Hier ein Video, in welchem die Politikerin und Menschenrechtsaktivistin Hanan Ashrawi von ihrer persönlichen bzw. der politischen Situation in Israel-Palästina erzählt. Man beachte: Sie ist Araberin, Frauenrechtlerin und Christin – eigentlich eine ideale Projektionsfigur für unsere befindlichkeitsbesoffenen Islam-”Kritiker”. Doch halt: Ashrawi ist Palästinenserin. Fall erledigt.
6. Februar 2010
Mr Westerwave and “se dainämmic”
Alles lacht über den bedauernswerten Herrn Oettinger, der ja auch nur der herrschenden Ideologie folgt mit seiner Forderung, alle müssten Englisch lernen – und es doch selbst in Ansätzen nicht kann. Und gebongt: “Unser” Außenminister ist zumindest inhaltlich zu verstehen, wenn er – wie im folgenden Video - über “se dainämmic” im Zusammenhang mit dem Fall des Eisernen Vorhang mit den Worten zu kämpfen nicht aufhören kann. Doch mittlerweile versteht man, warum Mr Westerwave zu Beginn seiner Amtszeit so ein unentspannt reagierte, als ein britischer Journalist ihn um eine Antwort auf Englisch ersuchte.
1. Februar 2010
Steinfeld: “Mit der Epoche der Aufklärung …hat die ‘Islamkritik’ nichts zu tun.”
In einem vom Perlentaucher vehement beargwöhnten Nachfolgeartikel zu seinem brillanten “Unsere Hassprediger” verdeutlicht Thomas Steinfeld einmal mehr die Scheinheiligkeit der heutigen VerteidigerInnen von Aufklärung, christlichem Abendland, sowie – nicht zu vergessen! – Feminismus. Ohne die Fähigkeit zur Selbstkritik bzw. ohne Kenntnisse der Geschichte dessen, was man so vehement zu repräsentierten behauptet, bleibt die Aufklärung Folklore und das sog. christliche Abendland eine Kreufahrerbastion: Weiterlesen →
31. Januar 2010
Eine weitere Empfehlung von rhizom
Was einem manchmal an Müll aus der Papierversion einer Zeitung fallen kann, durften unlängst die LeserInnen der ehemals links-alternativen taz erfahren. Einem vierseitigen Pamphlet der Aktion 3. Welt Saar war es vergönnt, das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken. Wo “Bye bye Multikulti – Es lebe Multikulti” draufsteht, ist sattsam bekannte Islam-”Kritik” drin – freilich in einen irgendwie links daherkommenden Jargon gekleidet. Abermals gebürt rhizom Dank, weist er doch auf eine Analyse dieses Schunds durch den Soziologen Achim Brühl hin. Weiterlesen →
31. Januar 2010
Hilal Sezgin über den Perlentaucher
rhizom verlinkt empfehlend eine Reihe interessanter und guter Artikel zum Thema Islam-”Kritik”. Hilal Sezgins Kommentar zum perlentauchenden Sturmgeschütz liberal tönender Abneigung gegen den Islam spricht mir in mancher Passage durchaus aus der Seele: Weiterlesen →
31. Januar 2010
Eine nicht-nationale Außenperspektive auf Israel-Palästina
Dem Freitag scheint es immer mehr zu gehen wie der auf seinen Seiten protegierten Linkspartei: Auf der einen Seite möchte man als die andere Stimme bzw. ein Sammelbecken für andere Stimmen jenseits des Mainstream wahrgenommen werden, andererseits besteht große Sehnsucht nach Anerkennung, wenn nicht Akzeptanz seitens der großen Meinungsmacher und -führer. Entsprechend staatstragend lesen sich in letzter Zeit immer mehr Texte, in denen u.a. auch schon mal die Frage nach “unserer” Identität nicht den Rechten überlassen wird – natürlich alles hübsch ironich, den Weg über Südkorea einschlagend. Weiterlesen →
30. Januar 2010
US-Präsident Obama in Israel angekommen?
Wer in aller Kürze und Präzisität wissen will, worin die offizielle Linie Israels und seiner Unterstützer (Individuen wie Regierungen) besteht, sollte Brack Obama gut zuhören. In Tampa, Florida, war es unlängst eine junge Studentin, die mit der einfachen Frage, warum dieUnterdrückung der Palästinenser durch Israelis und Ägypter von den USA (steuer)politisch so dermaßen unterstützt wird. Obama, offenbar auf dem berühmten falschen Fuß erwischt, hebt in diesem Video an, zu – zumal rhetorisch! – nicht gerade überzeugenden Kurzvortrag über die Lage in Nahost im Allgemeinen. Obama fühlt sich sichtlich unwohl: Anstatt über Healthcare muss er nun die ewige Geschichte von der einzigen Demokratie des Nahen Ostens, die leider leider von feindlichen Nachbarn umstellt ist – eine Wagenburg im Lande der Barbaren. Inhaltlich braucht sich Obama nicht länger hinter den Präsidenten Clinton und Bush II bzw. hinter seiner Außenministerin Hillary Clinton (“unprecedented step”) zu verstecken.
