Beeindruckend: Asma Agbarie Zahalka

Wem es wirklich um Gegenwart und Zukunft im Staate und Lande Israel geht, der sollte aufmerken, wenn es um diese Frau geht: Hier ein Wahlkampfspot der Da’am Workers‘ Party mit ihrer Spitzenkandidatin Asma Agbaria Zahalka. „Beeindruckend: Asma Agbarie Zahalka“ weiterlesen

„wiedergefunden“

Sehr ergreifend – und sehr informativ. Der erste Teil von „The Angry Jewess“, einer Dokumentation über die Situation arabischer Juden in Israel; Einblicke in israelische Biographien, Wirklichkeiten und Erfahrungen, die oft nicht zur Kenntnis genommen werden, am Beispiel von Reuven Abergil.  Die Schwarzen Panther spielen eine bedeutende Rolle in der Sozialgeschichte arabischer Juden in Israel. Eine Aussage, die ganz am Anfang getätigt wird, bildet gleichsam das Leitmotiv: „Es ist unverständlich, wie Menschen (Juden in Marokko) etwas aufgeben konnten, das seit 2000 Jahren ihnen gehörte.“ Harter Tobak, das. Ich bin mir nicht sicher, aber die Dokumentation müsste so um 2010 ausgestrahlt worden sein. Weiß jemand mehr?

Die UN-Abstimmung für Palästina und das US-Monopol auf den Nahostfriedensprozess

Natürlich stimme ich zu, wenn es aus der Sargnagelschmiede  tönt:

Einer Zwei-Staaten-Lösung stimmen die Israelis formal doch zu. Statt dass man vergeblich immer wieder gegen Siedlungsbau und eine Annexion durch die kalte Küche protestiert, sollte man die Likud-Regierung einfach auffordern, dann doch mal klipp und klar zu sagen, wo ihrer Meinung nach die Grenzen zwischen diesen beiderseits akzeptierten Staaten verlaufen sollten, festgehalten auf offiziell signiertem Kartenmaterial.

Voraussetzung wäre allerdings das Eingeständnis der Niederlage durch die Palästinenser. Und die waren ja zuletzt mit Siegesfeiern beschäftigt. In Gaza erklärten sich die Sympathieträger von der Hamas für die Sieger eines nur von ihnen und dem (pro)israelischen Mainstream als solchen wahrgenommenen Krieg, tanzten auf Trümmern und schleiften zur Feier des Tages Leichen durch die Straßen.

Und in Ramallah jubelte man nach dem Skript der Fatah: Abu Mazen aka Palästinenserpräsident Abbas hat letzte Woche bei der UN einen glänzenden Sieg errungen: „Wir sind praktisch ein Staat!“, so seine Botschaft an die Getreuen, nachdem eine übergroße Mehrzahl an Ländern dem Antrag der palästinensischen Delegation auf Aufnahme als non-member state per Stimme ihre Unterstützung nicht versagt hatten. Die Rede ist von Abu Mazen, dessen Leistung als oberster Repräsentant der Palästinensischen Autonomiebehörde von US-Außenministerin Hillary Clinton umgehend gewürdigt wurde, als sie die PA in höchsten Tönen lobte: „Die UN-Abstimmung für Palästina und das US-Monopol auf den Nahostfriedensprozess“ weiterlesen

The West Wing – Folgen überspringen

Meine Frau und ich schauen des abends momentan sämtliche Folgen der US-Serie The West Wing, eine meiner persönlichen Lieblingsserien. Wir nähern uns dem Ende der fünften Staffel, wo Nahostfriedensverhandlungen zwischen einem zwielichtigen Palästinenserpräsidenten und dem israelischen Premierminister Armin Müller-Stahl in Camp David geschildert werden. Wir werden diese Folgen überspringen. US-Politik und Nahost, auch wenn nur nachgestellt, kann ich mir momentan nicht antun. Von hiesigen Polit-Imitatoren ganz zu schweigen! Die oben zu betrachtende Szene ist aus der 3. Staffel – und, ja, ich habe gelacht, und tu es immer wieder.

Die „Sünde des Siebten Tages“, zur Tugend erhoben

Yeshayahu Leibovitz sprach von der „Sünde des Siebten Tages“ und meinte damit die israelische Besatzung von Westbank, Golan, Sinai und Gazastreifen als Resultat des hierzulande als solchen bezeichneten Sechs-Tage-Krieges 1967. Das frisch gegossene Bündnis zwischen Netanyahus Likud-Block und Liebermans Israel Beiteinu steht für die Umkehrung der Sünde in Tugend. Dabei geht es nicht allein um 1967, sondern auch um die Ereignisse um 1948, die nicht nur die Gründung des modernen Staates Israel zur Folge hatte, sondern auch und gerade die palästinensische Katastrophe, Nakba. „Unsere Heimat ist Likud“ repräsentiert jene Haltung, entsprechend welcher die Nakba längst noch nicht vollendet sei. Sie insistiert nicht so sehr auf einer Notwendigkeit von Besatzung und Siedlungsbau aus (wenn auch vermeintlichen) Sicherheitsgründen, wie uns Shimon Peres und Mitstreiter aus den Gefilden der israelischen Arbeitspartei haben weismachen wollen.  Sie beharrt auf Landraub und Bevölkerungstransfer aus scheinbar religiösen Gründen – und wenn das nicht mehr reicht, aus reinem Spass an der Freude. „Palästinenser, kniet nieder, die Siedler kommen wieder!“, skandieren (anti-)deutsche Fans von Likud Beiteinu. Ihnen ist mit diesem Song von Albino ein Denkmal aus Rap gesetzt worden:

 

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arte-Dokumentation über die Atommacht Israel

Seltsam…. beim Freitag schaffe ich es nicht mehr, mich mit meinen bisherigen Zugangsdaten einzuloggen. War ich wohl doch zu lang tatenlos? Oder hat das mit dem Relaunch des Online-Auftritts des Blattes zu tun?

