Lesenswertes am Dreikönigsfest

In an Arab woman, new hope for Israel’s left: Avner Cohens beinahe schon schwärmerisches Porträt der, wie er meint, neuen Hoffnungsträgerin in der israelischen Linken: der Knesset-Kandidatin Asma Aghbarieh-Zahalka, die für die Da’am Workers Party bei den anstehenden Wahlen an den Start geht.

Hanin Zuabi: Not here to be loved: Ein weiterer Ha’aretz-Artikel – nun aber auch über das Israeli Occupation Archive erhältlich – , eine weitere weibliche Stimme aus der israelischen Linken, und wieder handelt es sich um eine Palästinenserin mit israelischer Staatsangehörigkeit. Ein sehr langer Text, dem die Geschehnisse um die Aufhebung des vom israelischen Wahlausschuss ausgesprochenen Verbots, dass Zuabi für ihre Partei Balad bei den anstehenden Wahlen kandidiere, zugrund liegen. Zudem ist die Autorin Zuabi auch sonst recht nah auf die Pelle gerückt. Man erfährt viel über das momentane atmosphärische Klima in Israel und darüber, wie Zuabi tagtäglich mit den Anfeindungen, denen sie seit ihrer Teilnahme an der Mavi-Marmara-Flottenaktion nach Gaza im Mai 2010 ausgesetzt ist, umgeht.

Auch ich bin shit: Uri Shanis Text, der schon vor der Angelegenheit Augstein Broder aktuell war, handelt er doch von der Mutter aller antiantisemitischen Listen im Netz. Und Shani hat es auch auf diese verschlagen!

sakralisierung wohin das auge reicht? treue liebe, das ist ein Blog, geführt von einer, die ansonsten Jahre lang auf freitag.de mitdiskutierte. Eine brillante Denkerin und witzige Gesprächspartnerin, die zudem zu den ganz wenigen gehört hat, die überhaupt auf meine Versuche, in dem irgendwie linken Blatt mitzumischen, eingegangen ist.  Eine der ganz wenigen BloggerInnen, die sich an religiösen Fragestellungen nicht aus der Distanz zu versuchen scheinen und die mehr zu bieten hat als nur die ewigen Aufgüsse von anno Feuerbach. Zu sehen ist ein Video, in welchem auf den wachsenden Einfluss „der“ Haredim im Alltag Westjerusalems eingeht. Die Bedrohlichkeit der Hutträger soll komischerweise auch damit veranschaulicht werden, dass sie u.a. „gegen die Siedlungen“ seien (so ähnlich wird nach ca. 5 Minuten der Stab gebrochen). Huuuuh, gefährlich! Dennoch guter Beitrag.

Der Nationalismus der Anderen: Der geschätzte rhizom wartet mit einem Auszug aus dem 1982 erschienenen Buch Abweichende Meinungen zu Israel von H. L. Fertl auf.  Sehr spannend. Erinnert mich sehr an die maßgebliche “Einleitung der Herausgeber” von Mario Offenberg und Eike Geisel (sic!) Nathan Weinstocks Das Ende Israels? von 1975. Habe in den Frühzeiten dieses Blogs mal darüber einige Worte verloren.

2 Gedanken zu “Lesenswertes am Dreikönigsfest

  1. jene, die „selbsthassende juden“ und ihre „instrumentalisierung“ durch „antisemiten/antizionisten/..“ anprangern, sind dieselben, die mossab hassan yousef, wafa sultan, salman rushdie, nasrin amirseghdi und wie sie alle heissen, unaufhörlich vorschieben.

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