Zur Lektüre empfohlen!

„Sie prügelten sie zu Tode“: Brumliks umstrittener, ärgerlicher, aber vielleicht deshalb doch auch  bedenkenswerter taz-Artikel über den Boykott jüdischer Geschäfte durch die Nazis, der vor 80 Jahren begann,  und die BDS-Bewegung:“Der Boykott stellte eine Etappe auf dem Weg der Vernichtung der Juden bis in die Gaskammern von Birkenau und an die Erschießungsgräben der Ukraine dar.“

Papa Francesco: Die Predigt des Münsteraner Philosophie-Professors Klaus Müller zur Papstwahl: „Es reicht völlig, wenn er das korrupte Lumpenpack rund um den Staatssekretär Bertone samt diesem rauswirft und glaubwürdig das Evangelium predigt (was ihm aus Buenos Aires auf die Seele geschrieben ist).“

What do ‚pro-Israel‘ image-mongers actually stand for? Dahlia Scheindlin von der supergenialen 972-Crew versucht, Ansammlungen wie The Israel Project zu verstehen. Was meinen solche Organisationen (oder auch StandWithUs), wenn sie sich als „pro-israelisch“ deklarieren? Anderserseits: Möchte man das wirklich immer so genau wissen?

Slamming intellectuals who backed Iraq war, Hedges says he lost job at ‘NYT’ for opposing it – Phil Weiss über die Bekenntnisse des US-Journalisten Chris Hedges: Wer zu Beginn des Irak-Kriegs (den mit den „Massenvernichtungswaffen“) auch nur leise Zweifel an der Legitimität desselben aufkommen ließ, konnte sich auf Ärger gefasst machen. Besonders bitter dabei: Gerade im sogenannten liberalen Lager waren bestimmte Tugendwächter besonders eifrig:

The war boosters, especially the “liberal hawks”—who included Hillary Clinton, Chuck Schumer, Al Franken and John Kerry, along with academics, writers and journalists such as  Bill KellerMichael IgnatieffNicholas KristofDavid RemnickFareed ZakariaMichael WalzerPaul Berman,Thomas FriedmanGeorge PackerAnne-Marie SlaughterKanan Makiya and the late  Christopher Hitchens—did what they always have done: engage in acts of self-preservation. To oppose the war would have been a career killer. And they knew it.

Ganz nebenbei: Genau das stört mich an einer US-TV-Serie wie Boston Legal so stark: Einerseits wird so getan, als werde das gesamte US-amerikanische Meinungsspektrum durch Repulikaner (Denny Crane) und Demokraten (Alan Shore) abgedeckt. Andererseits die Mär von den ach so kritischen liberals. Scheiß Mainstream. Tolle Serie, dennoch. Nachzulesen ist der oben beschriebene Verrat der kritischen Intelligenzija in Scott Lucas‘ hervorragender Polemik  The Betrayal of Dissent: Beyond Orwell, Hitchens and the New American Century von 2004.

Leading Palestinian intellectual: U.S. was never a fair broker of Israeli-Palestinian peace: Carlos Strenger bereitet die Lektüre von Rashid Khalidis neuem Buch Magenschmerzen.

Die israelische Armee im Warschauer Ghetto: Abu Midian erinnert an einen von ihm verfassten Text von 2002:

“Um uns gut auf die folgende Schlacht vorzubereiten”, sagte letzthin einer der Kommandanten der Armee in den besetzten Gebieten, “ist es gerechtfertigt und sogar nötig, von jeder Quelle zu lernen. Wenn das Ziel die Eroberung eines dicht bevölkerten Flüchtlingslager ist, oder der Kassba von Nablus, und die Pflicht des Kommandanten die Erfüllung dieses Ziels ohne Opfer, dann muss er zuerst Konsequenzen früherer Schlachten analysieren und sich einverleiben; auch – so grausam sich dies auch anhören mag – wie die deutsche Wehrmacht im Warschauer Ghetto agierte.”

Instrumentalisierung des Holocaust revisited?

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