Israelische Waren und Waren aus israelischen Siedlungen

8. Mai 2013 § 6 Kommentare

Ein überfälliger Schritt, man höre und staune, auf Initiative der Grünen:

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hat das parlamentarische Instrument der Kleinen Anfrage genutzt, um der Bundesregierung kritische Fragen über den Import von Produkten aus den israelischen Siedlungen im Westjordanland und über deren Kennzeichnung hierzulande zu stellen.

Die Kleine Anfrage bezieht sich stark auf den Bericht Handel gegen den Frieden. Wie Europa zur Erhaltung illegaler israelischer Siedlungen beiträgt, den medico zusammen mit 21 weiteren europäischen Organisationen herausgebracht hatte.

So, und nun möchte ich gern wissen – was gibt es dagegen einzuwenden?

waffenloser widerstand

28. April 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Reblogged from treueliebe:

beispielsweise saufen gegen die mauer!
http://mondoweiss.net/2013/04/community-occupations-chopping.html
bezugsadresse für cremisan?
vorläufig meine ich, http://www.cremisan.de/cms/front_content.php wäre die richtige adresse
und nicht etwa http://www.israelwein.de/cremisan.html

Deir Yassin darf nicht vergessen werden.

8. April 2013 § 3 Kommentare

Dort wo sich heute der Wstjerusalmer Ortsteil Givat Shaul befindet, in dessen Herz eine Nervenklinik liegt, stand einst das palästinensische Dorf Deir Yassin. Dina Elmuti, NAchfahrin von Opfern jenes Massakers, das von zionistischen Milizen am 9. April 1948 verübt wurde, ermahnt die Nachwelt: “We must never forget the massacre of Deir Yassin.”

"Vom Kriegsverbrecher zum General"

4. April 2013 § 1 Kommentar

Reblogged from Emran Feroz's Blog:

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Bundeswehroberst Georg Klein, jener Mann, der 2009 für das Bombardement von Kunduz verantwortlich war, wurde nun offiziell zum Brigadegeneral befördert. Auf afghanischer Seite herrscht Empörung, während die deutsche Regierung ihre Ignoranz gegenüber den Opfern an den Tag bringt.

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Ignoranz, Gleichgültigkeit und Zynismus, Eure Namen seien allesamt Bundesregierung.

Zur Lektüre empfohlen!

3. April 2013 § 1 Kommentar

“Sie prügelten sie zu Tode”: Brumliks umstrittener, ärgerlicher, aber vielleicht deshalb doch auch  bedenkenswerter taz-Artikel über den Boykott jüdischer Geschäfte durch die Nazis, der vor 80 Jahren begann,  und die BDS-Bewegung:”Der Boykott stellte eine Etappe auf dem Weg der Vernichtung der Juden bis in die Gaskammern von Birkenau und an die Erschießungsgräben der Ukraine dar.”

Papa Francesco: Die Predigt des Münsteraner Philosophie-Professors Klaus Müller zur Papstwahl: “Es reicht völlig, wenn er das korrupte Lumpenpack rund um den Staatssekretär Bertone samt diesem rauswirft und glaubwürdig das Evangelium predigt (was ihm aus Buenos Aires auf die Seele geschrieben ist).”

What do ‘pro-Israel’ image-mongers actually stand for? Dahlia Scheindlin von der supergenialen 972-Crew versucht, Ansammlungen wie The Israel Project zu verstehen. Was meinen solche Organisationen (oder auch StandWithUs), wenn sie sich als “pro-israelisch” deklarieren? Anderserseits: Möchte man das wirklich immer so genau wissen?

Slamming intellectuals who backed Iraq war, Hedges says he lost job at ‘NYT’ for opposing it – Phil Weiss über die Bekenntnisse des US-Journalisten Chris Hedges: Wer zu Beginn des Irak-Kriegs (den mit den “Massenvernichtungswaffen”) auch nur leise Zweifel an der Legitimität desselben aufkommen ließ, konnte sich auf Ärger gefasst machen. Besonders bitter dabei: Gerade im sogenannten liberalen Lager waren bestimmte Tugendwächter besonders eifrig:

The war boosters, especially the “liberal hawks”—who included Hillary Clinton, Chuck Schumer, Al Franken and John Kerry, along with academics, writers and journalists such as  Bill KellerMichael IgnatieffNicholas KristofDavid RemnickFareed ZakariaMichael WalzerPaul Berman,Thomas FriedmanGeorge PackerAnne-Marie SlaughterKanan Makiya and the late  Christopher Hitchens—did what they always have done: engage in acts of self-preservation. To oppose the war would have been a career killer. And they knew it.

