„Die 36jährige Jawaher Abu Rahmah starb in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar nachdem sie in Tränengas-Schwaden geraten war.“

Das Thema Jahawer Abu Rahmah setzt Emotionen frei – und jede Menge ideologischen Nebels. Genau wie die Affaire Mavi Marmara oder Gaza oder die Apartheid-Mauer – oder der gesamte Nahostkonflikt, inklusive jener Nakba, die seit 1948 nicht aufgehört hat zu schmerzen und sich immer wieder neue Wege zu suchen, Palästinenser zu Opfern zu machen. Jener Nakba, über die zu reden  vielen Freunden des israelischen Staates, seiner Armee und seiner illegalen Siedlungen unmöglich erscheint, solange ihrer Wahrnehmung nach Antisemitismus herrscht. Seien wir ehrlich: Wenn es allein danach geht, wird der Antisemitismus nie aufhören – ansonsten verlöre dieser Staat Israel mitsamt der ihn legitimierenden Ideologie (und damit ist nicht einfach nur „der“ Zionismus gemeint)  jede raison d’etre.

Dass es eine ähnliche Art von Inhumanität auch umgekehrt, d.h. auf Seiten einiger vermeintlicher Palästinafreunde, zu konstatieren gilt, davon schrieb ich u.a. auch hier.

Was nun Jahawer Abu Rahmah angeht – Schlesinger hat eine großartige, weil auch sprachlich sehr nuancierte, Zusammenfassung der Ereignisse an sich bzw. des Umgangs mit diesen vorgelegt, die ich zur Lektüre dringend empfehle.

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