Cohn-Bendit vergleicht Libyen mit dem Warschauer Ghetto

Gewissermaßen auf der Schaumkrone der grünen Jubelfeiern auf japanischen Gräbern, wagt Daniel „le Rouge“ Cohn-Bendit einen prophetischen Blick gen Libyen und darf sich zu einem gewagten Shoa-Vergleich hinreißen lassen. Er kann sicher sein, es wird ungeahndet bleiben. Dazu Ghassan:

Daniel Cohn-Bendit hat die zweifellos grausigen Zustände in Libyen mit dem Warschauer Ghetto verglichen. Keine Reaktion von „anti“deutscher Seite, die sich sonst so empfindlich gibt, wenn es um die Verharmlosung der Naziverbrechen geht.

Man stelle sich einmal den Sturm der Entrüstung, die Antisemitismusrufe und die geschlossene Ablehnung vor, wenn Cohn-Bendit die zweifellos grausigen Zustände im Gaza-Streifen mit dem Warschauer Ghetto verglichen hätte.

(Shoahvergleiche sind übrigens grundsätzlich nur dann erlaubt und erwünscht, wenn sie gegen Araber gerichtet werden.)

(Hervorhebung von mir)

4 Gedanken zu “Cohn-Bendit vergleicht Libyen mit dem Warschauer Ghetto

  1. Was passiert, wenn man irgendein Ereigniss mit dem Ghetto vergleicht? Löst man sich da auf? Ich meine das hat schon fast theologische Züge, eine Analogie so anzugreifen. Nicht zu sehen, was gemeint ist, also was die Intention desjenigen ist, sondern, was gesagt wird. Schaut man sich die ganze antideutsche Literatur an, die sich in den letzten Jahren als virtuelle und nicht-virtuelle Bleiwüste angehäuft hat, entdeckt man eine Lust über Begriffe und Redewendungen zu streiten, die fast schon pathologische Züge trägt und nicht über den Gegenstand, der mit so einem Vergleich vielleicht erörtert werden soll. Es ist eine perverse Lust über deutsche Befindlichkeiten zu streiten, weil das was zum Vergleich Anlass gibt zu banal wird, als das man darüber redet. Stattdessen empört man sich über Vergleiche auf.

    Anscheinend schreibt man der Sprache magische Züge zu. Das erinnert mich an Zaubersprüche von Magieren und Hexe. Sobald was ausgesprochen wird, passiert was. Und wenn man Gaza mit dem Ghetto vergleicht passiert auch was. Was, hab ich bis jetzt nicht verstanden.

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  2. Danny le Rouge ist selbst ein Kind jüdischer Eltern. Ich weiß dass das manche Anti-Deutschen nicht abhält, jemanden als Antisemit zu bezeichnen aber das dürfte die meisten beruhigen😉

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    1. Schau Dir an, wie mit Zuckermann umgegangen wird, mit Finkelstein, mit Langer, mit allen, die den Standpunkt dieser Leute nicht teilen. Da spielt es keine Rolle, wer (kein) Jude ist. Im Gegenteil: Die lautesten Antiantisemiten bekommen gerade bei jüdischen „Gegnern“ so richtig Schaum vorm Mund.

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