Ganz nebenbei: Genau das stört mich an einer US-TV-Serie wie Boston Legal so stark: Einerseits wird so getan, als werde das gesamte US-amerikanische Meinungsspektrum durch Repulikaner (Denny Crane) und Demokraten (Alan Shore) abgedeckt. Andererseits die Mär von den ach so kritischen liberals. Scheiß Mainstream. Tolle Serie, dennoch. Nachzulesen ist der oben beschriebene Verrat der kritischen Intelligenzija in Scott Lucas’ hervorragender Polemik  The Betrayal of Dissent: Beyond Orwell, Hitchens and the New American Century von 2004.

Leading Palestinian intellectual: U.S. was never a fair broker of Israeli-Palestinian peace: Carlos Strenger bereitet die Lektüre von Rashid Khalidis neuem Buch Magenschmerzen.

Die israelische Armee im Warschauer Ghetto: Abu Midian erinnert an einen von ihm verfassten Text von 2002:

“Um uns gut auf die folgende Schlacht vorzubereiten”, sagte letzthin einer der Kommandanten der Armee in den besetzten Gebieten, “ist es gerechtfertigt und sogar nötig, von jeder Quelle zu lernen. Wenn das Ziel die Eroberung eines dicht bevölkerten Flüchtlingslager ist, oder der Kassba von Nablus, und die Pflicht des Kommandanten die Erfüllung dieses Ziels ohne Opfer, dann muss er zuerst Konsequenzen früherer Schlachten analysieren und sich einverleiben; auch – so grausam sich dies auch anhören mag – wie die deutsche Wehrmacht im Warschauer Ghetto agierte.”

Instrumentalisierung des Holocaust revisited?

“Am Yisrael Chai”

3. April 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Holocaust werde von denen, welche es um die Propagierung, Verteidigung und Belobigung der Arbeit der israelischen Regierung oder der IDF geht, instrumentalisiert, so hört man aus israelkritischen Mündern allzu oft. Man mag vorsichtig diesem Übersetzungsversuch zustimmen, dessen Urheber  freilich viel zu fest auf (anti)deutschem Boden zu stehen scheint:

Als Weltmeister der Geschichtsaufarbeitung haben wir Deutschen die Deutungshoheit in Sachen Antisemitismus – wer Antisemit ist, bestimmen wir! Seit geraumer Zeit hat die Holocaustindustrie ihr Tätigkeitsfeld auf Produktpiraterie ausgeweitet mit dem Ziel, selbstmächtig über das deutsche Eigentum Holocaust©, Auschwitz© und Shoah© zu verfügen. Dabei weiß jeder, dass es sich nur um zweitklassige Imitate handeln kann, deren Qualität niemals an made in germany heranreichen wird. Schlimmer noch: Die Unterstellung, Israel sehe sich Kräften gegenüber, die auf seine Vernichtung abzielen, ist nichts als Demagogie und Propaganda, weswegen sich nicht nur Gleichsetzungen, sondern auch schon Vergleiche verbieten.

Ein schneller Blick auf die Blockroll verrät: Jener Blogger hat StandwithUs nicht aufgelistet. Warum ich das sage? Fangen wir mit einem Bild an. Zu sehen ist eine Gruppe von Gefangenen im KZ Buchenwald: « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Ellis: In Sachen Israel-Palästina ist Obama eine “lame duck”.

29. März 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Hier ein am 15.3. veröffentlichtes Video, in welchem Marc H. Ellis zu den zentralen Thesen seines Werks befragt wird.

Gegen Ende kommt er auf Obama in Israel-Palästina zusprechen. Ellis bezeichnet sich selbst als Unterstützer, aber “his performance in Israel and Palestine was pathetic.” Besonders bedauernswert sei der Umstand, dass Obama als African-American Präsident sich so eindeutig auf die Seite der Unterdrücker und Besatzer geschlagen habe. Auch Ellis wertet Obamas Äußerungen auf seiner jüngsten Nahostreise als Beleg dafür, dass Obama in Sachen Nahostfrieden nichts Entscheidendes mehr bewegen könne bzw. wolle: Im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit habe er, so Ellis,  allen signalisiert: Er sei eine lame duck.

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