Bilder aus Lod: „Die Kinder kamen von der Schule. Und ihr Zuhause war nur noch ein Trümmerhaufen.“

via: Electonic Intifada

Ich gestehe an dieser Stelle, dass ich, erstens, nicht persönlich vor Ort, in Lod (bis 1948 Lydda) war, geschweige denn eine Kamera dabei hatte; zweitens, dass ich die Informationen zu dem Bild oben nicht abgeglichen habe mit einer etwaig existierenden Version der Schilderung der Ereignisse von seiten der zuständigen Behörden des Staates Israel – bei der Polizeistelle in Lod war gerade besetzt, und das örtliche Bauamt hatte schon den Sabbath eingeläutet (*Ironie*). Desweiteren gestehe ich meine emotional bedingte Einseitigkeit in diesem Punkt frank und frei ein. „Seriös“ – was ist das?  Bisher konnte mir das keiner erklären. Und schließlich bin ich davon überzeugt, dass jene Anwohner, nichtjüdische Bürger – Palästinenser! –  des demokratischen Staates Israel – keine Terroristenclans (*Ironie*) aus der Westbank oder Gaza – ihre Lektion für dieses Mal gelernt haben und ihr nächstes Haus mit mehr Verantwortungsgefühl im Hinblick auf die Frage, ob auch von staatlicher Seite aus alles „sauber verputzt“ ist, errichten werden (*Ironieversuch*).

Jetzt mal Spaß bei Seite: Wenn ich schon eine zutiefst bestürzende Fotostory, welche die öffentliche Zerstörung eines Familienhauses in Lod im Dezember 2010, als es so richtig stürmte und wie aus Eimern goß, zum Gegenstand hat, zur Abarbeitung meiner gesammelten Befindlichkeiten aus der letzten Zeit benutze, dann gebe ich dies auch zu. Dies sei hiermit geschehen. Schaut Euch die weiteren Bilder an (Link oben). Die Nakba ist nicht zu Ende.

Mein Blog bekommt häufiger und zahlreicher Besuch. Die Zahl der Kommentare nimmt ebenfalls zu, was mich in der Tat freudig erregt.  Ab und an denke ich  allerdings doch darüber nach, Kommentarregeln einzuführen. Bitte unterlasst persönliche Beleidigungen. Das ist zunächst alles, worum ich bitte.

Welche Themen und Aussagen für welche Zwecke instrumentalisiert werden, steht auf einem anderen Blatt. Wie wohlfeil, ignorant, teilweise auch einfach menschenverachtend hier von einigen KommentatorInnen „argumentiert“ wird, ebenfalls.

Ich muss nicht gut finden, was einzelne KommentatorInnen unter meinen Posts notieren.  Meine nicht versiegende Hoffnung besteht sogar darin, dass an der Art und Weise, wie hier zuweilen miteinander umgegangen wird, zumindest ein Stück weit ersichtlich wird, warum eine Diskussion über Israel-Palästina nicht nur hierzulande sowohl wichtig als auch schlichtweg „nicht existent“ (die Band „Heiter Bis Wolkig“ über deutschen Humor) ist.  Doch daran kann man arbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s