber daran müssen sich Israelis anscheinend nicht halten.
        http://www.haaretz.com/print-edition/opinion/israel-must-allow-palestinians-to-protest-in-peace-1.335091

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  3. Jawaher war krebskrank – ihr Anwalt sagt, sie hatte die Grippe, aber das kann man ja überprüfen. Vielleicht hat sie an der Demo gar nicht mehr teilgenommen, sie war zu schwach. Sie ist zuhause gestorben.

    An der Geschichte sind genügend Ungereimtheiten, um eine Exhumierung zu rechtfertigen und einer Gruppe von objektiven Ärzten die Autopsie zu übertragen. Die Empörung über Jawahars Tod ist groß, und das Mitleid mit ihrer Familie auch. Das kann ich auch teilen – menschlich gesehen eine Tragödie für die Familie, daß sie nun auch die Schwester begräbt, zwei Jahre nach dem Tod des Bruders.

    Aber falls wirklich (nicht zum ersten Mal) eine Geschichte an den Haaren herbeigezogen wurde, sollten wir diesmal wirklich die Sache so publik wie möglich machen. Es ist nicht nur eine Frechheit Israel gegenüber, sondern auch eine riesige Respektlosigkeit der Toten gegenüber. Es sind genügend Tote auf Israels Kappe gegangen, die nicht durch Israel gestorben sind – und nur Zyniker können sagen, „ist doch egal, tot ist tot, und Israel hat eh genug auf dem Gewissen“. Das stimmt nicht. Die Umstände des Tods müssen geklärt werden, bei jedem Menschen. Wenn Israel ihren Tod verursacht hat, dann muß das Konsequenzen haben – nicht als ob uns eine weitere Untersuchungskomission zum Glück fehlt, aber Menschenleben ist Menschenleben und vielleicht kann man ja für Bilin mal eine andere Strategie andenken? (Auch für die Demonstranten keine schlechte Idee, denn eigentlich guckt kein Schwein mehr hin).

    Und es muß auch Konsequenzen haben, falls die Armee den Tod tatsächlich verursacht hat, daß sie die Unklarheiten veröffentlicht hat, bevor sie sie erklären konnte. In diesem Fall wäre es besser, zu schweigen, bis die ganze Wahrheit aufgedeckt ist. Ich nehme an, daß die Armee sich ihrer Sache relativ sicher ist und darum jetzt schon an die Öffentlichkeit ging – oder um die vielen Gerüchte einzudämmen.

    Falls aber tatsächlich die Geschichte so abgelaufen ist, daß ein krankheitsbedingter Todesfall als Missetat Israels inszeniert wird – noch ein fiktives Opfer, um das dann ein Kult gebastelt wird und an dem sich der Haß gegen Israel entlädt wie bei Muhamad al Dura und Rachel Corrie und den „Zivilisten“ der Hamas – dann dürfen wir das nicht mehr mit Schweigen übergehen. Lebendige wie Tote zu Marionetten für eine Lüge zu machen, das ist ein Schlag ins Gesicht nicht nur der israelischen Armee und Öffentlichkeit, sondern auch der Weltöffentlichkeit – und der Toten, die es verdient haben, auch ohne Sündenbock Israel betrauert zu werden.

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    1. Inzwischen rudert die israelische Seite massiv zurück – diesmal sind sie mit der Lügerei zu offensichtlich gewesen.
      Ohnehin – ich habe am Freitag die tweets direkt aus Bil’in verfolgt, und da kam die Meldung, dass Jawaher nicht nur dort gewesen war, sondern nach dem Einatmen von zuviel Tränengas ins Krankenhaus gebracht worden sei. Daher habe ich gewusst, dass es mal wieder nur Vertuschungsversuche waren. Aber die kommen anscheinend immer noch gut an.

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    2. @ heiner
      Wenn die Geschichte nicht an den Haaren herbeigezogen ist, wie publik würden Sie die machen?
      Wieviele und wann sind Tote ungerechtfertigt auf Israels Kappe gegangen?
      Geht es etwas genauer, ich bin nicht über jeden Toten informiert.

      Was für Konsequenzen sollte es wohl haben, ein Palästinenser/in vom isr. Militär getötet? Welche Konsequenzen sind in ähnlichen Fällen gezogen worden?

