Die einen nennen es Rassismus, andere sprechen von Apartheid

De jure sind israelische Palästinenser ihren jüdischen Mitbürgern gleichberechtigt. Die Realität sieht indes anders aus. Der in Nazareth lebende, britische Journalist Jonathan Cook beschreibt hier sehr anschaulich anhand einiger heftiger Beispiele, wie normal es innerhalb der israelischen Gesellschaft zu sein scheint, Palästinenser – und hier sind auch jene mit israelischem Pass gemeint – aufgrund ihrer Herkunft zu benachteiligen. All dies hat demnach Formen erreicht, dass sogar die Regierung Netanyahu es für geboten sah, ihre tiefe Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen, indem von einzelnen Vertretern das Kind einfach mal bei einem seiner zahlreichen Namen genannt wurde:

Government ministers led an outpouring of revulsion. Tzipi Livni, the justice minister, called the incident [üble Vorgänge im Freizeitpark Superland] a “symptom of a sick democracy”. Defence minister Moshe Yaalon was “ashamed”. Prime minister Benjamin Netanyahu demanded that the “racist” policy be halted immediately.


Nicht dass die hier zum Ausdruck gebrachte Entrüstung keine PR wäre, aber sage mir doch bitte nochmal einer, Palästinenser mit israelischem Pass würden in ihrem eigenen Land nicht diskriminiert. Und komme man mir dann auch noch bitte mit dem alten Gassenhauer, verglichen mit ihren „Brüdern“ in anderen arabischen Staaten gehe es den Palästinensern unter israelischer Herrschaft doch „gold“ (Walter Kempowski).

2 Gedanken zu “Die einen nennen es Rassismus, andere sprechen von Apartheid

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s