Über die richtigen Zugangsdaten verfügt offenbar Hans Springstein, der in seinem jüngsten Blogbeitrag die arte-Doku „Israel und die Bombe“ anpreist. Springstein zeigt sich ob der „hochinteressante[n] Informationen“ äußerst angetan von dem am 7. Juli ausgestrahlten Filmchen.

Ganz anders sieht das Schmok: „arte-Dokumentation über die Atommacht Israel“ weiterlesen

„Eine schmerzende Leere“: Linda Benedikt über sich und Israel

Und wieder mache ich ein bißchen Reklame für den mir sehr am Herzen liegenden AphorismA-Verlag zu Berlin. Linda Benedikt hat ein Buch veröffentlicht, von dem ich glaube, ohne dass ich es schon gelesen hätte, es dennoch ohne Einschränkung empfehlen zu können. In Israel, a love that was erzählt die Journalistin und Kabarettistin ihre ganz eigene „Geschichte einer Entzauberung“. Es geht um Benedikts Verhältnis zu Israel, um die jähe Diskrepanz zwischen dem Wunschtraum von Altneuland als Geographie gewordenen Trost für alle Opfer der Shoa und dem erlebten Alltag eines Staates, der sich selber immer mehr prägt durch Besatzung, Demütigung und Unterdrückung der Palästinenser.

Im Münchener Club Voltaire gab Benedikt jüngst eine Kostprobe ihres Könnens.

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Streitgespräch mit Ali Abunimah. Oder: Hat Jonathan Tobin das nötig?


Hier die Aufzeichnung einer Debatte, die kürzlich auf Democracy Now ausgestrahlt wurde. Es geht um die Ergebnisse, zu welchen die von der israelischen Regierung eingesetzte Levy-Kommission gelangt ist. Demnach soll Israel nicht als Besatzungsmacht in der Westbank anzusehen sein. Jüdische Siedlungen in besagtem Gebiet sollen nicht illegal sein. Letzten Endes soll die Besatzung keine sein. Miteinander im Clinch liegen Ali Abunimah und Jonathan Tobin, der sowohl für das amerikanisch-jüdische Blatt Commentary als auch für das israelische Rechtsblatt Jerusalem Post schreibt.

Die Positionen in dem Streitgespräch sind klar. Man muss nicht einmal besonders gut Englisch können, um zu verstehen, was die beiden zu sagen haben. Ali Abunimah führt Tobin im Verlauf des Gesprächs gehörig in die Enge. Und daran tut er gut. „Streitgespräch mit Ali Abunimah. Oder: Hat Jonathan Tobin das nötig?“ weiterlesen

Bilder der Nakba: „Sands of Sorrow“

Dies ist herzzerreißend. Bin gerade auf die Dokumentation der amerikanischen Journalistin Dorothy Thompson über palästinensische Flüchtlinge gestoßen. Aus dem Jahr 1950! Lisa Goldman ist zuzustimmen: Abgesehen von diversen Orientalismen aus dem Munde des Kommentators, handelt es sich bei „Sands of Sorrow“ um eine großartige Reportage. Zu sehen sind Bilder und Gesichter, die eindrucksvoll sind und traurig machen. Bilder, die, so stelle ich mir vor, von den noch lebenden Zeugen der Nakba von 1948 bis heute herumgetragen werden – und von ihren Nachkommen.


 

„Christians of the Holy Land“

Vor vielen Monden wollte es dem Betreiber dieses Blogs gefallen, die Probleme zu beklagen, denen jüdische Kritiker Israels in Deutschland ausgesetzt sind.
Eine weitere Gruppe, die im Zusammenhang mit Israel-Palästina mehr oder minder überhört wird, ist jene der palästinensischen Christen. „„Christians of the Holy Land““ weiterlesen

Grass wachsen hören und lesen

Ausgerechnet via Mondoweiss ist mir dieses Video vor die Linse geflattert. Moritz Eggert singt: „Israel, ich hab dich lieb, aber bitte greif nicht den Iran an“. Auf welcher Metaebene der Text funktioniert? Schwer zu sagen, aber er funktioniert.

Ein lesenswerter Beitrag zum Problem des Grass wachsen Hörens in diesem Land ist auch bei Schmok zu finden. Avner Ofrath schreibt u.a.: „Grass wachsen hören und lesen“ weiterlesen

Unbedingt anschauen: Erez Nehederet

Das ist immer so eine Sache mit dem Verfassen neuer Artikel. Im Moment habe ich nicht wirklich die Zeit dafür, abgesehen von einigen Nachtstunden. Und obwohl das so ist, habe ich mir gestern abend 72 Minuten Zeit genommen für diesen Film:

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