US-Experten: Irans nukleare Bedrohung geringer als propagiert

Dass Mohammed el-Baradei, Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation, gegen einen Militärschlag gegen den Iran sein würde, war ja nicht weiter überraschend. Dass nun aber angesehene US-Institute Studien veröffentlichen, in denen die nukleare Gefahr, die von Iran ausgehe, geringer eingeschätzt werden als etwa die israelische Regierung oder aber neokonservative und damit ultra-prozionistische Zirkel in den USA & elsewhere dies tun- das mag die Alarmisten des Weltgewissens nicht gerade mit Wonne erfüllen. Ein Klischee ist in Gefahr:

In der 230 Seiten starken Studie der Rand Corporation werden insbesondere die Resultate einer bereits 2007 begonnenen Forschungsarbeit über die politischen, ökonomischen und militärischen Entwicklungen und Perspektiven in Iran präsentiert. Auch dieser Bericht entkräftet die bisher in den USA verbreiteten iranischen Bedrohungsszenarien. So wird beispielsweise sachlich festgestellt, daß »bedeutende Hürden und Barrieren« den Plänen der Teheraner Regierung im Wege stehen. Diese beständen in regionalen, ethnischen und religiösen Unterschieden in der Gesellschaftsstruktur des Landes. Außerdem verfüge Iran nur »über begrenzte, konventionelle militärische Kapazitäten« und sei außerdem »diplomatisch isoliert«.

Es kommt noch schlimmer:

Empfohlen wird eine Kursänderung in der Politik gegenüber Teheran. Statt, wie bisher, weiter zu versuchen, mit Hilfe von Agenten und verdeckten Operationen in Iran Unruhe zu stiften, was zu nichts führe, sollte Washington Schnittstellen für gemeinsame Interessen beider Seiten suchen, zum Beispiel beim Thema Afghanistan. Dabei dürften die seit einiger Zeit von US- und NATO-Strategen angestellten Überlegungen eine Rolle spielen, Iran als Transitkorridor zur logistischen Unterstützung des Kriegs in Afghanistan einzubeziehen. So könnte die zunehmend unsicherere Route durch Pakistan entlastet werden.

Zugleich empfiehlt die Rand-Studie, die »manchmal aggressive, religiös eingefärbte Rhetorik« der Regierenden in Teheran nicht auf die Goldwaage zu legen und statt dessen die iranische Führung an ihren Handlungen zu messen. Deren Außenpolitik sei nämlich von dem legitimen Ziel bestimmt, die territoriale Integrität des Landes zu erhalten und das Überleben Irans als Islamische Republik zu sichern – und nicht von dem Wunsch, Ideologie zu exportieren, so der Bericht. Auch die im Westen weit verbreitete Ansicht, daß militante Bewegungen wie Hisbollah und Hamas oder andere, gegen Israel und die USA agierende Gruppen in Irak direkt von Teheran kontrolliert würden, stimme nicht. Iran habe »nur begrenzten Einfluß« auf diese Organisationen.

Und was die junge welt berichtet, wird in SpOn quasi bestätigt – und das will was heissen!

Zudem betonen die Experten des EastWest Institute, dass Iran erst in „vielleicht sechs bis acht Jahren“ eine Rakete entwickeln könnte, die einen 1000 Kilogramm schweren Sprengkopf bis zu 2000 Kilometer weit tragen könnte. Eine enorme technische Herausforderung wäre es auch, einen nuklearen Sprengsatz so weit zu miniaturisieren, dass er auf eine Mittelstreckenrakete passt. Wann Iran eine größere Interkontinentalrakete bauen könnte, sei derzeit völlig unmöglich zu sagen, erklärten die Experten. Ohne Hilfe von außen könnten es noch mindestens zehn bis 15 Jahre sein. Es gebe auch noch keine Hinweise, dass der Iran dies überhaupt vorhabe.

Hitler ist tot, Saddam ist tot, Arafat ist tot, und auch Ahmadinejad dürfte seine Rolle als weiterer Hitler-Imitator nun ausgereizt haben. Wen zaubern Israels „Freunde“ als nächsten aus dem Hut?

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