Auf meiner Einkaufsliste: Tariq Ali über Barack Obama

Es wäre ein Mü zu despektierlich, würde man Tariq Ali als altes Schlachtroß der internationalen Neuen Linken bezeichnen. Jedenfalls gehört Ali zu den ganz Wenigen seiner Generation, die man als Achtundsechziger bezeichnen könnte, ohne dies irgendwie negativ zu meinen. 

Tariq Ali (Steve Forrest/Insight-Visual )
Tariq Ali (Steve Forrest/Insight-Visual )

Man kann geteilter Meinung sein über seinen trotzkistisch geschulten Internationalismus, der sich zuletzt ergangen ist in Lobhudeleien über die „Piraten der Karibik„, d.h. Hugo Chavez, Evo Moralez und Konsorten. Bestimmt aber ist es interessant, hinzuhören, wenn Ali spricht, bzw. hinzusehen, wenn es ein neues Buch veröffentlicht. Sein jüngstes Werk: The Obama Syndrome. Der Untertitel sagt schon alles: „Surrender at home. War abroad“. Nachdem in Zeiten von George W. Bush der Antiamerikanismus nicht nur in hiesigen Gefilden florierte, feiert seit Obamas Übernahme der US-Präsidentschaft der Philoamerikanismus fröhliche Urstände. Ob man nun Alis Buch als wirksames Gegengift verstehen möchte oder als verzweifelten Ruf in der Wüste – in einem Interview mit dem Pulse-Blog gibt Ali Auskunft über Beweggründe und einige inhaltliche Aspekte:

 

The myths being perpetrated about him by his enemies are that everything he has done has been incredibly radical.  The myths being perpetrated about him by his friends are that this marks a definitive break with Bush-Cheney.  Both are wrong.  My book stresses the continuities in foreign policy between the Bush and Obama administrations.  I argue that all that has changed is the mood music.

Ich bin gespannt.

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