„Kopten ohne Grenzen“? Von wegen!

Kopten und Muslimen gemeinsam in Kairo
Kopten und Muslimen gemeinsam in Kairo

Aus Ägypten zu berichten und dabei die Situation der Kopten besonders zu berücksichtigen – dies als Leitmotiv der Website Kopten ohne Grenzen auszugeben, wäre eine grobe Untertreibung. Ein Blick auf die Kategorienliste des Blogs verrät es einmal mehr: Wo „Solidarität“ drauf steht, stecken nicht selten Hass und Intoleranz darin und dahinter: „christenverfolgung“, „islamischer terror“, „koptenverfolgung“, „entführung minderjähriger koptinnen“, „stopp abtreibung“ – all diese Schlagwörter ergeben eine Melange, bei der einem ganz anders wird.

Unter „Wer sind wir?“ heißt es:

Dieser Blog versucht die Jugendlichen der koptischen Kirche und die Europäer in dem deutschsprachigen Raum über das zu informieren, was die Kopten in Ägypten für ein Problem haben.

Mir will scheinen: Das Problem für Kopten in Ägypten sind gerade selbstternannte und hasserfüllte Fürsprecher wie die Betreiber der besagten Homepage, völlig egal, ob es sich bei ihnen um Exil-ÄgypterInnen, KonvertitInnen oder SympathisantInnen handeln mag.

Zu den gegenwärtigen revolutionären Ereignissen in Ägypten hat man auf jener Website kaum etwas Substantielles beizutragen. Warum auch? Papst Shenuda, das Oberhaupt der koptischen Kirche, hat ja gerade erst dem wankenden Staatsoberhaupt die Unterstützung „aller Kopten“ zugesagt. Lieber wird eine Sekundärreportage aus dem Kopp-Verlag- Autor: Udo Ulfkotte – präsentiert.

Natürlichtut es manchmal not, dort, wo sich Ereignisse überschlagen, inne zu halten und abzuwarten. Unter Umständen kommt dabei dann sogar so etwas Schönes heraus wie Thomas Friedmans Bericht vom Kairoer Tahrir-Platz. Bei den Machern von Kopten ohne Grenzen drängt sich mir ein anderer Eindruck auf. Dort wird so wenig berichtet, weil es eben so wenig zu berichten gibt.

Wo Christen und Muslime sich in aller Bewusstheit und mit voller Absicht der Verwirklichung eines gemeinsamen Ziels zu widmen, sich zusammengefunden haben, ist für Hassprediger wie den Betreibern von Kopten ohne Grenzen kein Staat zu machen. Papst Shenuda hin, Muslimbruderschaft her.

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