Und noch ein Video – diesmal ein TV-Interview im Rahmen der US-Sendung Moral Politics mit Richard Silverstein, Betreiber von Tikun Olam und neben Phil Weiss ein weiterer Blog-Held von mir. Diskutiert werden jüngste Bemühungen entsprechender Interessengruppen zu Gunsten eines Militärschlags gegen den Iran, sei es als amerikanischer Angriff, sei es als israelische „Operation“. Ist ja auch immer ganz interessant, mal seine Lieblingsstars in Wort und Bild zu sehen…hm? Als ich ein kleiner Junge war, zitterte ich, als ich zum ersten Mal ein Sportschau-Interview mit Kalle Rummenigge sah, heute horche ich bei Richard Silverstein auf. Komisch, oder? Nein? Auch gut.
24. November 2009
Marc H. Ellis in Toronto: „The Jewish Prophetic is Alive. It Will Never Die.“
Am 14. November stellte Marc H. Ellis in Toronto sein großartiges Buch Judaism Does Not Equal Israel vor. Hier das erste von 12 Videos von besagter Veranstaltung. Die 11 weiteren können auf YouTube leicht eingesehen werden.
23. November 2009
Der Lieblingsfilm konservativer Amerikaner
In der Onlineversion des US-Magazins National Review ist schon vor einiger Zeit das Ergebnis einer Leserumfrage im Hinblick auf deren Lieblingsfilme veröffentlicht worden, und zwar aus einem dezidiert konservativen Blickwinkel, will heißen:
We do not claim that the writers, directors, producers, gaffers, and key grips involved with these films are conservative. We certainly make no such assertion about the actors. Yet the results are indisputable: Conservatives enjoy these films because they are great movies that offer compelling messages about freedom, families, patriotism, traditions, and more.
Freiheit, Familie, Vaterlandsliebe, Tradition. Schon verstanden. Weiterlesen →
23. November 2009
Islamfeindschaft und das „Verschleiern“ der Realität
Kay Sokolowskys Buch Feindbild Moslem ist sehr zu empfehlen, wenn man/frau sich interessieren mag für die „Argumente“ der Hauptakteure innerhalb eines sich zivilisiert und den Grundsätzen und Werten von Demokratie und Menschenrechten verpflichtet gebenden Rassismus gegen alles und jeden, der bzw. die sich als Mensch mit muslimischen Glaubensüberzeugungen erkennen lässt. Weiterlesen →
22. November 2009
Brüskierte „Friedensmacht“ USA: hilflos und egozentrisch
Stephen M. Walt spricht von Kapitulation – die Reaktion der US-Regierung vergangene Woche auf die Entscheidung der israelischen Regierung, 900 neue Wohneinheiten in Ostjerusalem bauen zu lassen, verrät in der Tat ein nicht unbeträchtliches Maß an Hilflosigkeit auf Seiten der Obama Administration:
Yesterday Israel approved the construction of 900 new housing units in East Jerusalem. The White House said it was „dismayed,“ declared that „these actions make it more difficult to our efforts to succeed“ (duhhh, that’s the idea!) and reiterated its belief that the status of Jerusalem should be resolved through negotiation. Weiterlesen →
21. November 2009
Der Oslo-Prozess – words from the sponsor
Auch die Regierung Obama hat nicht dafür sorgen können, dass der von den USA, der EU und den im sog. „Nahost-Quartett“ zusammengefassten, maßgeblich für alles Wesentliche verantwortlichen Staaten dieser Hemisphäre Nahostfriedensprozess sich in etwas Anderes verwandeln würde als eine fortgesetzte Kolonisierungsaktion der Israelis auf palästinensischem Land, unter tätiger Mithilfe einer Palästinensischen Autonomiebehörde, die als Sicherheitsagentur und Wachschutz für israelische Siedlungen im Westjordanland fungiert. Beim daily briefing im US Außenministerium versucht Regierungssprecher Ian Kelly dennoch sein Möglichstes, den derzeitigen „Leistungsstand“ der Obama-Administration irgendwie als Errungenschaft zu verkaufen. Allein, man will ihm nicht so recht glauben. Weiterlesen →
18. November 2009
Hamburger Streit um Pourquoi Israel oder: „Palästina“ = „Israel“?
