Griechenland in Kürze

Ich werde in diesem Blog nicht über Griechenland schreiben. Vielleicht nur das:

Oder auch das:

Und dann noch ein Zitat von Antje Schrupp:

„Es geht um die Macht von Eliten, und denen ist es egal, ob sie ihre Interessen mit Hilfe ökonomischer oder mit Hilfe politischer Hebel durchsetzen. Volkswirtschaftliche Argumente sind dabei komplett total egal.“

Nuff said…

In eigener Sache: Meine momentane Inaktivität

Umwälzendes ereignet sich gerade in meinem Familienleben. Keine Sorge, es handelt sich um ein freudiges Ereignis, das mich momentan daran hindert, dieses Blog mit Inhalt zu füllen. Allen Leserinnen und Lesern, allen Freundinnen und Freunden sei an dieser Stelle ein guter Rutsch in ein hoffentlich gutes Jahr 2012 gewünscht.

Sarkozy und Obama dissen Netanyahu

Was Fefe hier meldet, ist nun wirklich lustig:

Auch Sarkozy und Obama haben gemerkt, dass Netanjahu ein habitueller Lügner ist. Sie dachten, die Mikrofone seien aus, aber durch einen „technischen Defekt“ haben die Journalisten mitgehört.

Sarkozy zu Obama:  „Ich kann ihn nicht mehr sehen, das ist ein Lügner.“

Darauf der zurück: „Du bist ihn leid, aber ich habe jeden Tag mit ihm zu tun!“

„Ganz Israel“ steht nun hinter Bibi, eingeschnappt, empört und Mitglied bei Facebook.

In eigener Sache: Kommentare wieder freigeschaltet

In den letzten zehn Tagen war ich beruflich unterwegs. Und als ich dann am Sonntag, frisch zurück aus Nordengland, feststellen musste, dass mit der hauseigenen Heizung diverse Dinge nicht so ganz richtig liefen, musste erst einmal der Heizungsinstallateur angerufen und sehnsuchtsvoll – bis Montagnachmittag – erwartet werden. Da dieser Experte den Fehler im System aber nicht zu erkennen vermochte, galt es, einen Elektronik-Fachmann einzuschalten. Bis dieser sich in unserem schönen Hause eingefunden hatte – Terminabsprachen mit Callcentern finde ich sowieso ziemlich problematisch und albern – war es Mittwochnachmittag. Die Erkundungen dieses feinen Zeitgenossen dauerten gut dreieinhalb Stunden. Für’s Erste gibt es wieder warmes Wasser, und die Heizung scheint auch zu funktionieren. Für’s Erste! Zur Überbrückung. Zwar hätte sich besagter Zeitgenosse seine Tiraden zum Abschluss durchaus sparen können – als er von meinem, teilweise theologischen Beruf erfuhr (er hatte gefragt!), erging er sich in allerhand Schwadronellen von wegen „Der Islam übernimmt die Macht in diesem Lande!“ -, aber er war bereit, uns nur eine Stunde zu berechnen. Eine Stunde! Das nenne ich mal faires, moralisch vertretbares Handwerkswesen – Islamophobie hin, Tiraderie und irrer Blick her. Jedenfalls: Ich bin zurück, und wer bereits Kommentare verfasst hat, die nicht in den Mülleimer wanderten, darf sich wieder über freien Zugang freuen.

Dirk

Außer Form. Ich.

Möglicherweise habt Ihr es auch gar nicht bemerkt? Gestern habe ich mich entschlossen, einen eigenen Artikel, der schon seit mehr als einer Woche veröffentlicht worden war, in den Papierkorb zu werfen. Es ging in diesem Artikel um den Umgang der Parteiführung von Die Linke mit Antisemitismusvorwürfen etc. Den Namen von einem der beiden Wissenschaftler, die eine recht kritische bzw. von mir recht kritisch beurteilte Studie (ich setze mal jetzt keine Anführungszeichen) habe ich falsch geschrieben. So falsch, dass letztlich ein ganz anderer Name draus wurde. Mir geht es um Diskussion und Austausch, um Kontroversen und um das Zutagefördern von Konfliktlinien. All das kann aber nur funktionieren, wenn (potentiell und real) Beteiligte mit Respekt behandelt werden. Auch und gerade, wenn sie Standpunkte vertreten, die einem so gar nicht passen mögen. Darüberhinaus überstieg die Zahl der orthografischen Vergehen in besagtem Artikel deutlich die Grenze dessen, was ich – der ansonsten ja eher schludrig arbeitet – selbst ich als ertragbar zu erachten in der Lage war. Also: Der Text musste weg.
Und ich müsste mal Pause machen, oder?

