Snowden? Gauck!

Sollte Edward Snowden auf der Flucht vor der CIA des Abends bei Joachim Gauck anklopfen, ist er geliefert. Gauck hält Snowden für einen „Verräter“

Jeder einzelne Soldat habe das Recht zu widerstehen, wenn Menschenrecht gebrochen werde. „Wir haben keinen Kadavergehorsam.“ Für „puren Verrat“, so Gauck, „oder die Überschreitung von Verpflichtung, die man selber eingegangen hat und mit seiner Unterschrift besiegelt hat, dafür habe ich kein Verständnis.“

Warum sagt Gauck sowas? Juliane Leopold macht sich so ihre Gedanken:

Für Gaucks erstes, spontanes Urteil zu Snowden gibt es mögliche Erklärungen. Eine davon heißt: Gauck hat einen Unfehlbarkeitsglauben gegenüber dem Staat, solange dieser nicht kommunistisch ist. Die andere: Gauck argumentiert wie ein klassischer Konservativer, dessen Logik lautet: Wer die bestehende Ordnung kritisiert und den Status Quo in Zweifel zieht, stört. Ob es gute Gründe für das Stören gibt, ist zweitrangig.

Und warum trauert niemand Gaucks Vorgänger nach?

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