Ende Oktober kam es in Hamburg rund um die - letztlich leider verhinderte - öffentliche Vorführung des Claude-Lanzmann-Films Pourquoi Israel zu wildwestartigen Szenen. Im hiesigen Krieg der Befindlichkeiten beließen es Anti-Imps und Deutsche, äh Anti-Deutsche, nicht bei verbalen Scharmützeln. Verdinglichte Sühne pur, könnte man meinen. Weiterlesen →
15. November 2009
Israel-Palästina jenseits „unserer“ Religion
Im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen israelischen Juden und Palästinensern ist viel zu oft von Religion die Rede, obwohl es doch um den Besitz von Land geht. Und wenn zur Abwechslung mal kein fundamentalistischer Christ im Jerusalemer Gartengrab davon faselt, dass Israel niemals Land zurückgeben dürfe, weil sich ansonsten die Wiederkehr Christi noch weiter verzögere (hab’ ich selbst erlebt so einen Typen und dessen Frau…) oder von islamistisch bedröhnten Suizidbombern, die Allah für ihr Mordwerk missbrauchen oder vom Chef-Rabbi der israelischen Armee, der all jenen die ewige Verdammnis verheisst, die „im Felde“ Gnade walten lassen im Umgang mit dem Feind – wenn all das mal keine Rolle spielt, sind wir schnell bei Befindlichkeiten, die be- und gehandelt werden, als seien sie Glaubens- oder Religionsersatz. Weiterlesen →
15. November 2009
Über Witze, die nicht komisch sind
Die Stadt München verwehrt dem jüdischen Wissenschaftler Ilan Pappe das Recht öffentlich zu reden. Aus ehrlicher Sorge, dass dies die Gespenster des Antisemitismus wecken könnte. Das ist so, als würde man als Hardcore-Fan Israels fordern, Araber vergasen zu lassen. Oh, ich sehe gerade, die Forderung ist nicht einmal neu: Weiterlesen →
15. November 2009
Orwell am Brandenburger Tor
Das Letzte, das Allerletzte zum Berliner Mauerfall – aus Fefe’s Blog: Weiterlesen →
14. November 2009
Macht München sich selbst alle Ehre?
In der Geschichte des Nationalsozialismus, aber auch der des Nahostkonflikts, nimmt München eine besondere Rolle ein. Nun hat die Stadt dem jüdisch-israelischen Historiker Ilan Pappe Redeverbot erteilt bzw. einer Veranstaltung des Arbeitskreises Salam-Shalom mit Pappe die Erlaubnis verweigert. In Hagalil erklärt Caspar Schmidt, Teilzeitautor für Lizas Welt, , warum das super ist: Israelkritik ist böseböseböse. In seinem Brief an Oberbürgermeister Ude zeigt sich Pappe erschüttert: Weiterlesen →
14. November 2009
Liegt den USA noch etwas an ihrem eigenen Nahostfriedensprozess?
Was Obama und Amerikas Lieblingspalästinenser PA-Minsterpräsident Fayyad, nach Tom Friedman der Gründer, ja Stifter, des sog. „Fayyadismus“ im Schilde führen, man weiss es nicht – wird es in Bälde zur Ausrufung eines Staates Palästina kommen – oder nicht? Wir werden sehen. Der Sanktnimmerleinstag – vielleicht steht er uns unmittelbar bevor. Jedenfalls äußert sich Roni Ben Efrat, treibende Kraft hinter dem sehr empfehlenswerten, in Tel Aviv beheimateten Magazin Challenge, auf ähnliche Weise über Abbas wie der Betreiber dieses Blogs: Weiterlesen →
12. November 2009
„Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, gehn wir zu ihr“
Und noch ein paar Anmerkungen zum Fall der Berliner Mauer, dessen ja am Montag im Rahmen einer gigantischen Freiheitsshow gedacht wurde. Von welcher Freiheit bei dieser Show offenkundig, unwidersprochen und garantiert ideologiefrei ausgegangen worden ist, bringt der Betreiber des Exportabel-Blogs so passend wie provokant auf den Punkt:
Überhaupt: Dass jetzt ständig von der „Freiheitsliebe“ der DDR-Bürger geredet wird, ist nur möglich, weil der Freiheitsbegriff in kapitalistischen Gesellschaften pervertiert ist. Eigentlich geht es doch nur darum, sich den neuesten Plasma-Fernseher ohne Wartezeit holen zu können. Anderes Beispiel: Die Bundesfinanzaufsicht BaFin erklärte im Sommer 2009, dass sie schon ein Jahr zuvor über die katastrophale Schieflage bei der Hypo Real Estate Bescheid gewusst hatte. Warum sie nicht eingegriffen haben? Weil ein „direkter Eingriff in das Geschäftsmodell kaum vereinbar mit der unternehmerischen Freiheit“ gewesen wäre, wie eine Mitarbeiterin offenherzig angab. Weiterlesen →
