Neu in meiner Blogroll: Baruch Wolski

Baruch bloggt – und wie! Der in Wien lebende Baruch Wolski hat sich gleich zu Anfang seiner Blogger-Existenz am Thema „Beschneidung bei Juden und Muslimen“ angenommen. Schon die Kommentare, die er mit seinem Blogartikel „Keine Diskussion“ hervorgerufen hat, sollten ihn und die Adressaten der folgenden Zeilen (ihm gesonnene Muslime und Juden) zusätzlich bestärken:

Wie hat es Erich Kästner doch so schön formuliert: “Nie sollst Du so tief sinken, von dem Kakao, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken.“ In diesem Sinne kann unsere Antwort auf die allerneuesten Anwürfe nur die eine sein: Die Beschneidung steht nicht zur Disposition. Keine Diskussion.

Hat Feridun Zaimoglu denn unrecht, wenn er im jüngsten Gespräch mit Eren Güvercin verheißungsschwanger anhebt:

Dem Gläubigen ist die Liebe des Herrn versprochen. Und doch hat er sich der Welt nicht entfremdet. Er steht als lächerliche Figur nicht selten im Speichelregen des Spotts. Was kann er tun? Gott anbeten. Grinsen, wenn man in ihm einen Schurkenbürger sieht.

So darf es sein. Und so bin ich gespannt auf weiteres vom bloggenden Baruch.

2 Gedanken zu “Neu in meiner Blogroll: Baruch Wolski

  1. Tja, ich verstehe deinen Standpunkt hier überhaupt nicht, MondoPrinte. Es geht hier nicht um Kakao, das wird von dir komplett ignoriert. Dass sich an das Thema Beschneidungsverbot nun alle möglichen unangehmen Leute dranhängen, ja, sicher, aber deshalb bleibt es trotzdem Körperverletzung.

    Interessant wäre eine Diskussion über die Moderne und ihren Standpunkt zum Körper. Bei uns ist die Unverletzlichkeit des Körpers fast heilig. Das Kind wird diesbezüglich sehr geschützt. Geht es allerdings um die Rendite, tritt der Schutz zurück. TV-Programme für Kinder, ganztägig, in denen Werbung für ebendiese Zielgruppe gezeigt wird, müssten aus pädagogischer Sicht problematisiert werden. Oder die Heerscharen von Psychologen, die sich damit befassen, mit welchen Anordnungen in Supermärkten man Kinder am besten verführen kann.

    Es ist merkwürdig, dass Kinderschutz nichts zählt, wenn potenziell gewalttätige Religionen ihren Anspruch auf Kinder anmelden.

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    1. So interessant so eine Diskussion über die Moderne und ihren Standpunkt zum Körper wäre, es müsste erstmal geklärt werden: Welcher Sprache bedienen sich die Diskutierenden? Und: Wie sollen Säkularisten/Materialisten und religiös/theologisch/transzendent tickende Gesprächspartner überhaupt miteinander sprechen? Das erscheint mir das Hauptproblem, auch in der ja nicht wirklich existierenden Diskussion um Beschneidung…

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