Wer nicht wie Josua sein will, bekommt es mit dem Mob zu tun.

Die Luft scheint in Israel immer dünner zu werden für all jene, die sich nicht einverstanden erklären mit Siedlungsbau, Besatzung, Abriegelung und ethnischer Säuberung – kurz: mit der Weiterführung der Nakba. Was in diesem Video zu sehen ist, muss all jene besonders beklommen machen, die Religion und Glauben eben nicht als Waffe, sondern als Mittel der Arbeit an Frieden und Gerechtigkeit für alle interpretieren. Rabbi Arik Asherman, Gründungsmitglied der Rabbis for Human Rights wird vor seinem eigenen Haus in Westjerusalem von einem Mob religiöser Siedler aus „Shilo“ „empfangen“. Sie wollen etwas unternehmen gegen jene, die ihrer Meinung nach das jüdische Volk „zerstören“.  Alle Anwohner, alle Nachbarn sollen es hören: „Hier wohnt einer, der Juden zerschlagen will.“

Mit von der Partie sind auch einige Friedensaktivisten, die Solidarität mit Asherman demonstrieren. Ich habe das Video entdeckt in Richard Silversteins Blog, und dieser geht besonders auf eine Passage im Video ein, wo die Gegensätze im Torah-Verständnis deutlicher nicht hervortreten könnten. Es geht um die biblische Figur des Josua:

settler: When God told Joshua to conquer the land, the whole entire land was ours without buying it.
activist: You want to conquer the whole entire land? Just like Joshua?
settler: Yeah. That’s what it says in the Bible. You can’t argue with that. The Bible says that we have to conquer the land, so we believe the whole, entire land is ours.

Wem nach Ansicht des Videos noch nicht schlecht genug ist, dem sei die Laktüre dieses Lobliedes auf den Zionismus empfohlen. Irgendwie passt das.

2 Gedanken zu “Wer nicht wie Josua sein will, bekommt es mit dem Mob zu tun.

  1. Es gibt da einige Zionisten, die würden dir widersprechen, wenn du sie in die religiöse Ecke stellst. Die argumentieren nämlich nicht mit der Bibel, sondern mit der Verfolgung. Gleichzeitig ist selbst da ein religiöses Element enthalten, wie immer der sekulare Zionist es sich drehen will: denn ein jüdischer Staat in Uruguay würde keinen Sinn machen und wäre zum Scheitern verurteilt. Also bedient sich der sekulare Zionist halt der jüdischen Geschichte und bedient damit die religiösen Befindlichkeiten der Gläubigen. Dass die langsam das Schiff in der Hand haben, damit hätten ein Ben-Gurion oder eine Golda Meir wohl nicht gerechnet.

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