The OtherSite – die andere Seite von was?

The OtherSite, so heißt eine Website, die federführend betreut wird von der propalästinensischen Solidaritätsaktivistin Doktorin Gabriele Weber und Simon Köhl. Und wenn ich mir so die Liste der Leute anschaue, von denen auf dieser Website schon so alles Artikel in ein der Site entsprechendes Layout kopiert worden ist, krieg ich schon wieder die Krise: Gilad Atzmon! Lauren Booth!

Der eine der lebende Beweis für die These, dass auch Juden Antisemiten sein können   (Zionismus, so Atzmon, sei nicht etwa ein koloniales Projekt; sondern Teil der jüdischen Identität als „Stamm“) ; die andere eine aufgrund ihrer Verwandtschaft mit Cherie Blair bekannt gewordene Konvertitin zum Islam, die es sich zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, Atzmons Wahnsinn nach außen hin zu verteidigen und zu segnen.

Ähnlich wie eben Dr. Gabi Weber, die ich ja an anderer Stelle einmal recht positiv dargestellt habe. Würde ich heute nicht mehr so machen.

Palästinasolidarität, wie sie auf The OtherSite zumindest zum Teil verfochten und als erstrebenswert und nachahmenswürdig propagiert wird, ist nichts Anderes als das Spiegelbild fehlgeleiteter Israelsolidarität. Wo sich Rassisten und Antisemiten aller Art in letzter Zeit als unbedingte Verfechter des Staates Israel in die Bütt warfen und Israel als nicht viel mehr denn als Feigenblatt für die eigene Kackscheiße zu missbrauchten, sind es Seiten wie der Freiburger Ärztin aus dem Cafe Palestine, die den umgekehrten Weg zu gehen meinen: Kackscheiße als Gold verhökern zu wollen, man muss kein hirndurchweichter Broder-Fan sein, um an dieser Stelle Melville’s Bartleby, den Schreiber, zu zitieren: „Ich möchte lieber nicht“.

Ob Atzmon, Booth – oder Greta Berlin bzw. „Our Land“: Wo Palästinasolidarität lediglich ein anderes Wort ist für Antisemitismus, bin ich raus.

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2 Gedanken zu “The OtherSite – die andere Seite von was?

  1. Ich würde Ihnen gerne nahelegen Atzmon ebenfalls mal ohne „Brille“ zu lesen (oder vl. doch besser mit Brille?).
    Im Gegensatz zu Ihrer Aussage macht Atzmon einen feinsinnigen Unterschied zwischen Judentum, dem jüdischen Glauben, Jüdischkeit, jüdischer Ideologie und eben Zionismus. Der (heutige) Zionismus versucht allerdings alle diese Begriffe als untrennbar zu propagieren, daraus einen Begriff zu machen. In der öffentlichen Wahrnehmung z.B. existiert jüdische Ideologie eigentlich nur als Zionismus. Zionismus = Judentum? Klar, damit kann man dann jeden zum Antisemiten deklarieren…

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    1. Mir scheint, Sie haben Ihr Urteil über mich auf der Basis einer sehr oberflächlichen Lektüre meines Blogs gefällt. Zudem ist mir Atzmon schon seit Längerem bekannt. Fand ich seine Jazz-Vorstöße z.T. recht interessant, halte ich seine Erzeugnisse als Autor fiktionaler und nicht-fiktionaler Texte für „nicht sehr gelungen“, um es mal milde auszudrücken. Ihr flammendes Plädoyer für die Nicht-Identität von Zionismus und Judentum hätten Sie sich sparen können.

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