Lesenswertes zwei Tage vor Rosenmontag

Heil Karneval: Erschreckönd, was für ein Abgrund sich hier auftut! Der Büttenredner bringt, 40 Jahre nach dem 30.1.1933 Teile des Publikums dazu, sich als „Alte Kameraden“ zu outen, und geizt darob nicht mit jeder Menge Witze gegen vermeintliche Randgruppen. Arno Frank geht vielleicht ein wenig zu weit, wenn er, so kann man seine Ausführungen jedenfalls verstehen, Karnevalisten als ziemlich autoritätshörige Würste dastehen lässt. Oder hat er das gar nicht so gemeint? Nun ja, das Herausstreichen des ach so „antiautoritären Charakter(s)“ von Karneval erinnert manchmal schon an die Lieblingsbeschäftigung selbsternannter Palästina-solidarischer Deutscher: Ständig betonen, man bzw. die als Kronzeugen zurate gezogenen Personen seien nie und nimmer antisemitisch.

Johanna Wanka: Die Frau beerbt Anette Schavan an der Spitze des Bundesbildungsministeriums. Wanka… war da nicht einmal was? Die Dame, weiß die taz, gilt als „konservativ, aber pragmatisch“. Vielleicht sollte man noch hinzufügen: Wenn es um die (pro)israelische Wagenburg geht, scheint die Damen zum Innenkreis zu gehören. Als brandenburgische Kultusministerin arbeitete sie auf die Einführung eines Israeltages hin – was seinerzeit (2005) Briefeschreiber auf den Plan rief:

Ich will es nicht länger hinnehmen, dass meine Kinder mit dieser einseitigen Israel-Propaganda einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Wie es in früheren Jahren Nazi-Propaganda gab, soll diese jetzt durch Israel-Propaganda ersetzt werden.

Akiva Orr: Der Matzpen-Mitbegründer ist verstorben.

Hahn, der Rassismus und die Inquisition: Lesenswerte Reflexionen im Initiativgruppe-Blog zum vermeintlichen und alles in allem überflüssigen, weil albernen „Rassismus“-Skandal um den hessichen Justiz- und Integrationsminister Jörg Uwe Hahn (FDP) und seinen Bundesparteivorsitzenden.

Izzy in Holyland: Wie würde es bei wirres.net jetzt heißen? Richtig: hihi.

Und zum Schluss noch dies:

Das Kind als Bio-Aktie: Betrübliche Einsichten von Götz Eisenberg, der in der Beschreibung heutiger Eltern-Kind-Verhältnisse zur erschreckenden Diagnose Bindungslosigkeit kommt.

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