Früher Kommunisten, heute Islamisten

Vielleicht als letzter Hilfeschrei in Richtung Westen, möglicherweise auch auch als eine allerletzte Erinnerung daran, dass sie sich als gute Klienten doch nie etwas zu schulden haben kommen lassen, haben ehemalige bzw. noch nicht entmachtete Oberhäupter arabischer Staaten damit begonnen, die Geschichte ihres Scheiterns ganz im Sinne ihrer Mäzenen zu deuten. Robert Fisk berichtet:

Mubarak claimed that Islamists were behind the Egyptian revolution. Ben Ali said the same in Tunisia. King Abdullah of Jordan sees a dark and sinister hand – al-Qa’ida’s hand, the Muslim Brotherhood’s hand, an Islamist hand – behind the civil insurrection across the Arab world. Yesterday the Bahraini authorities discovered Hizbollah’s bloody hand behind the Shia uprising there.

Fisk gibt zu bedenken: Es ist nicht das erste Mal, dass gefallene bzw. strauchelnde Despoten den Lieblingsfeind für alles verantwortlich machen wollen. Der Fall des Shah von Persien spricht Bände:

The Shah made an identical mistake in reverse. Confronted by an obviously Islamic uprising, he blamed it on Communists.

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