Deutsche Solidarität ist etwas Anderes als Solidarität in Deutschland

Bin noch immer zahlendes Mitglied der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Dabei habe ich große Probleme mit der sog. „deutschen Palästina-Solidarität“. Wie von mir in diesem Blog schon verschiedentlich angedeutet und auseinandergesetzt, stehe ich einer national verankerten Solidarität mit Israel bzw. Palästina sehr skeptisch gegenüber. Hierzulande sollte man mit dem Adjektiv „deutsch“ vorsichtig umgehen. Sehr wohl bin ich andererseits der Meinung, dass auch hierzulande Partei ergriffen werden muss für Belange von Palästinensern. Hier und überall. Kurzum: Deutsche Solidarität ist etwas anderes als Solidarität in Deutschland.

Am kommenden Wochenende (4. bis 6. März 2011) findet im Haus Ohrbeck, Georgsmarienhütte,  eine Konferenz der DPG statt. Obwohl ich in der Nähe des Tagungsortes lebe und  Tsafrir Cohen referieren soll, werde ich nicht teilnehmen. Die Tage einer Palästina-Solidarität in Deutschland sind seit 2005 vorüber. Viel zu laut geworden sind die Stimmen derer, die „als Deutsche“ etwas „tun wollen“ für die Palästinenser. Sie wollen sich „nicht länger“ den „Mund verbieten“ lassen, denn „auch Israel sollte wissen“, dass die „Geduld der Deutschen“ nicht endlos sei. Das ist mehr als schade. Leute wie Rainer Zimmer-Winkel oder der im September viel zu früh verstorbene Paul Löffler – sie fehlen.

3 Gedanken zu “Deutsche Solidarität ist etwas Anderes als Solidarität in Deutschland

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