Siedlungsbau in Ostjerusalem und Protest: „My Neighbourhood“

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Deir Yassin darf nicht vergessen werden.

Dort wo sich heute der Wstjerusalmer Ortsteil Givat Shaul befindet, in dessen Herz eine Nervenklinik liegt, stand einst das palästinensische Dorf Deir Yassin. Dina Elmuti, NAchfahrin von Opfern jenes Massakers, das von zionistischen Milizen am 9. April 1948 verübt wurde, ermahnt die Nachwelt: „We must never forget the massacre of Deir Yassin.“

Es geht nicht um Lapid oder Bennet. Es geht um Qamar.

Während sich die Welt noch die Augen reibt ob des Glanzes, den Israels neue Politstars Naftali Bennett und Yair Lapid verströmen, soll uns das folgende Video, aufgenommen von Aktivisten der Menschenrechtsgruppe Ta’ayush vor Augen führen, um was es im Kern im israelisch-palästinensischen Konflikt geht: Die einen verschaffen sich Zugang zu Ressourcen und tun dies in vollem Bewusstsein auf Kosten der anderen – und mag es sich dabei auch um Kleinstkinder handeln:
Am 19.1. verhafteten israelische „Sicherheitskräfte“ in der Nähe von Hebron – man versuche, sich die Visagen dieser Typen einzuprägen, Gott sei Dank, lässt uns das Internet nicht vergessen – die 18 Monate alte Qamar und ihre Mutter Rima Ismail Awad.  Siedler hatten sich der Ländereien und der Olivenhaine der Familie bemächtigt und mussten natürlich nun von diesem antisemitischen Mob beschützt werden.

Welche Gedanken kommen einem bei diesen Bildern? „Es geht nicht um Lapid oder Bennet. Es geht um Qamar.“ weiterlesen

Zu den allerwichtigsten Einsichten im Bereich Nahostsolidarität gehört jene, dass man mit Israelis bzw. Palästinensern solidarisch sein sollte, nicht weil man die einen oder die anderen für besonders edel halte. Genau darin besteht eben die Gefahr: in der Überhöhung jener Gruppe, mit der man sich für solidarisch erklärt – und, damit einhergehend, in der je eigenen Überhöhung. Man schaue sich nur an, was und wer sich momentan so alles mit wem in Solidarität übt: Die finstersten Gestalten pflegen Verbundenheit mit anderen Finsterlingen, und wegen der einen oder der anderen Katastrophe fühlen sich die Herrschaften dabei auch noch moralisch in der Champions League. „Was haben die Palästinenser noch zu verlieren?“ weiterlesen

Aufatmen in Israel

Die Osloer Morde im vergangenen Juli haben die Aktien für Islamhasser sinken lassen. Die alte Gleichung „Palästinenser = schlimmer als Hitler“ ergibt zwar auch noch immer keinen Sinn, aber Mode ist halt, was schön macht.  „Aufatmen in Israel“ weiterlesen