Nakba-Gedenken auf Gutdeutsch

Momentan sind Texte, die an die Nakba erinnern, an vielen Punkten und Orten im Netz zu finden. Was mir dabei, besonders wenn es sich um deutschsprachige Texte bzw. Texte für ein – wie auch immer zu definierendes- deutsches bzw. antideutsches Publikum verfasst wurden, auf den Senkel geht, hat mit dem Umstand zu tun, dass sowohl Palästinenser-Versteher wie -Hasser nicht so sehr über das Thema – Vertreibung von ca. 750000 Palästinenserinnen und Palästinensern im Zuge der Staatenwerdung Israels 1947/1948 – gesprochen wird, sondern einmal mehr Nabelschau betrieben wird. Der Saft, in dem man schon lange schmort, schmeckt immer noch am besten. Die einen schreiben Besinnungstexte, offenbar für eine junge, irgendwie links-desorientierte Klientel, anderen fällt zur Nakba nur der Hinweis, frei nach Wolfgang Pohrt in seiner antideutschen Phase, auf Erika Steinbach ein. Wie tief kann man sinken? Wie kalt muss das eigene Blut sein? Wieviel Hafer kann ein Gaul vertragen, bis er nicht mehr wachsen kann?

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