Wahrlich, Obamas Rede in Kairo letzten Juni – das ist lange her und längst und endgültig Geschichte.
26. Januar 2010
Ein Ritterschlag
Ein User, der für die von ihm verfochtene Sache das einzig angemessene Pseudonym - “Zion” - gewählt hat, enttarnt Mercator und meine Wenigkeit.
Othmar Kaufmann & MondoPrinte: Antisemiten unter sich. Wie schön!
Fühle mich geschmeichelt, geadelt und gebauchpinselt.
25. Januar 2010
Wolfgang Benz’ Meinung ist bei einigen unerwünscht.
Ein interessantes Interview mit Wolfgang Benz ist heute im Kölner Stadtanzeiger zu lesen. Darin äußert er sich zu Reaktionen auf seine Kritik an jener bestimmten Art von Islamkritik, in der Kritik mehr mit der Lust, die vermeintliche Lust am Einknicken lustvoll zu bejammern, denn mit Argumenten oder inhaltlicher Substanz zu tun hat, so dass diese Kritik in diesem Blog in Anführungszeichen gesetzt ist. Weiterlesen →
24. Januar 2010
Haiti/Gaza – Fallstudie für Chomsky/Herman’s Propaganda Model?
Zwei Horroszenarien, aber nur eine Reaktion: Während der Rest der Welt auf höchst eindrucksvolle Weise Anteil nimmt an der nun nicht einmal mehr mit dem Wort katastrophal angemessen beschriebenen Situation der Menschen auf Haiti, beschränkt sich die Solidarität mit der nach wie vor eingekesselten Bevölkerung von Gaza auf Aktionen propalästinensischer AktivistInnen. Wo auf Haiti menschliche Anteilnahme auf selbstverständliche Weise ausgedrückt wird in Hilfsinitiativen verschiedenster Art und Provenienz, muss man sich im Falle von Gaza anscheinend immer noch rechtfertigen für sein Mitleid mit dessen Bewohnern – ein Jahr nach der israelischen Tötungstat namens Gegossenes Blei. Weiterlesen →
23. Januar 2010
Wahnsinn, dieser Stoldt!
Man fragt sich, welches Kraut man/frau in der Chefredaktion der Welt geraucht hat, dass ein derartig “kritikophober” (ich sag es gern noch einmal: Copyright für den Begriff Kritikophobe: SpOn und Perlentaucher), vor Gutmenschlichkeit triefender Artikel den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat. Till R. Stoldt schreibt tatsächlich: Weiterlesen →
23. Januar 2010
Broder und Chervel beanspruchen die Aufklärung für sich. Lothar Müller macht sie geltend.
Auf Christians Empfehlung hin, verlinke ich den in der Tat hervorragenden Artikel aus der SZ von Lothar Müller. Sich distanzierend von der hier und heute gängigen Islam-”Kritik” ala Broder, Ayaan Hirsi Ali bzw. Pascal Bruckner und Perlentaucher, bringt Müller im ersten Teil die Tradition der Aufklärung bzw. die Begriffe Religionsfreiheit und Toleranz zur Geltung. An die Adresse all derer, die meinen, Intoleranz im Namen der Toleranz öffentlich praktizieren zu können, ja müssen, schreibt Müller Weiterlesen →
19. Januar 2010
Syriens Mufti zum Verhältnis von Juden, Christen und Muslimen
Wegen der jüngsten Äußerungen des Mufti von Syrien, Scheich Ahmed Hassoun, müssten sich Islamisten und Israel-Fanatiker (Islam-”Kritiker”) absprechen und Demo-Zeiten festlegen. Man will sich ja schließlich weder wirklich in die Haare geraten noch aber zusammen gesehen werden. Weiterlesen →
19. Januar 2010
Beleidigt vom “Artikelschwarm”: Thierry Chervel, gekränkter Kulturkritiker
Nur der Vollständigkeit halber: Des Perlentauchers Chefideologe Thierry Chervel macht sich inzwischen so seine Gedanken über die gegen zahlreiche Vertreter der sog. Islam-”Kritik” vorgebrachte Kritik des Feuilletons. Man kann nicht gerade behaupten, dass Chervel den Luxus erlaubt, etwas Substantielles zur Debatte beizutragen. Weiterlesen →