Zurück zu Inuit

Twenty-Ten – vielleicht kommen wir zwei wieder zusammen? Mal sehen. Hello Goodbye…Hatte im letzten Jahr meiner Website genau dieses Theme verpasst. Ich bin ein großer Fan des Schrifttyps Geogia und von einfachen, simplen, an Zeitungen erinnerenden Layouts. Mit diesem Theme bringe ich ganz persönlich auch so manches wunderbar warme Gefühl in Verbindung. Unser erster Sommer im neuen Haus draußen auf dem Lande weckte dermaßen intensive Glücksgefühle in mir, dass es mir fast logisch schien, Inuit wieder aufzulegen. Vielleicht spielte auch eine Art gönnerhafter Neid eine Rolle, mit dem ich karldigitals erste Schritte in der Blogosphere betrachte. Ein großartiger Freund, klug, intelligent, edel – und in Sachen Technologie und Bewusstsein meiner Dürftigkeit Lichtjahrzehnte voraus. Von ihm und seinem Blog wird man noch viel lesen – und hören.

Kosovo, Afghanistan, Japan – Suttgart

Stuttgart, 27.3.2011: Junge Grüne strahlen.
Stuttgart, 27.3.2011: Junge Grüne strahlen.

In der ARD ist von einem „historischen Machtwechsel“ die Rede. Baden-Württemberg wird aller Voraussicht nach in den nächsten vier Jahren von einem grünen Ministerpräsidenten regiert werden. Die Zeichen – wo? Genau! – im „Ländle“ stehen auf Grün-Rot. Der grünen Partei, ihrer Basis, ihren Wählern und nicht zuletzt  dem Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann gebürt aufrichtiger Glückwunsch. Nach außenpolitischen Erfolgen, wie sie im Kosovo und in Afghanistan errungen wurden, hat man es nun auch innen- bzw. zumindest landespolitisch geschafft. Tausende Tote in Japan haben dafür herhalten dürfen, dass sich die Grünen Respekt, Anerkennung und Macht zu verschaffen.

Es schreibt ein Meisterdenker an Dr. Margit Reiter

Der Mensch braucht Ziele in seinem Leben. Auch mit einem Blog verfolgt man entsprechendes. Sollte eines schönen Tages der Fall eintreten, dass ich eine Email oder einen Kommentar folgenden Inhalts erhalte:

„In der internationalen, wissenschaftlichen pro-Israel, gegen Antisemitismus, Neonazismus und Islamismus gerichteten Community sind Sie auch ein no-name, warum auch immer.“

– und sollte sich herausstellen, dass besagter Text aus dem Hirn bzw. der Feder des hochverehrten Clemens Heni stammt, meine Damen und Herren, ich könnte nicht froher und glücklicher sein. Hätte sich für mich der Zweck dieser meiner Website doch erfüllt. Exkommuniziert zu werden aus der Kirche der Henis, Küntzels und Weinthals, und zwar vom Oberhäuptling persönlich – ein Traum!
Was ich mich nur immer frage: Um was geht es diesen Leuten wirklich, wenn sie über Israel, den Kampf gegen Judenhass, Nazi-Schweinereien und religiös verbrämte Gewaltphantasien reden? Dank an Herrn Mercator.

Leitkulturalismus und das übliche Geschwätz – letzte Worte von mir

Auf Ad Sinistram findet sich wieder einmal ein durch und durch zu denken gebender Aufsatz zum Gerede vom jüdisch-christlichen Abendland. Ich fühle mich durch die Aussage, Orient und Okzident seien nicht mehr zu trennen, fast völlig bestätigt, und dieser mein erster Post nach längerer Abwesenheit (PC-Problem und Kurzurlaub auf Juist) soll als Nachtrag zur auch hier geführten Diskussion um die sog. „christlich-jüdische Leitkultur“ verstanden werden. „Leitkulturalismus und das übliche Geschwätz – letzte Worte von mir“ weiterlesen

Vom Atmen

Zuletzt war hier ja Schmalhans am Bloggen. Das hat zu tun mit beruflichen Verpflichtungen, sowie einem Umzug in der wirklichen Welt, den meine Frau und ich momentan vorbereiten. Aus der Stadt ziehen wir im kommenden Monat hinaus ins Grüne. Fast ein Jahr nach Beginn dieses Blogs verspüre ich zudem auch auf inhaltlicher Ebene immer mehr den Wunsch, das ein oder andere Päuschen einzulegen. Fast ist es mir, als habe ich die vergangenen Monate ausschließlich damit verbracht, alles das ins Web zu schießen, was mir schon seit langer Zeit auf den Nägeln brannte: Es war wie ein einziges großes Ausatmen. Momentan mache ich mich daran, wieder einzuatmen. Auf den großen Output folgt der Input: Ich muss auftanken. Sollte ich mich also in der nächsten Zeit noch seltener zu Wort melden mit neuen Artikeln: Keine Panik: Ich atme nur ein.

Mr Westerwave and „se dainämmic“

Alles lacht über den bedauernswerten Herrn Oettinger, der ja auch nur der herrschenden Ideologie folgt mit seiner Forderung, alle müssten Englisch lernen – und es doch selbst in Ansätzen nicht kann. Und gebongt: „Unser“ Außenminister ist zumindest inhaltlich zu verstehen, wenn er – wie im folgenden Video – über „se dainämmic“ im Zusammenhang mit dem Fall des Eisernen Vorhang mit den Worten zu kämpfen nicht aufhören kann. Doch mittlerweile versteht man, warum Mr Westerwave zu Beginn seiner Amtszeit so ein unentspannt reagierte, als ein britischer Journalist ihn um eine Antwort auf Englisch ersuchte.