„Die Bundesregierung meidet die Menschen in Gaza wie die Pest, sie hat noch nicht einmal ein paar Worte des Mitgefühls übrig für die Opfer der israelischen Angriffe.“

„Rhizom präsentiert die deutsche Übersetzung des jüngsten Artikels, den die israelische Journalistin Amira Hass in Ha’aretz veröffentlichte. Ein ganz wichtiger Text! Bei aller Kritik an jenen, die als Repräsentanten der Palästinenser gelten müssen, hält Hass an der einfachen Tatsache fest, dass es der Widerstand „gegen die Ungerechtigkeit, die der israelischen Herrschaft“ ist, der  „ein untrennbarer Bestandteil des Lebens eines jeden einzelnen Palästinensers ist“.

Ebenfalls empfehlenswert der Kommentar der Journalistin Bettina Marx, die, ähnlich wie Hass, auf die gähnende Leere in den Worten und Taten der Bundesregierung scharf kritisiert. Diese, so Marx,

stellt sich einseitig auf die Seite Israels mit einer Parteilichkeit, die sich auch mit der deutschen Vergangenheit nicht erklären lässt. Denn diese Politik ist vollkommen gescheitert, zum Nachteil auch der Israelis. Sie können nicht in Frieden leben, solange den Palästinensern keine Gerechtigkeit widerfährt. Das ist es doch, was diese letzte Runde der Gewalt gezeigt hat: das Nahostproblem löst sich nicht durch Wegschauen und nicht durch einseitige Parteinahme. Wenn Deutschland Israel unterstützen will, muss es den Palästinensern helfen, zu ihrem Recht zu kommen. Nur dann wird sich die Gewalt eindämmen lassen. Nur dann werden beide Völker in Frieden leben können.

Zwei starke Stimmen in einem Meer von Leere, Inkompetenz und Ignoranz. Wie sagte Schmok neulich so schön wie schrecklich:

„Mir geht die ganze Scheiße und Deutschland im Speziellen nach 40 Jahren Zwangsbeteiligung eh so auf den Sack , dass ich mich inzwischen fast gar nicht mehr dazu äußere.“

Das wäre allerdings sehr schade.

Ein Gedanke zu “„Die Bundesregierung meidet die Menschen in Gaza wie die Pest, sie hat noch nicht einmal ein paar Worte des Mitgefühls übrig für die Opfer der israelischen Angriffe.“

  1. Stimmt, diese einseitige Festlegung der deutschen Regierung auf Israel als Gute und Palästinenser als Schlechte lässt nichts gutes erwarten. Das wurde bislang kaum thematisiert, mir ist es auch nur nebenbei aufgefallen.

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