Israelische Waren und Waren aus israelischen Siedlungen

Ein überfälliger Schritt, man höre und staune, auf Initiative der Grünen:

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hat das parlamentarische Instrument der Kleinen Anfrage genutzt, um der Bundesregierung kritische Fragen über den Import von Produkten aus den israelischen Siedlungen im Westjordanland und über deren Kennzeichnung hierzulande zu stellen.

Die Kleine Anfrage bezieht sich stark auf den Bericht Handel gegen den Frieden. Wie Europa zur Erhaltung illegaler israelischer Siedlungen beiträgt, den medico zusammen mit 21 weiteren europäischen Organisationen herausgebracht hatte.

So, und nun möchte ich gern wissen – was gibt es dagegen einzuwenden?

6 Gedanken zu “Israelische Waren und Waren aus israelischen Siedlungen

  1. Nachdem ich mich nun lange genug geärgert habe: In welcher Weise soll hier konstruktiv auf den Konflikt eingewirkt werden?
    Wem nützt dieser Boykott?
    Hilft es der palästinensischen Seite, wenn Waren aus der Westbank nicht mehr zu vermarkten sind, wenn Israelis sie produziert haben?
    Man kann als Entschuldigung für solche Vorschläge nur die völlige Ratlosigkeit anführen und das Unvermögen, einfach anzuerkennen, dass es Aktionen gibt, die nicht nur nichts verbessern, sondern darüber hinaus einfach nur „schamlos“ sind.Mir ist vollkommen schleierhaft, wie sich Boykottforderungen gegen Israel außerhalb des „Palästina-Komitees“ überhaupt artikulieren können.

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    1. Warum „schamlos“? Wem gegenüber? Und warum packst Du das Wort in Anführungszeichen? Und wie sich Boykottaufforderungen „gegen Israel“ – interessant, dass es für Dich ausgemachte Sache zu sein scheint, dass es sich bei Israel eben auch und gerade um ein System handelt, das ohne Besatzung, Unterdrückung und Landraub nicht existieren kann, ich bin da ja anderer Meinung – auch „außerhalb des ‚Palästina-Komitees'“ [welches ist gemeint?] durchaus artikulieren lassen, zeigt nicht zuletzt Prof. Hawking. Überhaupt: Boykott? Wer spricht von Boykott?

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  2. Hawking darf sagen ,was er mag.Im übrigen halte ich seine körperliche Verfassung für den wahren Grund seiner Absage.
    Das „System Israel“ ist auch genau die Formulierung, die zur Belobigung einer solchen Initiative (die gleichwohl doch auf Boykott hinauslaufen soll?) passt.Ich habe schon verstanden, was Deine Position ist.Ich finde sie schamlos, diesmal auch gern ohne “ „.
    Aber entweder empfindet man dies „ganz einfach“ so oder man kann es nicht nachvollziehen.Ach ja, intelligent finde ich Deine Haltung im übrigen auch nicht.Betrüblich!

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    1. Mit „Betrüblich“ kann ich schon mehr anfangen, und wenn ich Deine Invektiven richtig interpretiere, wundert mich das nicht wirklich – aber bist du sicher, dass du statt „schamlos“ nicht „charmelos“ meinst? Hm?

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      1. Nein,daher obszön, zur Verdeutlichung! Die Frage, wem oder was die Initiative der Grünen dient, blieb ja unbeantwortet.Darum versuche ich eine Antwort auf „schamlos“.
        Ein rein symbolischer Akt, wie Boykott u.ä., ist darum hierzulande eine Obszönität, da die Symbolik eindeutig besetzt ist.Betrachtet man die Sinnlosigkeit desselben, das schlichte 0-Potential, irgend etwas zu „verbessern“, kann ich dafür bestenfalls noch die Bewertung „trivialer Budenzauber“ im Verbund mit Mangel an Anstand geben.

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