      „Falls aber tatsächlich die Geschichte so abgelaufen ist, daß ein krankheitsbedingter Todesfall als Missetat Israels inszeniert wird –
      noch ein fiktives Opfer, um das dann ein Kult gebastelt wird und an dem sich der Haß gegen Israel entlädt wie bei Muhamad al Dura und Rachel Corrie und den „Zivilisten“ der Hamas…“
      Raffinierter Satzbau: Muhamed el Dura und Rachel Corrie und die „Zivilisten“
      der Hamas sind fiktive Opfer? Sie wollen etwas über Respektlosigkeit gegenüber Toten wissen?
      Sie sind sich aber sehr sicher, dass alles eine Lüge ist.

      Zu den Demos in Bilin
      Da ja keiner hinschaut,wie wäre es die Demos so publik zu machen, wie mit einer an den Haaren herbeigezogenen Geschichte?
      Die andere Möglichkeit wäre natürlich die Demos einzustellen, wäre die IOF auch nicht genötigt gegenzuhalten, alles wäre ruhig, keine häßlichen Bilder.
      Wäre das nicht ideal?

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  4. Den Trubel um Muhammad al-Dura habe ich nie verstanden. Tausende arabische Kinder wurden in der Zeit des Nahost Konfliktes durch israelische Waffen getötet. Als ob ein propagandistisch ausgeschlachteter „Scheintod“ daran irgendetwas ändern könnte.

    Die Geschichte war vermutlich ein Fake, ok, aber tausende andere eben absolut nicht. Tausende Kinder sterben aber für die Israelfans reicht ein Fake um sich dennoch hinter Israel zu stellen. Fake oder real bei einzelnen Ereignissen… das sind doch eh nur die Problemchen der naiven Israelunterstützer in Europa und den USA, die den Konflikt nur aus der konkret oder von Foxnews her kennen.
    Die meisten Palästinenser oder Libanesen die ich kenne haben ihre Geschichten zu erzählen. Z.B. von gefolterten Vätern, Großvätern oder Cousins. Da können die Israelwahnsinnigen noch so darauf bestehen, dass diese sich ihre Brandnarben im Gesicht oder die zerschmetterten Kniescheiben selbst zugefügt haben. So naiv diese dämlichen und hilflosen Ausflüchte zu glauben sind eben nur die Europäer, die zuhause vor dem Internet sitzen und meinen sie müssten mit Herzblut „die einzige Demokratie im Nahen Osten“ gegen die arabischen Barbaren verteidigen.

    Die arabischen Barbaren, in deren Häuser im Südlibanon die IDF Soldaten eingefallen sind, die komplette Einrichtung vollständig zerstört haben, in den Koran geschiss** haben, diesen dann zerfetzt in die Waschmaschine geschmissen haben und dann zum nächsten Haus weitergezogen sind um auch dort den Barbaren zu zeigen, was man von ihnen hält.
    (Für mich ist der Koran ein Buch wie viele andere auch, ich kann den Zorn der betroffenen libanesischen Bekannten über diesen Schweinkram aber durchaus nachvollziehen.) Es gibt so viele Geschichten…

    @Yael: Deine Skepsis in allen Ehren. Skepsis sollte man sich immer erhalten, jedoch gegenüber allen Seiten. Und auch wenn ich dich nicht kenne erlaube ich mir die vielleicht vorschnelle Annahme, dass sich deine Skepsis bei israelischen Propagandamärchen eben ab und an zum Urlaub an den Tel Aviver Strand zurückzieht.
    Auch wenn ich möglicherweise falsch liege, was sehr gut möglich ist, da ich dich wie gesagt ja nicht kenne, solltest du dich fragen wie du damit umgehen wirst, wenn sich der Tod von Jawaher tatsächlich so zugetragen hat.

    Wirst du dann eingestehen, dass die IDF leider all zu oft Cowboy spielt oder verbuchst du den Mord dann unter den tausenden anderen an arabischen Zivilisten, gehst zur Tagesordnung über und redest weiter von der bedrohten Sicherheit Israels?

    Du störst dich zurecht daran, dass viele die Antwort bereits kennen, bevor sie wirklich genaues wissen. Das ist in der Tat ein Problem. Meiner Meinung nach aber vor allem eines der pro-israelischen Fraktion, die bei jedem toten Araber zynisch „Pallywood“, „menschliches Schutzschild“ oder eben einfach nur „Terrorist“ schreien. Bei jedem toten Israeli schreien sie aber „Antisemitismus!“ oder einfach nach einem neuen Krieg.

    Nochmal: ich kenne dich nicht und eigentlich will ich dir nichts unterstellen. Entschuldige also bitte, falls ich dir mit meinen Ausführungen auf die Füße getreten sein sollte.

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